Sonntag, 30. April 2017

Rückblick April: Gesunde Ernährung, Calcium, Gewicht u.v.m.

Woah, was für ein April. Für mich ging dieser Monat nicht nur unheimlich schnell vorbei, sondern er hat mich auch in jeglicher Hinsicht an meine Grenzen gebracht. Vielleicht war es deshalb ganz gut, dass ich mir ausgerechnet das Thema Religion für den April ausgesucht habe. Auf der einen Seite hatte ich zwar durch den Stress nicht das Gefühl, dass ich mich dem Thema mit der nötigen Muße und Ruhe widmen konnte. Auf der anderen Seite hat es mir genau die Religion ermöglicht, zur Ruhe zu kommen und mich auf das zu besinnen, was wirklich zählt!

In einen Gottesdienst gehen


Check, check und check. In der Osterwoche war ich in mehreren Gottesdiensten, sowohl katholisch als auch evangelisch.

Eine Taizé-Andacht besuchen


Das hat leider nicht funktioniert, wie ich schon vermutet hatte. Nun ja, aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

In der Bibel lesen


Direkt in der Bibel habe ich nicht gelesen. Allerdings habe ich fast täglich die Tageslosung gelesen, was ja immerhin auch Bibelverse sind.

Ein theologisches Buch lesen


Ich habe mir "Jesaja. Das Buch und der Prophet: Der Prophet und das Buch." bestellt, bin aber noch nicht gekommen, es zu lesen. Dafür war dieser Monat einfach zu vollgepackt und ich musste ab einem gewissen Punkt meine Erholung priorisieren. Aber bei mir hat noch kein Buch lange herumgelegen, ohne gelesen zu werden!

Freitag, 28. April 2017

So lernte ich, meine Haare seltener zu waschen

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass es nicht gut für die Haare ist, sie häufig zu waschen. Nichtsdestotrotz gehörte ich jahrelang zu der Fraktion, die ihre Haare beinah täglich gewaschen haben, aber auf jeden Fall immer, bevor sie unter Menschen gingen. Immer wieder habe ich jedoch mit dem Gedanken gespielt, wie es wohl wäre, seltener Haare zu waschen - und diesen Gedanken wieder verworfen. Denn immerhin machte ich fast jeden Tag Sport und Sport ohne Haare waschen? No way.
Gleichzeitig versuche ich jedoch seit Jahren, meine Haare lang zu züchten - ohne Erfolg. Sie brechen immer auf der gleichen Länge ab. Man könnte jetzt von der natürlichen Haarlänge sprechen, ich bin aber nicht bereit, das zu akzeptieren. Sozusagen als letzten Versuch startete ich deshalb das Projekt "Weniger Haare waschen".
 Weniger Haare waschen
Neben der besseren Pflege der Haare bot das für mich auch andere Vorteile. Zunächst ist da der immense Zeitgewinn. Mit Haare waschen dauert Duschen bei mir mindestens zwei- oder dreimal so lang. Wenn ich jetzt nach dem Sport unter die Dusche springe, dauert es manchmal nur zwei bis drei Minuten, bis ich sauber bin und maximal zehn Minuten, bis ich bereit zu allen Schandtaten bin. Mit Haare waschen muss ich jedoch entweder ein bis zwei Stunden zum Haaretrocknen einplanen oder Föhnen (bekanntlich auch nicht besser für die Haare).
Ich merkte jedoch auch recht schnell, dass die verringerten Wäschen meinem Haar gut taten. Es fühlte sich viel weicher als zuvor an. Außerdem fettete der Ansatz bei mir ganz schnell viel langsamer nach. Ich gebe zu, dass es ein paar Bad-Hair-Days gab, wo ich mich für meine fettigen Haare schämte. Aber schon nach anderthalb Wochen waren die Geschichte und meine Haare spätestens nach einer Runde Trockenshampoo nett anzusehen. Außerdem sind leicht fettige Haare viel besser, um Frisuren zu machen - eine weitere Motivation für mich.
 Weniger Haare waschen
A propos Duschen: Wie ist das denn nun nach dem Sport? Für mich war das definitiv die größte Überwindung, aber ich hatte ja die Semesterferien zum Ausprobieren. Natürlich sind die Haare nach einem sehr schwitzigen Workout relativ fettig. Dem bin ich dann allerdings mit Trockenshampoo zu Leibe gerückt, was zum Glück gereicht hat.
Angst hatte ich aber vor allem davor, dass meine Haare müffeln. Auch das war jedoch nicht der Fall. Ich achte darauf, dass ich meine Haare zum Sport hochbinde (mache ich eh, wenn meine Haare im schwitzigen Nacken kleben bleiben ist das echt eklig). Nach dem Sport trage ich die Haare dann eine Weile offen, damit sie auslüften können und bürste sie ein wenig aus. Um jegliche Paranoia dann im Keim zu ersticken, benutze ich abschließend ein Haarparfum (normales Parfum geht auch). Bisher hat mir noch niemand gesagt, dass meine Haare müffeln würden und mir selbst ist es auch noch nicht aufgefallen.
Weniger Haare waschen

Für mich war und ist das Experiment auf jeden Fall ein voller Erfolg und das liegt für mich nicht zuletzt daran, dass ich langsam gestartet bin. Ich hatte als Jugendliche unter stark fettigem Haar zu kämpfen und hätte mich selber nicht ausstehen können, wenn ich direkt vom täglichen Waschen auf wöchentliches Waschen umgestiegen wäre. Durch die geringe Reduktion konnte ich jedoch merken, wie gut meinen Haaren das verringerte Waschen tut. Ich werde deshalb auf jeden Fall versuchen, die Abstände weiter auszubauen.
Essentiell war für mich auch das Trockenshampoo, denn ich wollte natürlich trotzdem nicht aussehen, als hätte ich keine Dusche zuhause. Für mich habe ich da jetzt auch die richtige Methode gefunden:
  • Frisur machen, die ihr am Ende haben wollt. Das Trockenshampoo reinigt nur da, wo es tatsächlich aufgetragen wird. Tragt ihr es mit offenen Haaren auf und macht danach einen Pferdeschwanz, sieht die untere Hälfte des Kopfes immer noch fettig aus.
  • Die Haare einsprühen, dann fünf bis zehn Minuten einwirken lassen.
  • Mit einem Handtuch gründlich ausrubbeln (Achtung, dafür nutze ich ein Extra-Handtuch, da das Trockenshampoo abfärbt).
  • Haare föhnen - dabei wird das Puder aus den Haaren geblasen und das restliche Fett zieht besser ein. Ruhig über Kopf föhnen, damit die Haare einen besseren Stand bekommen und frischer aussehen.
  • Neue Frisur machen - je mehr Volumen, desto weniger sieht man fettige Ansätze!

Dienstag, 25. April 2017

Rückblick KW 16: Zwangspause

Ihr habt ja vielleicht gemerkt, dass ich hier in den letzten Wochen etwas weniger Aktuelles gepostet habe. Das lag daran, dass ich eine gute Woche lang nicht zuhause war. Wie ich schon berichtet hatte, habe ich im November ein relativ zeitaufwendiges Ehrenamt begonnen und in den letzten Wochen fand die erste Tagung statt, die ich maßgeblich mitgeplant habe. Entsprechend stressig waren diese Tage für mich. Teils war ich fast 12 Stunden wortwörtlich auf den Beinen - hätte ich noch meinen Fitbit, hätte der vermutlich schon nach dem Frühstück angezeigt, dass ich meine 10.000 Schritte voll habe.
Für Essen und Schlafen war nur am Rande Zeit. Gegessen habe ich tatsächlich ziemlich schlecht, es gab vor allem Kantinenessen und ich wusste, dass ich meinem Körper jetzt dringend die Energie geben musste, die er die ganze Zeit verbrauchte. Auf den Schlaf habe ich zwangsläufig geachtet - ich war abends so kaputt, dass ich ins Bett gefallen bin.
Nichtsdestotrotz war ich körperlich und emotional total fertig, als ich kurz vor Ostern nach Hause gekommen bin. Dementsprechend habe ich mir eine dringend benötigte Auszeit genommen - leider nicht so lange, wie ich es vielleicht gebraucht hätte. Denn seit dem 18.4. ist wieder Uni. Obwohl der Alltag eigentlich wieder angelaufen ist, habe ich gemerkt, dass ich noch nicht vollständig wiederhergestellt bin. Entsprechend gab es weniger anstrengende Workouts als sonst und dafür viel Schlaf und Ruhe!

Essen

Frühstück

Ich hatte auch noch ein paar Fotos von den Tagen, bevor ich weggefahren bin. Dieser Smoothie gehörte dazu - Joghurt, TK-Beeren und Stracciatella-Whey, würde ich vermuten.

Jedes Mal dasselbe in den Ferien. Ich will mir einerseits nichts "Gewöhnliches" wie Overnightoats vorbereiten, aber morgens bin ich dann viel zu müde, um ein leckeres Frühstück zu machen. Da gibt es dann schon mal Müsli und eine Kiwi.


 Oder Brot mit Erdnussbutter und Kiwi.


 Herr Kürbis macht ja noch immer den Freeletics Nutrition Coach und wir haben zusammen diesen Chiapudding mit Mango und Mandeln gezaubert. Ganz gut, aber mir fehlten doch ein bisschen die Haferflocken.

Green Smoothie aus einer Birne, Joghurt und TK-Spinat. Dazu gab es leckeren Stuten mit zweierlei Marmeladen und Margarine.


Noch mal Stuten, hier aber mit Apfel und Rührei.


Und noch mal Mango im Glas, dieses Mal allerdings als Overnightoats. Gab es übrigens zweimal.
 Natürlich gab es auch wieder Pancakes...Hier mal wieder mit Ahornsirup.
Das hier war eher ein Brunch. Einmal weil ich so spät aufgestanden bin und weil ich das Essen tatsächlich erst irgendwann nachmittags aufgegessen hatte. Leberwurstbrote, gekochte Eier und ein Smoothie aus Spinat, Möhre, Banane, Erdnussbutter, Joghurt, Kakao und Steviadrops Kokos.

Mittagessen

 
Mjam, Chili. Genau das richtige, nachdem es ja leider wieder so kalt geworden ist!
Mir war nach meiner Rückkehr nach einfachem Essen. Also gab es (viel) Jasminreis, gedünstete Möhren und Falafel!

So richtig auf der Höhe war ich beim Kochen nicht.... Aus dem ursprünglich geplanten Salat wurde nichts, stattdessen gab es eine Pfanne mit Resten: Kartoffeln, Möhren, Cocktailtomaten, Falafel, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Minze, Petersilie.
Das war wohl wieder eine der besten Bolognesen, die ich gekocht habe. Das Geheimnis: Mit Rotwein ablöschen und mehrere Stunden lang köcheln lassen!
Und hier hätten wir einmal das Gegenprogramm: Maultaschensuppe, immerhin mit frischer Petersilie für ein bisschen mehr Eisen.

Abendessen

 
Ihr erinnert euch vielleicht an die Kartoffelbrötchen, die ich vor meiner Abreise gebacken habe? Die gab es mit Käse, Romanasalat. Rohkost und Knoblauch-Hummus!
Man muss ja seinen Kühlschrank ausräumen, bevor man abreist... hier also fast dieselbe Kombination, allerdings noch um Rosmarinkartoffeln ergänzt.
Zeit für einen Strammen Max ist immer!
Der Möhrensalat ist auch aus dem Freeletics Nutrition Coach, ich plane aber, ihn abgewandelt noch mal hier zu posten. Dazu gab es selbstgebackenes Sauerteigbrot (!) mit Leberwurst und zwei gekochte Eier.

Noch mal Brot mit Leberwurst, nach dem Zumba hatte ich besonders viel Hunger. Dazu gab es Rohkost und Kräuterquark. Ich habe jetzt nämlich wieder Kräuter gekauft und hoffe, dass es idese Woche zum letzten Mal so kalt war, dass ich die Blumenkästen reinholen musste!
... und noch einmal, mit leichten Abwandlungen.

Noch mal vom Freeletics Nutrition Coach: OvernightOats in der Geschmacksrichtung Erdnussbutter-Banane. Ich fand es total lecker, aber auch ziemlich sättigend für eine Mahlzeit. Daran ist vermutlich vor allem der Fettanteil schuld. Sonst würde selbst ich nie so viel Erdnussbutter UND Chiasamen in eine Mahlzeit packen.

Sport

  • Montag: Krafttraining, 40 Minuten
  • Dienstag: Yoga, 45 Minuten
  • Mittwoch: Zumba, 60 Minuten
  • Donnerstag: REST
  • Freitag:
  • Samstag:
  • Sonntag:

Sonntag, 23. April 2017

Das gebrochene Herz: Essen und ich

Das Ende einer Beziehung kann einen unterschiedlich treffen. Manchmal gibt es ein einschneidendes Erlebnis, nachdem nichts mehr so ist wie zuvor. Oft wird ein abruptes Ende dadurch herbeigeführt. Es gibt jedoch auch die Beziehungen, bei denen man irgendwann merkt, dass die Luft raus ist. Tag für Tag ist ein bisschen Liebe abhandengekommen und irgendwann stellt man fest, dass kaum noch etwas übrig ist. So erging es mir mit meiner Liebe zum Essen. Während ich 2014 noch entsetzt darüber war, dass so etwas passieren konnte, ist es mir jetzt selbst passiert. Aber beginnen wir mit dem Anfang, vermutlich 2012.

Ich führte damals eine Beziehung der Hass-Liebe zu Essen. Einerseits liebte ich gutes Essen und hätte am liebsten jederzeit alles und in unbegrenzten Mengen gefuttert. Gleichzeitig war ich bestrebt, meine Figur zu halten. Ich wusste, dass ich auf Süßigkeiten hätte verzichten sollen, zu viel Fett nicht gut für meine Kalorienbilanz war (damals habe ich Obst und Gemüse tatsächlich nur gegessen, weil sie eine geringere Kalorienzahl hatten!) und Kohlenhydrate ja sowieso böse. Zudem wohnte ich zum ersten Mal allein und merkte, wie schrecklich ich es fand, Fleisch zuzubereiten, genoss Fleisch bei meinen Eltern aber noch als ganz normalen Teil der Nahrung. Meine Gedanken drehten sich einen großen Teil des Tages um Essen: 
War die Portion beim Frühstück okay oder hätte ich die Haferflocken doch besser abwiegen sollen? Mist, jetzt habe ich von dem Nudelauflauf doch wieder mehrere Portionen gegessen, obwohl ich doch weniger nehmen wollte! Manno, durch den Schokoriegel vorhin habe ich mir bestimmt meine Kalorienbilanz für heute versaut!

essen nicht mehr wichtig
Wenn ich diese Gedanken heute aufschreibe, muss ich fast lachen. Es erscheint mir komisch, dass das Essen mal einen so hohen Stellenwert in meinem Leben hatte. Diese Erkenntnis ist bittersüß. Einerseits bin ich mir manchmal nicht sicher, ob ich dadurch nicht etwas Elementares verloren habe. Ich kann mich nicht mehr so sehr für Essen begeistern. Familienfeste, zu denen lecker und viel gegessen wird, erfüllen mich nicht mehr mit derselben Vorfreude wie damals. Meine Liebe zum Kochen und Backen ist zurückgegangen. Ich mache beides immer noch viel und gern, aber immer öfter schleicht sich dabei langweilige Routine ein. Essen ist für mich oft nur noch "Nahrung fassen". Ich weiß, wie wichtig es ist, dass ich genug esse und mich gesund ernähre. Und selbstverständlich ist es mir immer noch wichtig, dass mir mein Essen schmeckt. Aber es fühlt sich ein bisschen so an, wie wenn man nach einer länger zurückliegenden Trennung an den Expartner denkt. Man lächelt vielleicht über die Zeit, die man zusammen verbracht hat, aber gleichzeitig ist man froh darüber, dass jetzt alles anders ist.

essen nicht mehr wichtig
Für das Ende dieser Beziehung mit Essen ist vermutlich (mal wieder) das Intuitive Essen verantwortlich. Denn ein Teil meiner Liebe zum Essen nährte sich damals daraus, dass ich mir Essen selbst verbat. Ich durfte so vieles nicht, obwohl es mir gut schmeckte und mich (damals) glücklich machte. Kein Wunder, dass es dadurch umso interessanter und wichtiger wurde. Aber seit ich das Intuitive Essen für mich entdeckte, gelang es mir Schritt für Schritt, mir das Essen uneingeschränkt zu erlauben. Gleichzeitig lernte ich, mehr und mehr auf meine körperlichen Zeichen zu achten: Hunger, Sättigung, Zufriedenheit. Ich esse nicht mehr länger gegen innere Verbote und das schlechte Gewissen an. Ich esse, weil ich hungrig bin, ich esse, auf was ich Lust habe und ich esse, bis ich satt bin. So sehr ich mich manchmal nach der Begeisterung sehne, die ich einst für Essen aufbringen konnte, muss ich doch sagen, dass ich diese Entwicklung nicht rückgängig machen möchte. Denn mein innerer Hunger ist heutzutage gestillt. Und so sehr man alte Beziehungen schätzen kann: Manchmal ist es eben Zeit für etwas Neues.

Samstag, 22. April 2017

{Nebenbei bemerkt} Von ganz klein zu ganz groß (FitnessBlender im Wall Street Journal)

Ihr wisst, dass ich früher sehr viel mit FitnessBlender trainiert habe und tatsächlich viele Erfolge genießen konnte (umgestiegen auf das Fitness-Studio bin ich letztlich, weil ich mit schwerem Gewichtstraining anfangen wollte und dafür nicht den Platz in meiner Wohnung hatte). Mir tut es leid, dass mein Wechsel damals zur Folge hatte, dass ich FitnessBlender nicht mehr weiter unterstützen kann.
FitnessBlender ist jedoch in den letzten Monaten und Jahren noch größer geworden. Für mich als Bloggerin ist das umso interessanter, weil FitnessBlender eben keine riesigen Kooperationen hat, sondern noch immer ganz und gar mit seinen Workouts punktet. Sie finanzieren sich rein über Werbeeinnahmen und Ernährungs-/Sportpläne.
Umso interessanter und motivierender fand ich deshalb den Artikel über FitnessBlender im Wall Street Journal. Und ich muss sagen: Ich unterstütze die Botschaft von FitnessBlender weiterhin voll und ganz und würde jedem diese Workouts uneingeschränkt empfehlen!


Freitag, 21. April 2017

Die Lüge von der Fat Positivity

Sicherlich seid ihr diesem Begriff schon einmal begegnet: Fat Positivity steht dafür, sich selbst anzunehmen, wie man ist, ohne sich herunter zu hungern. Es steht für Models mit echten Kurven statt Hungerhaken, die Abkehr von gängigen Schönheitsidealen und . Eigentlich ideal kombinierbar mit den Konzepten von Selbstliebe und Intuitivem Essen, das ich hier vertrete, oder? Das dachte ich zunächst auch. Doch je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr fand ich, was diesen Begriff in einem schlechten Licht darstehen lässt.

Ich möchte mit keinem Wort den Eindruck entstehen lassen, dass ich denke, dass Frauen sich erst auf ein gewisses Gewicht herunterhungern müssen, um schön, erfolgreich und/oder sexy sein zu dürfen oder können. Aber genauso glaube ich auch nicht, dass es ein Mindestgewicht dafür gibt. Es gibt genug Frauen, die von Natur aus einen athletischen oder dünnen Körperbau haben. Warum sollten diese Frauen ihren Körper nicht lieben dürfen? (Und warum konnotieren wir mit solchen Begriffen immer die Identitätsprobleme von Frauen, obwohl sie für Männer mittlerweile genauso existieren?)
Eine Lösung dieses Problems könnte der Begriff "Body Positivity" sein, der ebenfalls im Internet kursiert. Doch ich bin damit keinesfalls glücklicher. Body Positivity macht nämlich ein noch viel größeres Fass auf. Zur Body Positivity gehören nämlich auch noch die Hautfarbe oder andere ethnische Merkmale, Haar- und Augenfarbe, Fußgröße und Wimpernlänge. Letztlich bin ich zwar absolut dafür, dass jeder seinen Körper so akzeptieren sollte, wie er ist, aber der Fokus liegt bei mir (und den meisten, die diesen Begriff verwenden) durchaus auf dem Thema Gewicht und Figur.

Außerdem übt Fat Positivity wieder einen Druck aus, dass ich mein Körperfett (oder meinen Körper) sofort positiv sehen muss. Mir ist das am Anfang des Inuitiven Essens unglaublich schwer gefallen. Als ich diesen Schritt gewagt habe, habe ich für mich selbst den Entschluss getroffen, das zu essen, worauf ich Lust habe und dabei unvoreingenommen zu beobachten, wie sich mein Körper verändert. Ich kann euch verraten: Am Anfang hat es mir überhaupt nicht gefallen, was mein Körper da getan hat. Aber ich habe es akzeptiert.
Wenn man isst, was man will, kann man nicht erwarten, dass der Körper das selbe macht, wie bei einer extrem gesunden, eingeschränkten Ernährung. Ja, ich habe zugenommen. Mir hat es überhaupt nicht gefallen, dass ich nicht mehr in all meine Klamotten gepasst habe. Aber ich habe es als Folge dessen akzeptiert, dass es mir dafür ansonsten so viel besser ging. Wenn ich hingegen sofort von mir erwartet hätte, meinen Körper auch noch toll zu finden, wäre die mentale Herausforderung vermutlich viel zu groß gewesen und ich hätte das Experiment abgebrochen.
Man muss seinen Körper nicht immer und sofort mögen. Viel wichtiger ist es, ihn zu akzeptieren und dafür zu achten, was er tagtäglich leistet.

Was mich aber am meisten stört, ist die Tatsache, dass mit "Fat Positivity" jedes Gewicht akzeptiert wird, auch starkes Übergewicht und Adipositas. Das hat für mich aber überhaupt nichts damit zu tun, sich gut um seinen Körper zu kümmern. Wer seinem Körper so viel Gewicht zumutet, schädigt damit die Knochen, Gelenke und Organe. Stark übergewichtige Menschen leiden häufiger unter Krankheiten und haben eine verkürzte Lebensdauer. Daran kann und möchte ich nichts positiv sehen.
Was mir stattdessen wichtiger ist? Gesundheit. Niemand sollte seine mentale Gesundheit für seine körperliche Gesundheit opfern, aber das soll auch nicht umgekehrt gelten. Wer sich selbst durch sein Übergewicht krank macht, sollte meiner Meinung nach sein Gewicht reduzieren. Das muss nicht heißen, dass man danach Modelmaße haben muss. Aber das eigene Gewicht so weit reduzieren, dass man gesund ist, sollte doch im Interesse aller sein. Und gesund sein kann man mit vielen verschiedenen Kleidergrößen.

Bildquellen: barnimages.com,  Loving Earth via Visual hunt / CC BY-NC-SA

Dienstag, 18. April 2017

Lieblingsstücke Frühjahr 2017

Ein Viertel des Jahres ist schon um, da wird es wohl Zeit für einen neuen Lieblingsstücke-Post nicht
wahr? Natürlich habe ich wieder fleißig für euch gesammelt und bin gespannt, ob euch meine Lieblingsstücke vielleicht auch gefallen.

Rituals Chakra Oil (Indian Rose & Sweet Almond)


Das Öl habe ich letztes Jahr zum Geburtstag bekommen, aber im Sommer hatte ich noch nicht wirklich Lust es zu benutzen, da mir Öl dann zu schwer ist. Im Winter habe ich es auch nicht wirklich benutzt, aber jetzt. Denn das Öl zieht nicht nur viel schneller ein, als ich dachte, es riecht auch unglaublich. Auf der Verpackung steht, dass die Indische Rose beruhigend wirkt und das kann ich nur bestätigen - ich liebe es, das Öl direkt vor dem Schlafen gehen aufzutragen!

Kingdom Builder*


Wir haben das Spiel bei Herrn Kürbis' Eltern entdeckt und es mach total viel Spaß. Strategiespiele sind eigentlich nicht so unbedingt meins (mit Risiko kann man mich jagen). Aber hier hat es mir Spaß gemacht, mich kontinuierlich zu verbessern und Herrn Kürbis nicht immer gewinnen zu lassen. Schön daran finde ich auch, dass die Missionen und Karten jedes Mal neu geordnet werden, sodass ein Spiel nie dem anderen gleicht und man sich immer verschieden Strategien überlegen muss!
Die beiden Erweiterungen Crossroads und Nomads sind übrigens auch zu empfehlen und bieten noch mal ganz viele weitere Variationen!

Der Sternenschild (Die Legenden von Andor)*


Andor besitze ich schon eine Weile und wenn man sich einmal in das Spiel eingefuchst hat, macht es super viel Spaß. Mittlerweile hatten wir die Legenden jedoch alle durch (wenngleich auch noch nicht alle gewonnen, das kommt noch) und es wurde langweilig. Mit dem Sternenschild bekommt man jedoch eine weitere Fülle an Legenden, da hier verschiedene Legenden miteinander kombiniert werden können. Auch diese Vielfalt ist super. Andor gefällt mir sowieso sehr, da man nicht gegeneinander sondern gemeinsam spielt.

How to get away with murder


Meine neue Serie, die ich im Moment suchte. Leider gibt es ja erst zwei Staffeln (gut, dass ich so viel unterwegs war, seit ich die Serie entdeckt habe). Nichtsdestotrotz ist der Plot total spannend und die Charaktere werden immer verworrener, je länger man die Serie verfolgt. Einziges Manko für mich: Die starken Frauen werden eigentlich immer manipulativ, rücksichtslos und egoistisch gezeigt - das hat für mich nichts mit Gleichstellung zu tun.

 

Ananas


Ich liebe Ananas im Moment so sehr! Ich könnte die praktisch täglich essen, was leider dadurch verhindert wird, dass Ananas für mein Budget doch etwas teuer ist (über die Klimabilanz denke ich gerade nicht nach). Zudem Ist es so furchtbar aufwendig, die Ananas zu zerlegen - von diesen Ananas-Schneidern habe ich schon gehört, ich besitze jedoch nur ein scharfes Messer. Nun ja, vielleicht ist es ganz gut so, damit diese Sucht nicht eskaliert!

Ein ganzes halbes Jahr (Jojo Moyens)*


Das Buch ist schon ewig in den Bestsellerlisten (oder mittlerweile wieder hinaus?). Aber ich habe es eben erst jetzt gelesen und kann es nur empfehlen. Natürlich ist es keine anspruchsvolle Literatur und eher für Freunde von Romantik und Herzschmerz gedacht, aber mir hat es unglaublich gut gefallen. Am Ende musste ich sogar richtig weinen!

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Sonntag, 16. April 2017

April: Religion

Vielleicht ist dieses Thema in der Bloggerwelt nicht ganz so beliebt - vielleicht verfolge ich aber auch die falschen Blogger ;) Nichtsdestotrotz bitte ich euch, an dieser Stelle fair zu sein und ein besonderes Fingerspitzengefühl zu beweisen. Wenn euch Religion und Spiritualität nicht interessieren, ist das für mich völlig okay, dann ignoriert diesen Post aber gerne einfach. Ansonsten seid ihr herzlich eingeladen weiterzulesen und zu kommentieren!

Ich wurde von meinen Eltern christlich-evangelisch erzogen und habe mir das auch im Gegensatz zu vielen über meine Jugend hinweg bewahrt. Ich lebe im festen Glauben an Gott und mir gibt das sehr viel Halt. Leider bin ich in der Ausübung meiner Religiösität nicht ganz so beständig und schaffe es seltener in Gottesdienste, als mir lieb ist. Den April habe ich ganz bewusst für dieses Thema ausgewählt, da Ostern dieses Jahr hier stattfindet. Eines der wichtigsten Feste der christlichen Religion verdient, dass ich mich in diesem Monat besonders mit diesem Thema beschäftige!

In einen Gottesdienst gehen


Das sollte angesichts von Ostern nicht allzu schwer werden.  Allerdings muss ich noch herausfinden, ob ich in einen evangelischen oder katholischen Gottesdienst gehe. Herr Kürbis ist nämlich katholisch und ich weiß, dass ihm gerade die Messen in der Karwoche sehr wichtig sind. Mal sehen, ob ich es im April zusätzlich in einen evangelischen Gottesdienst schaffe.

Eine Taizé-Andacht besuchen


Das könnte genau wegen Ostern schwierig werden. In der Nähe findet regelmäßig eine Taizé-Andacht statt, allerdings wäre die im April an Karfreitag und fällt somit aus. Ob es weitere Taizé-Andachten gibt, muss ich mal her
ausfinden.

In der Bibel lesen


Ziemlich klassisch, nicht wahr? Allerdings muss ich mir noch überlegen, ob ich dazu mit einem gezielten Leseprogramm zu einem Thema o.ä. arbeite oder individuell lese.

Ein theologisches Buch lesen


Das könnte mit am schwierigsten werden, denn ich habe keine Ahnung, welches Buch ich da lesen sollte. Eventuell werde ich einfach mal in die Buchhandlung marschieren und ein bisschen schmökern.

Seid ihr religiös oder spirituell? Wie integriert ihr das in euren Alltag?

Mittwoch, 12. April 2017

Introvertiertheit - wenn Menschen anstregend werden

Ich finde Menschen anstrengend. So, da ist es raus. Und ich meine dieses Statement auch in seiner allumfassenden Generalisierung. Ich finde Menschen anstregend, auch Familienmitglieder, auch meinen Freund, auch andere Freunde. Noch anstrengender sind für mich Kommilitonen, meine Nachhilfeschüler oder Bekannte. Und am allerschlimmsten sind fremde Menschen.
Ich meine mit dem Satz auch nicht nur, dass die Leute mich nerven, weil sie nicht auf einer Wellenlänge mit mir sind. Sie strengen mich wirklich körperlich an. Ich kann mich schlechter konzentrieren, brauche mehr Schlaf und bin nicht so leistungsfähig wie sonst. Nach ein paar Tagen mit vielen Menschen möchte ich mich nur in meine Wohnung verkriechen und ein paar Wochen dort für mich allein bleiben.

Ich bin introvertiert - für mich war das eine wichtige Erkenntnis. Als Introvertierte bezeichnet man Menschen, die es Energie kostet, mit anderen Menschen zusammen zu sein - im Gegensatz zu Extrovertierten, die daraus ihre Energie ziehen und das Treffen mit anderen Menschen sogar brauchen. Introvertierte werden häufig als still oder zurückhaltend beschrieben, sind dabei jedoch nicht schüchtern. Viele Introvertierte können auch nicht jeden Tag zu sozialen Events gehen und sind schlecht darin, Freundschaften zu pflegen. Das liegt jedoch nicht an mangelndem Interesse, sondern viel mehr daran, dass sie im Kontakt mit anderen Menschen ständig Hemmungen überwinden müssen und sie das enorm anstrengt. Als Ausgleich brauchen Introvertierte viel Zeit für sich und ziehen sich gern an ruhige Orte zurück. Im sozialen Bereich suchen sie zwar durchaus den Kontakt zu anderen, fühlen sich auf riesigen Partys und in Menschenmassen jedoch nicht wohl und bevorzugen kleinere Gruppen.

Vielleicht habt ihr das alles schon einmal gehört und denkt euch, dass dieser Artikel euch kaum neues Wissen bringt. Ich möchte jedoch zusätzlich zu dem Wissen meine Erfahrungen mit euch teilen. Vielleicht findet ihr die ein oder andere Strategie, die ich für mich gefunden habe, hilfreich und könnt so besser mit eurer Introvertiertheit umgehen.
  • Plant euch Ruhezeiten ein. Ich weiß selbst, wie schwierig es auf großen Events ist, wenn man eigentlich nichts verpassen will. Doch für euer Wohlbefinden ist es wichtig, dass ihr euch diese Pausen nehmt und zugesteht. Ich stehe beispielsweise gern früher auf und mache eine Runde Sport - es kommt selten vor, dass ich dabei von anderen gestört werde. Manchmal hilft es auch, sich bewusst 10 Minuten in der Mittagszeit oder in einer Pause zu nehmen, um allein einen Gang runterzuschalten - schlimmstenfalls auf dem Klo, wenn das der einzige Ort ist, auf dem ihr allein seid.
  • Sucht euch extrovertierte Freunde. Das mag im ersten Moment kontraintuitiv sein, aber ich persönlich profitiere sehr davon. Mir wird nämlich die Last genommen, mich um regelmäßige Treffen kümmern zu müssen oder die Freundschaften zu pflegen. Wenn ich nicht den ersten Schritt tun muss, ist es für mich viel leichter, mit Menschen umzugehen. Allerdings...
  • Lernt, "nein" zu sagen. Ich hasse dieses Gefühl selbst: Für die ganze Woche steht ein tolles Programm, aber alles was ich will, ist, auf meinem Sofa zu liegen und Serien zu gucken. Da hilft nur auszusieben. Natürlich kann es manchmal wehtun, wenn man anderen absagen muss, aber dann muss man Priorisierungen lernen ("Diese Woche sage ich A für B ab, dafür nächstes mal dann anders herum."). Manchmal muss man vielleicht auch gar nicht alles absagen, sondern einfach nur weniger Zeit dort verbringen, also früher gehen oder später kommen.
  • Schafft euren "happy place". Bevor ich das Konzept der Intro-/Extrovertiertheit kennen gelernt habe, konnte ich einfach nicht verstehen, warum mich Kontakte mit Menschen so sehr anstrengen. Inzwischen achte ich darauf, anstrengende Kontakte mit Ruhe auszugleichen. Dabei weiß ich, dass das Fitness-Studio kein geeigneter Ort, ist, obwohl mir Sport grundsätzlich Spaß macht. Wirkliche Ruhe finde ich jedoch nur in meiner Wohnung, die ich mir genau zu diesem Zweck gemütlich eingerichtet habe.
  • Seid offen. Gerade extrovertierten Menschen fällt es häufig schwer zu verstehen, warum eine Situation so anstrengend ist. Seid offen zu den Menschen und erklärt ihnen, wie ihr euch fühlt. Meine Freunde wissen, dass ich sie sehr gern habe, aber es mir oft schwer fällt, Kontakt zu halten und mich für Treffen zu motivieren. Sie nehmen es mir nicht böse, wenn ich manchmal absage, wissen jedoch, dass sie mich nach drei Absagen hintereinander zum nächsten Treffen "zwingen" sollen.
Bildquellen: katiaromanova (CC BY-ND), quinn.anya (CC BY-SA)via Visual Hunt

Dienstag, 11. April 2017

So entgehst du der Supermarktfalle

Gesunde Ernährung scheint zunächst einmal einfach: Viel Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte, ab und zu Fleisch, Fisch oder Eier. In der Praxis sieht es für die meisten deutlich schwieriger aus. Da wartet doch noch ein Schokopudding im Kühlschrank oder die Zutaten für den Salat sind nicht eingekauft - da muss man wohl doch eine Pizza bestellen. Gesunde Ernährung startet also nicht etwa zuhause, sondern im Supermarkt. Nur wollen die Supermärkte und Nahrungsproduzenten nicht wirklich, dass wir gesunde Produkte kaufen. Für sie bringt es am meisten Gewinn, wenn wir billig produzierbare verarbeitete Produkte kaufen und am besten möglichst viele davon. Entsprechend sind die Supermärkte aufgebaut und strukturieren ihre Angebote. Wer sich jedoch gesund ernähren will und sich keinen Einkauf im Bioladen leisten kann, muss deshalb genau aufpassen. In den letzten Jahren konnte ich jedoch einige Tricks sammeln und ich hoffe, dass sie euch auch helfen!

Prinzipiell sind Angebote natürlich nichts Schlechtes. Denn häufig sind auch frische Produkte im Angebot. Wenn man jedoch auf der Suche nach solchen Angeboten den Supermarkt  betritt, schaltet man oft in den generellen "Schnäppchen-Modus" und auch ungewünschte Produkte landen im Einkaufswagen. Deshalb versuche ich immer schon vorher herauszufinden, welche Angebote es gerade gibt. Dazu gibt es mittlerweile auch Apps oder Online-Prospekte, sodass ihr nicht mehr auf die Werbeeinwürfe. Die günstigen Lebensmittel integriere ich dann einfach in meinen Essensplan für die nächste Woche und so landen sie schließlich auch auf meiner Einkaufsliste. Im Supermarkt selbst gehe ich dann nur noch nach dieser Liste und weiß, dass ich alle für mich relevanten Angebote bereits abgegrast habe.


Ein weiterer Trick von mir ist, so wenig Zeit wie möglich im Supermarkt zu verbringen. Werbungen und Angebote sind heutzutage so gut gestaltet, dass es enorm schwierig ist, sich davon loszumachen. Je weniger Zeit man jedoch im Supermarkt verbringt, desto weniger Möglichkeiten hat die Werbung, einen zu beeinflussen. Dazu gehört für mich erst einmal gute Vorbereitung, sprich ein Einkaufszettel. Wenn man genau weiß, was man will, muss man auch nicht ziellos an den Regalen vorbeilaufen, nur um besonders attraktive Angebote oder leckere, ungesunde Lebensmittel zu entdecken.
Wer diesen Punkt weitertreiben will, kann auch aus jedem Supermarktgang einen Wettlauf machen: Einfach die Stoppuhr auf dem Handy starten, wenn ihr den Supermarkt betretet und nach dem Verlassen beenden. Wie lang braucht ihr für einen typischen Supermarktbesuch? Könnt ihr die Zeit unterbieten? Wo könnt ihr noch schneller sein?

Außerdem versuche ich, dem Supermarkt nicht meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Ich finde nämlich einkaufen ziemlich langweilig. Um es wenigstens ein wenig interessanter zu gestalten, lese ich dann oft irgendwelche Schilder und finde so allzu schnell ganz tolle Angebote, die ich natürlich haben muss.
Die Alternative dazu ist, dass ich meinen Kopf irgendwie anders beschäftige. Für mich hat es sich dazu am besten bewährt, wenn ich während des Einkaufens Podcasts höre. Ganz selten kommt es zwar dann dazu, dass im Podcast von einem leckeren Essen vorgeschwärmt wird und ich meine bisherigen Pläne über den Haufen werfe, aber meistens lenkt der Podcast mich genug ab, dass ich nicht mehr mache, als die Lebensmittel von meiner Einkaufsliste in meinen Einkaufswagen zu tun. Alternativ kann man natürlich auch Musik hören. Wer sich stark herausfordern will, kann auch versuchen, die Einkaufsliste vorher auswendig zu lernen - dann solltet ihr aber ziemlich gut darin sein, um nichts von eurer Liste zu vergessen!

Was sind eure Tricks, um der Supermarktfalle zu entgehen?

Bildquellen: 1Flatworld (CC BY-NC-ND),  Caden Crawford (CC BY-ND) via VisualHunt

Sonntag, 9. April 2017

Jeder wird hier zum Mann - sogar du! Frauen in der Fitnesswelt

Erst mal gibt es eine Runde Gummipunkte für die Leute, die das Zitat erkannt haben - Mulan gehört einfach zu meinen absolut liebsten Disneyfilmen. Ich kann euch gar nicht so recht sagen, woher diese Begeisterung ursprünglich kam. Inzwischen mag ich Mulan aber unter anderem deshalb, weil sie in eine Männerdomäne einbricht, ohne sich über die Tragweite ihrer Handlung bewusst zu sein. Ohne sich große Gedanken zu machen tritt sie den Soldaten bei, die damals wie heute wohl als Archetypus des archaischen Mannesbild gelten. Und auch wenn sich Mulan anfangs schwer tut - letztlich schafft sie es ihre körperlichen Fähigkeiten den Männern weitestgehend anzupassen (wir reden jetzt nicht davon, dass sie diese Karriere am Ende für die Hochzeit mit dem asiatische Prinz Charming aufgibt).

Was ich mit dieser langatmigen Einführung sagen will: Letztlich gibt es keinen Grund, warum wir Frauen nicht dasselbe leisten sollten wie Männer. Natürlich wird ein Mann biologisch gesehen beim Sport immer den Vorteil haben, dass Männer genetisch bedingt mehr Muskelmasse haben und aufbauen können. Nichtsdestotrotz gibt es keinen Grund, dass sich die Trainingsarten von Männern und Frauen unterscheiden müssen.
Die Realität sieht mal wieder ganz anders aus. Männer arbeiten mit schweren Hanteln und dominieren die Kraftmaschinen, an denen sie sich gegenseitig mit Gewicht übertrumpfen. Frauen machen Yoga, Pilates und Zumba und dürfen dabei vielleicht mal die bunten Leichtgewicht-Hanteln angucken - nicht mehr, sonst bekommen sie Schwarzenegger-Arme. Das mag jetzt vielleicht überspitzt und klischeehaft klingen, doch den wahren Kern beobachte ich seit fast zwei Jahren im Fitness-Studio mit zunehmender Wut.

Natürlich beginnt dieser Kreislauf mal wieder mit den Vorschriften, die unsere Gesellschaft uns zu unserem Aussehen macht. Männer dürfen wahre Muskelberge aufbauen, ja, eigentlich ist kein Mann ein richtiger Mann, der nicht über ein Sixpack verfügt und mit seinen riesigen Oberarmen in kein Hemd passt. Frauen, auf der anderen Seite, sollen vor allem schlank sein und ihre natürlichen Kurven dabei behalten (auch so ein Thema, das ich dieses Mal nicht ansprechen möchte). Ein Frauenkörper darf Muskeln andeuten - aber mehr auch bitte nicht.
Um einen solchen Körper zu erreichen, ist die Aufteilung der Sportarten tatsächlich sinnvoll, so wie ich sie oben beschrieben habe: Intensives Krafttraining bringt Männern die gewünschte Muskelmasse, ein schlanker Körper mit leicht definierten Muskeln entsteht eher durch viel Cardio und etwas leichtem Krafttraining.

Es gibt sicherlich Frauen, die völlig damit zufrieden sind, nur Cardio zu machen und ab und zu in den Bunte-Hantel-Kurs zu gehen. Diese will ich auch gar nicht angreifen, denn letztlich ist das wichtige beim Sport ja, dass man in Bewegung bleibt und Spaß hat.
Ich wünsche mir viel mehr auch eine Akzeptanz für das Gegenteil. Ich möchte nicht von Männern überrascht angeguckt werden, weil ich lieber zur großen Langhantel greife. Ich möchte nicht das Gefühl haben, dass Frauen mich komisch angucken, weil ich lieber ordentlich Muskeln aufbaue, statt Stunden auf dem Laufband zu verbringen.
Jedes Körperbild ist letztlich in Ordnung, so lange es dem Körper keinen Schaden zufügt. Dazu gehören auch muskulöse Frauenkörper. Ja, Frauenkörper. Denn zum Mann wird eine Frau durch Krafttraining mit Sicherheit nicht.

Ist euch schon mal etwas Ähnliches im Fitnessstudio begegnet? Wie sieht euer Körperideal aus?

Photo credit: Your Mildura Lifestyle via VisualHunt.com /  CC BY

Mittwoch, 5. April 2017

Bücherwurm: Fettlogik überwinden

Bücherwurm
"Unter 1.500 kcal darf man auf gar keinen Fall essen!" "Wer zu lange Diät hält, bekommt einen Hungerstoffwechsel!" "Mit dem Alter nimmt man sowieso zu, da kann man nichts dran machen." Solche und ähnliche Aussagen habt ihr bestimmt schon mal gehört oder - zu meiner Schande - manchmal auf diesem Blog gelesen. Aber woher stammen diese "Weisheiten" eigentlich und wie fundiert sind sie? Als Nadja Hermann mit dem Abnehmen begann, wuchs auch ihr Interesse an wissenschaftlichen Fakten rund um das Thema Abnehmen. Dabei kam sie zu erstaunlichen Erkenntnissen, die viele gängige Weisheiten, so genannten "Fettlogiken", über den Haufen warfen. Gesammelt präsentiert sie diese Fettlogiken und die entsprechenden Gegenargumente im Buch "Fettlogik überwinden".

Wissenschaftliche Fakten


Auch wenn ich mittlerweile nur noch mit sprachlichem und geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt studiere, finde ich in den Naturwissenschaften noch immer "harte Fakten", die in Studien bewiesen wurden, wichtig. Genau diese Fakten präsentiert die Autorin. Sie beweist dabei ein erstaunliches Fachwissen in einem breiten Spektrum rund um das Thema Abnehmen, Körper und Sport. Ebenfalls positiv - anders als die vielen Halbwahrheiten und Mythen, die Zeitschriften und Blogs verbreiten, werden wissenschaftliche Studien und Aufsätze zitiert, die man im Zweifelsfall selbst nachlesen könnte. Benötigt wird das aber nicht, denn Nadja Hermann gibt die Studien ausführlich und leicht verständlich wieder.

Schluss mit Mythen


Wie schon eingangs erwähnt gibt es durchaus einige Fettlogiken, an die ich selbst auch geglaubt habe. Ich war vor dem Lesen Verfechterin des Hungerstoffwechsels und habe geglaubt, dass eine zu niedrige Kalorienzufuhr am Tag ungesund wäre. Jetzt muss ich jedoch zugeben, dass diese Fettlogiken tatsächlich falsch sind. Prinzipiell funktioniert eine Abnahme nur dann, wenn man dem Körper weniger Kalorien zuführt, als er verbraucht. Wenn diese Zufuhr drastisch gedrosselt wird (und zwar egal, ob durch Kalorienzählen, low carb, Rohkost usw.), nimmt der Körper schneller ab, ohne dadurch seinen Stoffwechsel zu verändern oder langfristige Schäden zu nehmen (vorausgesetzt natürlich die körperliche Gesundheit und ärztliche Kontrolle).

Motivation zur Abnahme


Abgesehen von der Widerlegung der Mythen liegt es Hermann - auch und insbesondere als ehemals Übergewichtige - vor allem am Herzen, andere Übergewichtige zum Abnehmen zu motivieren. Sie zeigt die Nachteile von Übergewicht auf und widerlegt gängige Ausreden ("Ich habe nur schwere Knochen", "Mein Körper ist überhaupt nicht für Normalgewicht geschaffen"). Obwohl das Buch dabei durchaus radikale Botschaften vertritt, werden diese angenehm neutral und vor allem wissenschaftlich belegt hervorgebracht, sodass vernünftig Denkende kaum Gegenargumente haben dürften.

Meiner Meinung (und der Intention der Autorin nach) ist "Fettlogik überwinden" für alle Gewichtsklassen geeignet. Es zeigt viele naturwissenschaftliche Phänomene rund um das Thema Abnehmen für Laien einfach aufbereitet auf. Obwohl ich mich schon so lange mit diesem Thema beschäftige, konnte ich viel Neues lernen - so viel, dass ich sogar die Kritik am Intuitiven Essen im Buch verzeihen kann.

"Fettlogik überwinden" erschien 2016 im Ullstein-Taschenbuch-Verlag.

Kennt ihr das Buch schon? Wie hat es euch gefallen? An welche Fettlogiken habt ihr geglaubt?

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