Dienstag, 31. Januar 2017

Rückblick KW 4: Get shit done

In den letzten Wochen habe ich mich öfter schon mal beschwert, dass ich so wenig zu tun hätte und planlos zuhause abhängen würde, oder? Tja, diese Woche war das definitiv nicht der Fall. Ich war ziemlich viel mit meinem Ehrenamt unterwegs (mehrere Termine, Vorbereitungen und das ganze Wochenende). Da muss man dann schon ein bisschen planen, wie man Sport, gesunde Ernährung, Entspannung und Lernen noch dazu kriegt!
Aber ich überrasche mich ja in letzter Zeit immer wieder selbst. Nachdem ich zum ersten Mal seit unzähligen Versuchen jetzt regelmäßig eine To-Do-Liste führe, hat es mir diese Woche zusätzlich geholfen, dass ich einen Wochenplan erstellt habe, wo ich die To-Dos auf die einzelnen Tage verteilt habe. Mir passiert es nämlich schon mal öfter, dass ich mir ein bis zwei Tage total den Stress mache und dann wieder nichts zu tun ist, weil ich ja alles schon erledigt habe. So konnte ich diese Woche alles Nötige erledigen und sogar noch ein bisschen entspannen.

Essen

Frühstück


Ich hatte ja immer noch die Pudding-Oats zum Aufbrauchen, von denen ich alles andere als begeistert war. Gleichzeitig hatte ich aber auch noch ganz viel Mohnzucker in meinen Vorräten. Das kriegt man immer zu Germknödeln und meine Mama kauft die schon mal tiefgekühlt. Da sie weiß, wie gern ich diese Mohnzuckermischung mag, gibt sie mir immer die Reste. Bisher wusste ich nur nie, was ich damit anfangen sollte!
Um den Zuckerschock ein bisschen auszugleichen, gab es nebenbei immer ein bisschen Obst.
Brot mit Frischkäse und Marmelade, Schokoplättchen und Erdnussbutter, dazu Rühreier und Mango. Lecker!
Smoothies sind aber auch unschlagbar. In diesem waren Apfel, Banane, Spinat, Joghurt, Supergreens und Zimt. dazu gab es Brot mit Frischkäse und Marmelade und Schokoplättchen.

Mittagessen
 Der Kichererbsen-Hähnchen-Eintopf vom Rezept am Freitag.
Kürbis-Frittata mit Brot und Margarine. Die Frittata war wirklich sehr lecker, sie hat mich nur leider überhaupt nicht ausreichend satt gemacht...
Die Romesco-Kichererbsen mit Reis gab es auch noch mal, da hatte ich nämlich noch eine Portion eingefroren.

Abendessen
Der Plan war, Brot zu toasten und mit Avocado und Hähnchenbrust oder Käse mit Ei zu essen. Dazu der Möhrensalat. In der Praxis habe ich zwar die Brote gegessen, die Eier aber erst später und den Salat habe ich gar nicht geschafft. Passiert.
Der weitere Nachteil an den Puddingoats war übrigens, dass sie mich kaum satt gemacht haben. Bei einem Termin musste ich mir deshalb ein Brötchen kaufen und habe dann zuhause immerhin noch die Vitamine hinterher geschmissen: Möhrensalat und Smoothie (Banane, Joghurt, Super Greens, Erdnussbutter, Maca-Pulver)
Smoothie aus TK-Erdbeeren, Apfel, Ingwer, Joghurt, Supergreens, Spinat und dazu ein Brot mit Putenbrust.

Sport
  • Montag: Sh'bam, 45 Minuten
  • Dienstag: Krafttraining, 40 Minuten
  • Mittwoch: Zumba, 60 Minuten
  • Donnerstag: REST
  • Freitag: Freeletic, Athena x2, 25 Minuten
  • Samstag: REST
  • Sonntag:Yoga, Hatha Yoga Flow Free Vinyasa Yoga class With Fightmaster Yoga, 46 Minuten

Sonntag, 29. Januar 2017

Rückblick Januar: Selbstliebe, Kalorien, Adding not substracting

Nachdem ich dieses Jahr ja in ein etwas größeres Experiment gestartet bin, möchte ich gerne auch monatliche Rückblicke dazu schreiben. Also müsst ihr jetzt noch ein bisschen mehr über das Thema Ordnung lesen, bevor es nächsten Monat dann um Beziehungen gehen wird.

Für mich ist Ordnung generell kein Problem. Ich habe nach vier Jahren in meiner eigenen Wohnung ein ziemlich gutes Ordnungssystem. Allerdings stehen immer mal wieder größere Projekte an, die koordiniert werden müssen. Und ja, ich drücke mich gern davor. Wer macht schon gern einen Frühjahrsputz oder räumt seine Wohnung um? Aber eigentlich sind diese Experimente nie so schlimm, wie man sie sich vorstellt. Ich denke, dass ich auch diesem Monat mitnehmen werde, dass ich generell weniger über solche Dinge nachdenken sollte. Es wird ja nicht einfacher dadurch, dass man sich etwas als ganz schlimm vorstellt. Die wahre Schwierigkeit sieht man eh erst, wenn man die Aufgabe erledigt hat.
  • Die Wohnung habe ich aufgeräumt und geputzt und dabei verschiedene Ecken berücksichtigt, die ich sonst nicht unbedingt putze. Die Fenster habe ich leider nicht mehr geschafft. Das lag aber auch daran, dass ich buchstäblich den halben Monat krank war und dann nicht noch bei Eiseskälte draußen rumturnen wollte.
  • Dafür habe ich meine Wohnung umgeräumt und so (nach ganz viel Chaos) tatsächlich mehr Platz für Ordnung geschaffen. Das Ergebnis gefällt mir jedenfalls gut und hat auch meine Kreativität insofern angeregt, als dass ich die Wohnung jetzt weiter umgestalten möchte.
  • Meinen Kleiderschrank habe ich ebenfalls aufgeräumt. Von dem reinen Platz her bin ich mit Marie Kondos Faltweise noch nicht so überzeugt, aber ich werde jetzt vor allem darauf achten, wie ordentlich die Klamotten dann bleiben.
  • Den PC habe ich leider kaum geschafft. Hier stand für mich diesen Monat dann tatsächlich mehr Arbeiten als Aufräumen auf dem Programm, wenn ich den PC hochgefahren hatte.
  • Mein Jahr geplant... Na ja, ich kann behaupten, dass mein Jahr ganz schön durchgeplant ist, aber das liegt eher daran, dass insgesamt einfach viele Termine anstehen bzw. feststehen. Das Schreiben und Bloggen konnte ich noch gar nicht angehen.

Ich will natürlich aber auch nicht die eigentliche Struktur dieser Posts zerstören. Deshalb kommen hier noch mal meine liebsten Posts aus diesem Monat.

  • Für gute Vorsätze ist es nie zu spät, für die positive Wahrnehmung des Körpers auch nicht. Warum nehmt ihr euch also nicht vor, euren Körper 2017 mehr zu schätzen? Weiterlesen könnt ihr bei Avocado A Day
  • Das Thema Kalorien zählen ist ja ein Dauerbrenner. Einen sehr umfassenden Artikel darüber findet ihr bei Marathon Fitness.
  • Ich mag das Konzept "Adding not substracting". Es ist viel einfacher, eine gesunde Angewohnheit hinzuzufügen als eine ungesunde aufzugeben. Tipps dazu hat Anne von fannetastic foods.
  • Ich versuche immer, meinen Zuckerkonsum so weit wie möglich zu senken. Warum ihr das auch tun solltet und Tipps dazu findet ihr bei beVegt.
  • Mich beschäftigt gerade sehr, inwiefern sich meine Freundschaften verändern oder verändert haben. Sehr hilfreich fand ich dazu Whitneys Post auf sometimes, always, never.
  • Ich kenne Cravings ziemlich gut und habe lange gebraucht, um damit umzugehen. Eine überraschende Antwort auf Cravings findet ihr bei Avocado A Day.




Freitag, 27. Januar 2017

Kichererbsen-Hähnchen-Eintopf

Jetzt wo es so kalt ist, koche ich super gern Suppen. Die wärmen einfach von innen am besten auf. Ein Wohlfühlgericht bei diesem Wetter ist für mich deshalb Chili con carne. Der vollmundige Geschmack, das Nachbrennen der Chilis, die verschiedenen Konsistenzen der Zutaten...
Aber auch das beste Chili ist nur so lange gut, bis man es zu oft gekocht hat. Zum Glück habe ich in diesem Eintopf einen würdigen Ersatz gefunden. Die Grundzutaten Tomate, Zwiebel und Bohnen sind gleich, aber statt Hackfleisch nimmt man Hähnchenminutensteaks und auch um Gemüse wird nicht viel Bohei gemacht (wer will kann natürlich noch mehr hinzufügen). Alles in allem eine ziemlich gute Alternative, insbesondere da die Gewürzrichtung eher in den Mittleren Osten führt.

Für zwei Portionen:
  • 400g Hähnchenminutensteaks
  • 1 Dose Kichererbsen, entwässert
  • 1 Dose Tomaten in der Dose
  • 400ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chili
  • 1 TL Harissa
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • Öl zum Anbraten
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • Evtl. 1 Avocado zum Servieren
Das Fleisch abwaschen, trocken tupfen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Chili putzen und fein hacken. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse mit dem Fleisch darin dünsten. Mit der Gemüsebrühe und den Tomaten ablöschen, die Gewürze hinzugeben und für ungefähr 10 Minuten köcheln lassen, dann abschmecken.
Mit einer Avocado und Brot oder Reis servieren. Guten Appetit!

Mittwoch, 25. Januar 2017

Meine 5 Tricks für geordnetes Chaos

Ich glaube, wenn der Aufräum-Guru Marie Kondo in meine Wohnung käme, würde sie die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ich bin zwar kein Messie, aber doch eine Sammlerin. Meine Umzüge in den letzten Jahren haben mir gezeigt, wie viel Zeug ich insgesamt habe. Unmengen. Dazu muss ich sagen, dass ich mich von allen "unwichtigen" Gegenständen bereits getrennt habe. Die Gegenstände, die ich besitze, erinnern mich an schöne Begebenheiten (Geschenke, Souvenirs), bringen mir Freude (Bücher, Bastel-& Nähzeug, Kosmetik) oder sind nützlich.
Obwohl ich für studentische Verhältnisse eine relativ große Wohnung habe, ist es mit mehr Zeug natürlich schwerer, Ordnung zu halten. Mittlerweile habe ich jedoch ein ziemlich gutes Konzept für mich gefunden.
  1. Plätze: Jeder Gegenstand bei mir hat seinen Platz. Das sind nicht nur die Inhalte meiner Geschirrschränke oder der Schreibtischschubladen. Auch Deko, Stifte, Haargummis, Kleingeld usw. hat in meiner Wohnung seinen Platz. Wenn ich Ordnung schaffe, stopfe ich deshalb nicht wahllos Gegenstände in Schubladen und Schränke, sondern räume sie zurück an ihren Platz (wo ich sie dann auch schneller wiederfinde).
  2. Immer ein Teil: Immer wenn ich eine Hand frei habe, räume ich bei Wegen durch meine Wohnung etwas an seinen Platz zurück. Nach einer Weile funktioniert das ganz automatisch und verhindert lange Aufräumsessions.
  3. Boxen und Kisten: Auch wenn hinter einer Ordnung theoretisch ein System liegt, kann es für den Außenstehenden schnell unaufgeräumt wirken. Kleinzeug wie Bastelsachen, Stoffe, Zeitschriften, Sportequipment (Yogablock, elastisches Band...) bewahre ich deshalb in Kisten und Boxen auf. Die sehen von außen schön aus (ich nehme gern Boxen von Ikea oder TK Maxx), schützen vor Staub und Dreck und schaffen gleichzeitig Ordnung. Außerdem hat man zusammen gehörende Sachen dann immer am selben Platz.
  4. Raum nutzen: Meine Wohnung ist in einem Altbau, sodass ich über drei Meter hohe Decken habe. Diesen Platz nach oben nutze ich sinnvoll aus. Zum einen habe ich extra hohe Möbel, zum anderen stapeln sich die eben genannten Boxen auf den Schränken, was aber durch die Boxen weniger unordentlich aussieht.
  5. Raumteiler: Hier ist mir kein besseres Wort eingefallen, dabei meine ich nicht die klassischen Raumteiler, sondern Dosen und Boxen, mit denen man Ordnung in Schränken und Schubladen schaffen kann. In meinem Kleiderschrank fliegen Socken und co. dadurch nicht einfach so herum, sondern sind immer in einer Kiste. Damit kann ich auch die volle Tiefe des Kleiderschranks nutzen, da ich einfach die ganze Box hervorholen kann (Einzelteile zu verrücken macht immer mehr Unordnung).
Ihr seht also, mein Trick ist nicht, meine Wohnung durch wenig Besitztümer ordentlich zu halten oder ständig alles in Reih und Glied stehen zu haben. Ich mag es, wenn ich Sachen schnell wegräumen kann (das erhöht nämlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich es tatsächlich tue). Durch die Boxen und Kisten sieht es dabei aber auch nicht unordentlich aus und ich finde alles schnell wieder.

Dienstag, 24. Januar 2017

Rückblick KW 3: Zurück in den Rhythmus

So langsam habe ich das Gefühl, als würde ich für dieses Semester meine Routine finden. Schade nur, dass das Semester nicht einmal mehr vier Wochen dauert... Momentan stehen montags und dienstags Unikram und Haushalt an, mittwochs bin ich unterwegs, donnerstags und freitags steht dann der zusätzliche Kram an (Frühlingsputz, Ikea & Möbel aufbauen, Bloggen...).

Nicht so toll war, dass ich mir schon wieder eine Erkältung eingefangen habe (deshalb habe ich auch am Ende der Woche keinen Sport mehr gemacht). Ich war ja erst an Silvester mit Magen-Darm dran und habe dann noch Ewigkeiten mit einer Erkältung gekämpft (war zwar primär ein Schnupfen, aber dennoch ärgerlich). Die letzte halbe Woche war ich gesund und dann kam der nächste Infekt. Vielleicht sollte ich mal eine dieser Immun-Kuren ausprobieren, aber die meisten davon scheinen mir nicht mehr als Multivitamintabletten mit ganz viel Placebo-Effekt zu sein.

Essen

Frühstück
Diese Woche bin ich mit dem Frühstück ziemlich zufrieden. Ich habe Zimtbrötchen selbst gebacken, da hatte ich mal wieder Lust drauf. Den süßen Aufstrich finde ich okay, regelmäßig gibt es den bei mir ja nicht.
Ich versuche momentan, ein bisschen meinen Joghurt-Konsum zu erhöhen, weil ich immer noch nicht komplett über die Magen-Darm-Erkrankung hinweg bin. Außerdem gab es diese Woche Mango - ich liebe Mango!
Rührei esse ich auch immer noch total gern. Und auf Kiwis hatte ich auch wieder Lust.
Der Morgen vor meinem Wocheneinkauf - ich hatte tatsächlich kein Obst mehr!
Brot mit Himbeermarmelade und Schokoplättchen. Dazu gab es einen Smoothie aus Joghurt, TK-Erdbeeren, Spitzkohl, Möhre, Apfel, Super Greens, Maca-Pulver und Zimt. Davon hatte ich ungefähr die doppelte Portion, weil ich einen relativ langen Vormittag hatte und gewappnet sein wollte.
Ich weiß nicht, ob ihr bei Instagram diesen Hype über die Pudding-Oats mitbekommen habt. Ich dachte mir jedenfalls mal, dass man das ja ausprobieren könnte. Tja, also meins ist es definitiv nicht. Mir war der Geschmack zu süß, zu künstlich vanillig. Da war der Apfel zum Vitaminausgleich schon besser.
Am Samstagabend haben wir ein Krimidinner gegeben und waren noch lange mit Aufräumen beschäftigt. Aber am nächsten Morgen gab es dann Frühstück - Chiapudding, Mango und Cashews - im Bett. Das entschädigt wohl für alles!

Mittagessen
Strammer Max, den muss es jede Woche einmal geben. Dazu gab es einen Nudelsalat mit Rucola, getrockneten Tomaten und Aubergine, den Herr Kürbis gemacht hat. Das große Essen gab es übrigens, weil ich direkt davor beim Sport war.
Es geschehen noch Zeichen und Wunder... ich habe einen Salat gegessen! Mit Möhren, Mais, weißen Riesenbohnen und einem Käsebrot.
 Hier noch mal "Zum Mitnehmen".
Gesund-werd-Smoothie (Orange, TK-Erdbeeren, Spitzkohl, Ingwer, Möhre, Maca-Pulver, Zimt, Greens, Joghurt) und ein Käsebrot.

Der Rest ist wohl vorhersehbar... aber ich liebe es so sehr!

Abendessen
Nudeln mit Chili-Thymian-Tofu und Zwiebeln. Mag anderen vielleicht zu trocken sein, für mich war es genau richtig.
 Kichererbsen-Romesco mit Möhren und Reis.
Die restliche Chinesische Nudelsuppe gab es auch noch.
Deviled Chickpeas mit Reis und Spitzkohl. War ganz okay, aber Spitzkohl in der Mikrowelle zu dünsten funktioniert nicht und dadurch war der Kohl teilweise noch recht hart.
Suppe mit Kichererbsen und Hähnchen - die genauen Details erfahrt ihr, sobald ich das Rezept abgetippt habe!
Risotto mit Apfel und Speck. Leider hat man den Apfel kaum herausgeschmeckt und dadurch wurde es ziemlich lahm. Für den Proteinkick habe ich noch Linsen hinzugefügt.

Snack
Diese Woche habe ich einen veganen Schokokuchen gebacken, der supersaftig und lecker war! Als Nachmittagssnack unterwegs gab es noch einen Fruchtbeutel dazu.
Der beste Herr Kürbis hat Avocado-Mousse für mich gemacht! Die gab es dann gleich mit Schokochips, Kakaonibs und viel Zimt.

Sport
  • Montag: Sh'bam, 45 Minuten
  • Dienstag: Krafttraining, 40 Minuten
  • Mittwoch: REST
  • Donnerstag: Krafttraining, 35 Minuten
  • Freitag:REST
  • Samstag: REST
  • Sonntag: REST

Sonntag, 22. Januar 2017

Things I'm afraid to tell you

Unter diesem Titel habe ich in den letzten Tagen einige interessante Blogposts gelesen, bei denen ich überrascht war, wie offen und ehrlich die Blogger zu ihren Lesern waren. Irgendwie hat mich das Thema nicht losgelassen und so möchte ich zwei Themen ansprechen, die mir schon länger auf dem Herzen liegen.

Zum einen wäre da der Datenschutz bzw. meine Identität. Ihr wisst ja, dass ich auf Lehramt studiere und jetzt schon Nachhilfe gebe. Natürlich surfen diese Schüler auch im Internet und ich bin mir relativ sicher, dass ich auch schon von Schülern gegooglet werde. Dieser Blog hier ist zum einen Teil meiner Freizeit, die meine Schüler im Gesamten nichts angeht. Zum anderen öffne ich mich hier teilweise so sehr, dass ich einfach nicht möchte, dass ich mit diesen Themen im normalen Leben direkt konfrontiert werde. Das ist der Grund dafür, dass es hier nie Fotos von meinem Gesicht zu sehen gibt und ich meine privaten Accounts nicht mit dem Blog verknüpfe. Viele Menschen in meinem Leben wissen nicht, dass es diesen Blog überhaupt gibt, genauso wie ich nicht von wildfremden Menschen auf die Themen auf dem Blog angesprochen werden möchte (nicht, dass diese Gefahr auch nur realistisch bestünde, aber ich bin gern übervorsichtig). 

Das andere Thema ist für mich viel tiefgreifender und diese Veröffentlichung ist ein Grund, warum ich den vorherigen Absatz in diesen Post integriert habe. Um es kurz zu halten: Ich habe Depressionen. Zwar habe ich mit dem Verlauf dieser Krankheit relatives "Glück" gehabt und es gab noch nie Tage, an denen ich es nicht aus dem Bett geschafft oder über selbstverletzendes Verhalten nachgedacht habe. Aber die negativen Gedanken holen mich immer wieder ein und werden zu solch reißenden Strudeln, dass ich mich kaum daraus befreien kann. Das ist einer der Gründe, warum ich mich in den letzten Monaten so viel mit Selbstliebe, Stressvermeidung und Positivität beschäftigt habe.
Ich weiß nicht, ob ich diese Erkrankung (und es nichts anderes als ein mentales gebrochenes Bein o.ä., es ist keine Verrücktheit!) jemals besiegen werde und wie mir das gelingt. Ich nehme seit einiger Zeit Antidepressiva und bin seit Ende des letzten Jahres auch in einer Gesprächstherapie.
Ich habe lange überlegt, ob ich dieses wirklich intime Detail über mein Leben mit euch teilen will. Aber es gibt viel zu wenig Menschen, die zu dieser Erkrankung stehen und damit auch viele Vorurteile, Stereotypen und haltlose Vermutungen. Wenn ihr Fragen habt, beantworte ich die euch gern, vielleicht allerdings nicht öffentlich auf dem Blog, sondern per Mail.

Freitag, 20. Januar 2017

Nudelauflauf mit Wurzelgemüse

Ich probiere mich ja unheimlich gern durch die saisonalen Produkte. Nachdem ich mich in den letzten Jahren im Winter an Klassiker wie Sellerie, Rosenkohl und Spitzkohl gewagt habe, kommen jetzt die scheinbar exotischeren Produkte dran. Wobei die Pastinake in diesem Fall ja eigentlich nicht wirklich exotisch ist. Aber bei uns zuhause gab es sie nie und so war das hier mein erster Versuch. Den süßlichen Geschmack fand ich auf jeden Fall interessant, mag das aber nur in Kombination mit einem sehr herzhaften Gericht. Und hier kommt dieser wunderbare Auflauf ins Spiel!

Für zwei sehr große oder drei Portionen:
  • 2 Pastinaken
  • 1/2 Knolle Sellerie
  • 3-4 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Mehl
  • 400ml Milch
  • 300ml Gemüsebrühe
  • 400g Putenfleisch
  • 150g Vollkornnudeln
  • 200g Käse
  • Öl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Chiliflocken
Das Gemüse schälen und in Streifen von ca. 3cm Länge schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen und das Gemüse dort 5-8 Minuten dünsten.
Die Zwiebel abziehen und fein hacken. In einem Topf Öl erhitzen und die Zwiebel darin anbraten. Wenn die Zwiebelstücke durchsichtig sind, das Mehl dazugeben und anschwitzen (Ich habe das auch schon mit Vollkornmehl versucht, das misslingt aber immer. Wenn ihr kein Weizenmehl benutzen wollt, könnt ihr die Sauce statt mit einer Mehlschwitze auch mit Kartoffelstärke abbinden). Milch und Brühe unter Rühren dazu geben und die Sauce aufkochen und eindicken lassen. Die Sauce mit den Gewürzen abschmecken.
Das gedünstete Wurzelgemüse, Fleisch und Nudeln in eine Auflaufform geben. Die Sauce darüber geben und alles vermischen. Damit Nudeln und Fleisch gleichmäßig gekocht werden, sollte die Sauce bis zum Rand der Auflaufform gehen, zur Not also doch noch etwas Wasser hinzugeben. Zum Schluss den Käse auf der Auflaufform verteilen.
Den Auflauf für 40 Minuten bei 200°C in den Backofen geben.

Guten Appetit!

Donnerstag, 19. Januar 2017

A day in the life: Sick and tired

Es gab hier schon länger keinen Post mehr in diesem Stil - meist, wel ich ab einer gewissen Zeit des Tages vergessen habe, mir die Uhrzeiten aufzuschreiben oder keine Lust hatte, zusätzliche Fotos zu machen. Zu beidem habe ich mich gestern aber mal durchgerungen - viel Spaß damit!

7: 27 Mein Wecker klingelt. Ich bleibe noch etwas liegen.
 
7:37 Anziehen, Bad.

7:42 Ab in de Küche. Ich bin noch ein bisschen müde.

8:00 Endlich Frühstück! Es gibt zwei Zimtbrötchen mit Margarine und Schokoplättchen, Rührei und eine Kiwi. Und einen Kaffee, der mich hoffentlich weckt.

8:15 Ab an den PC. Ich checke das Internet und blogge ein bisschen. Daneben gibt es Thymian-Spitzwegerich-Salbei-Tee mit Zitrone und Honig, weil ich mal wieder erkältet bin.


9:00 Telefontermin. Ich hasse telefonieren und bin dementsprechend aufgeregt, zumindest am Anfang. Dann kriegen wir aber relativ viel erledigt.

9:39 Ich trage die Absprachen, die wir getroffen haben, ein und erstelle einen Terminplan für die nächsten Monate.

10:07 Ich blogge noch ein bisschen weiter. Endlich ist auch das Licht in meiner Wohnung angekommen, sodass ich ein paar Fotos machen kann.

10:40 Mittwochs bin ich relativ lang unterwegs und habe immer entsprechend viel Snacks dabei. Da ich außerdem erkältet bin, gibt es neben dem Wasser mit BCAAs auch Tee und Ingwerwasser. Bei dem vielen Zeug dauert es etwas, bis ich alles eingepackt habe.

10:50 Mein Internet spinnt. Ich mache mich weiter für die Uni fertig. An dieser Stelle sollte gesagt sein, dass normale Klamotten echt überbewertet werden.

11:10 Nachdem ich meinen Router ungefähr zehn Mal neugestartet habe, habe ich keine Lust mehr und beschließe, einen früheren Bus zur Uni zu nehmen. Dort ist es zwar nicht so gemütlich, aber ich habe stabiles Internet.

11:22 Busfahrt.

11:52 Der Bus hat so lang gebraucht, dass ich jetzt echt nicht viel Zeit vorher habe. Ich fange mit diesem Post an. Dabei esse ich schon das Brot. 12:15-13:45 ist einfach eine doofe Uhrzeit für ein Seminar, das liegt genau in meinem Mittagessen-Fenster.

12:15 Das Seminar beginnt. Es geht um Grammatik und Texte schreiben, was prinzipiell kein Problem für mich ist (in der Nachhilfe habe ich mich ja zum Glück schon viel mit dem Thema beschäftigt). Dank meiner Erkältung fühlt es sich jedoch so an, als wäre mein Kopf in Watte gepackt und das Seminar dauert scheinbar ewig.

13:45 Seminar-Ende. Für mich heißt es erst mal, meinen mitgebrachten Salat essen. Wirklich hungrig bin ich nicht, aber ich weiß, dass ich in den nächsten Stunden die Energie und Nährstoffe brauche. Ich bin übrigens nach meiner langen Salat-Pause wirklich überrascht, wie lange man an so einem Salat isst. Oder war ich vorher einfach geübter im Aufhäufen auf die Gabel?

14:11 Noch ein bisschen Zeit für Bloggen.
 
14:25 Ab zum Bahnhof, es geht zur Nachhilfe. Im Zug gibt es übrigens den Kuchen und das Fruchtmus.

14:50 Ich habe noch ein bisschen Zeit und gehe zu DM. Auf Empfehlung von Herrn Kürbis will ich mir Meerwassernasenspray kaufen. Außerdem ist mein Körnerkissen kaputt und ich brauche Ersatz, um nicht die gesamte Füllung des alten in meinem Bett zu verteilen.

15:10 Ich komme bei der Nachhilfe an. Bevor die Schüler kommen, mache ich mir einen Kaffee und quatsche ein bisschen mit meiner Chefin.

15:30 Die ersten Nachhilfeschüler kommen.

17:00 Zurück zum Bahnhof. Ich bin heilfroh, dass ich jetzt fertig mit dem Tag bin.

17:40 Ich komme zuhause an. Eigentlich wollte ich die Zeit zum Yoga nutzen, aber das Internet funktioniert immer noch nicht richtig. Kurz bevor Herr Kürbis kommt, schaffe ich aber noch ein bisschen Dehnen.

18:00 Herr Kürbis kommt. Wir verkrümeln uns aber erst mal auf das Sofa.

19:00 Inzwischen bin ich ziemlich hungrig. Zum Abendessen gibt es Vollkornreis mit Kichererbsen-Romesco und Möhren. Eigentlich wollte ich auch noch Spitzkohl hinzufügen, aber mein Topf war zu klein.

20:00 Wir sind fertig mit Essen. Eigentlich sind wir gerade noch in der vierten Staffel von GoT, aber heute bin ich zu müde, um noch etwas zu gucken. Wir quatschen ein bisschen und entspannen auf dem Sofa.

23:02 Ab ins Bett und gute Nacht!

Mittwoch, 18. Januar 2017

Omnivor, omnivorer, am omni...

Liebe Vegetarier und Veganer: Ich bin mir bewusst, dass dieser Artikel bei dem ein oder anderen von euch Ärger heraufbeschwören wird. Das ist nicht das Ziel dieses Artikels und ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich jeden bewundere, der vegan oder vegetarisch lebt. Dieser Artikel ist eine Schilderung meiner persönlichen Situation im Moment. Reflektierte Tipps werden gern gesehen, Missionierung nicht.

Vor einigen Tagen traf mich eine Art Déja-Vu, als ich im Supermarkt die Fleischtheke betrachtete. Mein Blick fiel nämlich auf das Bio-Hackfleisch und ich erinnerte mich an eine Diskussion vor einigen Jahren, in der ich darauf bestand, Fleisch möglichst bio zu kaufen und selbst das selten.

In diesem Jahr haben sich meine Ernährungsmaxime jedoch ziemlich verändert. Ich esse jetzt deutlich mehr Fleisch und Fisch als vorher und achte nicht darauf, ob es bio ist oder nicht. Insbesondere außerhalb greife ich beim Fleisch zu - obwohl ich dann noch weniger kontrollieren kann, woher es kommt (was bin ich froh, dass das Tagungshaus, wo ich dieses Jahr regelmäßig bin, sehr auf regionale und biologische Kost achtet!). Ich mag es nämlich schon nicht, Fleisch zuzubereiten - eine Ironie in sich.

Umso lieber esse ich Fleisch, Fisch, Milch, Eier und die Produkte, die man daraus zubereiten kann. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, inwiefern der Verzehr von tierischen Produkten wirklich schlecht für den Körper ist, sofern es in Maßen und ausgeglichen passiert. Die Frage, die sich mir stellt, ist jedoch, inwiefern ich diesen Konsum fortsetzen möchte, denn die schlechten Haltungsbedingungen für Tiere sind nicht von Hand zu weisen


. Die "einfachste" Lösung wäre wohl, wenn ich von nun an einfach nur zertifizierte Bio-Produkte kaufen würde. Aber das macht mein Geldbeutel nicht mit, ich gebe in den letzten Monaten sowieso mehr und mehr für Ernährung aus. Immerhin Eier kaufe ich konsequent bio - die laktosefreie Milch gibt es nicht in Bio-Qualität und ausgerechnet beim Fleisch streitet sich immer mein Gewissen mit meinem Geiz. Auch Ersatzprodukte sind für mich zum großen Teil tabu - viele davon sind mit derart vielen Geschmacksverstärkern, Zusatz- und Konservierungsstoffen versetzt, dass ich sie a) nicht vertragen würde und b) auch gar nicht meinem Körper zufahren will.

Natürlich gibt es auch genug Tage, an denen ich zumindest vegetarisch lebe. Ich habe kein Problem damit, auch mal rote Linsen, Kidneybohnen, Kichererbsen oder Tofu als Eiweißquelle in meinen Mahlzeiten zu benutzen. Wenn ich es vegan versuchen würde, wäre das ganze schon deutlich schwieriger: Mandelmilch und Hafermilch mag ich zwar im Kaffee, die sind aber völlig überteuert und die Herstellung mit dem Nussmilchbeutel aufwendig. Eine ordentliche Joghurt-Alternative habe ich noch nicht gefunden, zumal ich meinen Sojakonsum nicht hochfahren will. Käse, außerhalb von Käsesaucen, ist ja leider oft pure Chemie. Ungelöst: Meine Liebe zu Eiern in jeder Form.
Produkthinweise nehme ich gern entgegen, falls ihr da Geheimtipps habt.

So, aus dem Gedankensalat ein rundes Ende zu finden, klappt nicht ganz. Eine wirkliche Lösung für das Problem kann ich jedenfalls noch nicht finden. Als Lösungsansätze werde ich mal suchen, wo meine Einkäufe in letzter Zeit immer teurer werden. Außerdem werde ich versuchen, mehr auf vegetarische Gerichte zu achten - wenn möglich sogar vegan.