Sonntag, 28. Februar 2016

Rückblick Februar: Gesundheit, zuckerfrei, Sport und im Moment leben

Na, wie war euer Februar so? Habt ihr Pläne für den Schalttag morgen? Ich habe morgen wie immer Praktikum, aber vielleicht werde ich mir nachmittags noch mal was gönnen. Ein Gang in die Sauna? Mal schauen.
Auch wenn es vermutlich keiner von euch mehr hören kann, ich hatte im Februar ziemlich viel Stress. Deshalb war ich umso glücklicher, dass es diesen Monat so viele gute Blogposts gab, mit denen ich mich ablenken und entspannen konnte.
  • Was ist eigentlich gesund? Mit dieser Frage hat sich Rachal von Avocado a Day beschäftigt.
  • Welche Erfahrungen macht man, wenn man einen Monat lang komplett auf Zucker verzichtet? Lest es bei beVegt nach!
  • Manchmal heißt das Erreichen des Wunschgewichts nicht, dass man damit auch glücklicher wäre. Warum vielleicht ein paar Kilo mehr doch besser sind, könnt ihr bei Girls Gone Strong nachlesen.
  • Mehr Sport ins Leben zu integrieren ist schwer. Tipps und Tricks dafür gibt euch diesen Monat Patrick von Healthy Habits.
  • Lebt ihr im Moment oder denkt ihr ständg an die Zukunft oder Vergangenheit? Warum es gut ist, manchmal im Augenblick zu leben, erfahrt ihr bei Sometimes Always Never
  • Die Körperhaltung kann ganz entscheidende Unterschiede machen, nicht nur bei Rückenschmerzen. Lest mehr dazu bei Marathon-Fitness
  • "Kind", also nett, sein, heißt nicht, dass man nur zu anderen nett ist. Es ist eine ganze Lebensphilosophie. Mehr darüber könnt ihr bei Anne von fAnnetastic food lesen. 
  • Und weil ich schon den Rahmen für diesen Post sprenge, musste in letzter Minute auch noch dieser Blogpost von Alexandra Lei rein - warum "frei von"-Produkte oft alles andere als gesünder sind.






Freitag, 26. Februar 2016

Erfolge #neustart16

Das Thema dieser Woche hat zeitlich wieder wunderbar gepasst. Nach meinem Kurzurlaub in Dresden (wo es ja die ein oder andere Ausnahme gab) hat nämlich mein Praktikum angefangen. Zusammen mit meiner Arbeit bei der Nachhilfe und dem Haushalt bin ich oft so todmüde, dass gesunde Ernährung und Sport ein bisschen zu kurz kommen. Außerdem ist in meinem Kopf die Schule so sehr mit Pausenbrot etc. verknüpft, dass ich einfach etwas zu essen mitnehmen muss - vielleicht mehr, als mit gut tut. Insofern herrscht bei mir gerade wirklich Stillstand auf der Waage und das, obwohl ich nicht einmal die Hälfte dessen abgenommen habe, was ich eigentlich wollte.

Das könnte jetzt alles ziemlich frustrierend sein, aber ich versuche, diesen Frust nicht so sehr an mich ranzulassen. Stattdessen mag ich die Strategie, sich seiner Erfolge bewusst zu werden. Da wäre zum einen, dass ich dank der Challenge auf die Idee gekommen bin, dass ich nach dem Abendessen nicht mehr esse. Das führt dazu, dass ich wesentlich weniger esse als zuvor und vor allem auch wesentlich gesünder, da ich abends gern mal industriell gefertigte Süßigkeiten esse. Bisher konnte ich die Fastenzeit einhalten und hoffe sehr, dass ich mir auch darüber hinaus das abendliche Naschen abgewöhnen kann.
Zum anderen bin ich mir dessen bewusst geworden, wie gesund ich mich eigentlich ernähre. Ohne dass ich es mitbekommen habe, esse ich am Tag mindestens fünf, oft aber auch viel mehr Portionen Obst und Gemüse am Tag. Ich esse wenig Fett und meist gutes und achte auf meinen Proteinkonsum.
Zu guter letzt habe ich dann in der Challenge ja doch abgenommen beziehungsweise mein Körper ist definierter geworden. Zumindest meine Beine sind deutlich schlanker und ich musste sogar neue Jeans kaufen. Da es mir nicht um die Zahl auf der Waage, sondern die Passform meiner Klamotten angeht, ist das auf jeden Fall der größte Erfolg. Für die nächsten Wochen muss ich mich wohl einfach in Geduld üben, obwohl das noch nie meine Stärke war.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Herzhafter Linseneintopf

Je kälter es wird, desto mehr habe ich ein Bedürfnis nach Suppen und Eintöpfen. In letzter Zeit gab es die deshalb ständig bei mir. Aber immerhin sind so auch ein paar Rezepte für euch entstanden, etwa dieser hier. Durch die Linsen enthält er viel Protein und Ballaststoffe, die Möhren, Selleriestangen, Zwiebeln und Tomaten sorgen für eine ordentliche Portion Proteine. Olivenöl und Parmesan erinnern daran, dass bald der Sommer wieder kommt. Das Nonplusultra ist der Speck, der jenen rauchig-salzigen Geschmack in die Suppe bringt, den ich so liebe.
Vegetarier und Veganer können vermutlich den Speck durch Räuchertofu oder Räuchersalz ersetzen und den Parmesan durch Hefeflocken - allerdings habe ich das noch nicht versucht!

Für zwei Portionen:
  • 2 Möhren
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL + 1 TL Olivenöl
  • 75g magere Speckwürfel
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 TL Oregano
  • 500ml Hühnerbrühe
  • 125g rote Linsen
  • 1 EL Weißweinessig
  • Salz und Pfeffer
  • 20g Parmesan
Das Gemüse putzen und fein würfeln. Einen Esslöffel Olivenöl in einem Topf erhitzen. Den Speck zusammen mit den Gemüsewürfeln ca. 5 Minuten andünsten. Die Tomaten und Gewürze hinzufügen, dann 10 Minuten köcheln lassen.
Hühnerbrühe und Linsen in den Topf geben und aufkochen lassen. Noch einmal für 15 Minuten kochen, dabei gelegentlich umrühren.
Anschließend den Essig und das restliche Öl unter die Suppe rühren. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und servieren.
Guten Appetit!

Dienstag, 23. Februar 2016

Rückblick KW 7 - Kommunikation

Eigentlich wollte ich in diesem Post darüber schreiben, dass ich meine Klausuren fertig habe und jetzt mein Praktikum erwarte (mache ich trotzdem: Klausuren liefen gut, die vier Tage Ferien danach waren zu kurz). Aber dann ist mir etwas passiert, was ich viel lieber ansprechen wollte.
Kurzer Hintergrund: Bei uns im Fitness-Studio gibt es Step-Kurse in verschiedenen Schwierigkeitsgraden: Step Basic, Step I und II. Im Moment kommt es allerdings vermehrt vor, dass die motivierten Anfänger vom Jahresbeginn in Kurse mit höheren Schwierigkeitsgraden gehen, dort aber nicht mitkommen, was für alle Beteiligten nicht schön ist.
Genauso eine Situation hatte ich am Dienstag in meinem Step-I-Kurs. Die Kursleiterin meinte daraufhin: "Also ich will ja nichts sagen, aber alle, die noch nie Step gemacht haben oder nur ein paar Mal in Step Basic waren, sollten mal überlegen, ob sie hier richtig sind. Es wird für euch jetzt vermutlich sehr schwer." Die Art, wie sie das gesagt hat, lässt sich über das Internet schwer wiedergeben, aber es war relativ unfreundlich.
Nun bin ich auch nicht die Step-Königin und hatte durchaus meine Probleme mit der Choreografie, bin jedoch immerhin ganz gut mitgekommen. Durch die unfreundliche Art der Kursleiterin habe ich mich jedoch den ganzen Kurs über als Persona non grata gefühlt und hatte bei jedem Fehler ein unglaublich schlechtes Gewissen.
Ich bin keine Kommunikations-Expertin, habe jedoch in meinem Studium doch einiges darüber gelernt und kann das Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun vorwärts und rückwärts. Auf der Beziehungsseite hat die Kursleiterein jedenfalls ziemlich versagt. Anders wäre es gewesen, wenn sie in einem freundlichen Ton gesagt hätte "Hört mal zu, ich finde es schön, dass ihr so motiviert seid, aber der Kurs könnte zu schwer für euch sein. Guckt mal, ob ihr mitkommt, ansonsten probiert ihr noch ein paar Mal Step Basic aus." Immer noch eine klare Ansage, aber anders formuliert.
Ich weiß natürlich nicht, was bei der Kursleiterin an dem Tag los war. Vielleicht hatte sie heute schon drei Busse verpasst oder ihre Katze war gestorben. Genauso gut hätte es aber sein können, dass ich heute schon einen Anschiss von meiner Chefin bekommen oder Streit mit meinem Partner gehabt hätte. Was ich damit also sagen will: An klaren Botschaften ist nichts falsch. Aber achtet doch vielleicht mal darauf, wie ihr sie formuliert, denn ihr wisst nie, wie so eine Botschaft bei anderen ankommt und was sie bewirkt.


Essen

Frühstück
 Ich hatte noch eine Portion des Pancakes von letzter Woche übrig. Den gab es mit einer "Gewürzsauce" aus Honig, Zimt, Kardamom und Muskatnuss.

Same procedure as every week ;) Ein bisschen orangenlastig ist es hier in letzter Zeit ja. Aber ich liebe einfach Blutorangen und die kriegt man zu vernünftigen Preisen nur in den großen Beuteln. Die muss man dann aber auch aufbrauchen. Und bald ist die Saison ja auch wieder vorbei.
 Ein Smoothie musste auch noch mal sein.
Und schließlich habe ich noch mal ein bisschen herumgespielt und hatte am Ende diesen Chiapudding mit Mango und Müsli (am Rezept arbeite ich noch).

Mittagessen

 Noch mal eine Portion der leckeren Thunfischpizza, die ich letzte Woche gemacht habe.
Und das ist der Grund, warum ich euch mein aufgewärmtes Essen nie zeige. Das sieht nämlich immer absolut schrecklich aus. Hier gab es noch mal das Mac & Cheese Chili, das ihr hier in voller Pracht bewundern könnt.
Curry mit Mango, Spitzkohl und Möhren... War aber leider nur ganz okay.
Wir waren auch bei Maredo essen (das Foto hier ist allerdings alt). Ich hatte ein Rumpsteak und einen Salat, dazu ein Glas Rosé und zum Nachtisch Lavakuchen mit Eis. Manchmal muss man eben Ausnahmen machen und immerhin waren wir vorher den ganzen Tag schon durch Dresden gelatscht ;)

Abendessen

Diese Woche gab es Salat mit Röstgemüse, Tofu und Paprika. Gerade das mit dem Tofu war mal eine nette Abwechslung an der Eiweiß-Front.
 Noch mal eine Runde Strammer Max.
Essen im Zug auf der Fahrt nach Dresden: Zwei selbst gebackene Laugenbrötchen, ein Apfel und ein Protein-Brownie (war sehr gestrückelt, weil ich nichts mehr im Haus hatte).
Brötchen gab es dieses Wochenende zu viele, aber na ja. Ein Wochenende darf man sich das ja mal gönnen und lecker war es auf jeden Fall!
Snack
Diese Woche habe ich einen unglaublich leckeren schwedischen Apfelkuchen gebacken. Sobald ich ihn noch mal gemacht habe, kriegt ihr das Rezept, es lohnt sich nämlich!
Meinen Frust-Snack hatte ich euch ja schon gezeigt: Granola mit Bananenchips und Milch.

Sport
  • Montag: Bodystyling III, 60 Minuten
  • Dienstag: Step I, 45 Minuten
  • Mittwoch: Yoga, "Yoga Slow Flow Day 22 Yoga Fix 90 with Lesley Fightmaster" (Fightmaster Yoga), 31 Minuten
  • Donnerstag: Krafttraining, 30 Minuten
  • Freitag: Kurs-Mix, 45 Minuten
  • Samstag: REST
  • Sonntag: REST

Sonntag, 21. Februar 2016

Wie werde ich ein "gesunder" Mensch?

In meinem realen Leben weiß kaum jemand von diesem Blog. Gelesen hat ihn tatsächlich noch niemand, den ich persönlich kenne. Warum? Weil es einige Artikel auf diesem Blog gibt, auf die ich nicht stolz sind. Der Grund dafür ist, dass sie eine Philosophie vertreten, auf die ich nicht stolz bin und die ich nicht mehr länger für gesund halte. Damals hingegen schien jene Philosophie für mich gesund - ich wollte nie wieder Süßigkeiten essen, nur noch Obst, Gemüse und andere unverarbeitete Produkte. Keine Nudeln, kein weißes Mehl oder gar Butter und co. Das ist sicherlich die Vorstellung von einem gesunden Lebensstil - allerdings nur, wenn man sie auch wirklich einhält.
Hier lag das Problem. Diese radikale Philosophie habe ich nie mehr als ein paar Tage, höchstens Wochen, durchgehalten. Dann folgte der Zusammenbruch, ich habe tonnenweise "verbotenes" Zeug in mich geschaufelt und hatte natürlich ein schlechtes Gewissen. Jetzt, wo ich einen wesentlich moderateren Lebensstil verfolge, fühle ich mich gesünder. Aber was heißt gesund überhaupt?

Laut WHO ist "Gesundheit [...] ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen". Meiner Meinung nach ist diese Definition sehr auf den momentanen Augenblick konzentriert. Ich kann auch jetzt glücklich mit meinen Freunden im Restaurant sitzen und fünf Burger essen und wäre gesund. Dass ich ein paar Stunden später mit Bauchweh im Bett läge, schließt das nicht ein.
Dabei denke ich, dass gerade dieser Vorsorge-Aspekt die Gesundheit ausmacht. In meiner Familie sind Übergewicht und daraus resultierende Stoffwechsel- und Herzkreislauf-Erkrankungen weit verbreitet. Nahe Verwandte von mir haben große Probleme mit dem Herzen, die sie schlimmstenfalls einige Jahre ihres Lebens berauben könnten. Mit dieser genetischen Vorbelastung will ich nicht einfach so leben. Ich möchte vielmehr mein bestes geben, um so viel wie möglich dagegen zu tun und mithilfe von gesunder Ernährung und Sport die Wahrscheinlichkeit um ein Schnippchen schlagen.

Zur Gesundheit gehört aber eben nicht nur der körperliche Aspekt, sondern auch der geistige. Wie schon zu Anfang gesagt, könnte ich zwar körperlich völlig gesund leben, aber ich wäre wohl nicht glücklich und zufrieden damit.
In der Zeit, wo ich nach Perfektion gestrebt habe, habe ich immer die Leute beneidet, die ohne jede Lüge behaupten konnten, dass sie Salat einem belegten Brötchen vorziehen oder sich mit nur einem Keks zufrieden geben. Heute bin ich selbst ein solcher Mensch geworden. Woran liegt das? Zum einen an der Zeit. Ich beschäftige mich jetzt schon seit über vier Jahren mit gesunder Ernährung und seitdem haben sich wohl meine Geschmacksnerven und Hirnzellen verändert. Zum anderen bin ich nicht mehr so streng mit mir. Je mehr ich mir erlaube, das zu essen, worauf ich Lust habe, desto mehr tendiere ich zu gesundem Essen. Ich habe mit der Zeit gelernt, meinen Körper einfach nur zu beobachten, ohne ein Urteil abzugeben. Das Ergebnis? Ich fühlte tatsächlich, was all die Gesundheits-Gurus predigten: Esse ich mehr Gemüse und andere gesunde Sachen, bin ich voll Energie und gut gelaunt. Esse ich hingegen viel Fett und ungesundes Zeug, fühle ich mich träge, schlafe schlecht und bin launisch.

Ich denke nicht, dass ich eine vollständige Definition für ein gesundes Leben geben kann. Das liegt zum einen auch daran, dass jeder das für sich selbst ausmachen muss. Für den einen gehört das Feierabendbier oder die Pommes jeden Freitag zum eigenen Glück dazu, während ich nicht auf meine tägliche Portion Süßkram pro Tag verzichten kann. Um jedoch die eigene Definition von Gesundheit zu finden, solltet ihr diese Regeln befolgen:
  • Fragt euch bei jedem Essen "Wie gut schmeckt es mir?" und erst als zweite Frage "Wie gut ist das für meinen Körper?". Dann findet ihr die Antwort auf die dritte Frage ("Wie gut könnte ich darauf verzichten?") ganz schnell. Genauso gilt das natürlich für Sport oder andere Angewohnheiten.
  • Übt, euren Körper ohne Urteil zu beobachten. Euer Körper leistet so viel für euch, er sollte nicht für Fehler verurteilt werden. Vielleicht fällt es euch leichter, wenn ihr euch erst einmal vorstellt, ihr wärt ein Reporter, der über die Vorgänge in eurem Körper berichtet. Was tut euch gut? Wonach fühlt ihr euch schlecht?
  • Habt Geduld. Gerade wenn man etwas im Leben verändern will, muss alles ganz schnell gehen und sofort funktionieren. So ist das aber nicht. Habt Geduld und denkt immer daran, dass ihr aus jedem "Fehler" lernen könnt. 
Ihr wisst sicherlich, wie ihr für das "Fehlen von Krankheiten oder Gebrechen" sorgen könnt. Mit diesen Strategien könnt ihr jedoch auch lernen, wie ihr zu einem "vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehen" kommt. Denn rein körperlich gesund zu sein reicht noch lange nicht aus.

Bildquellen: Photos via Visual Hunt

Freitag, 19. Februar 2016

Entspannung statt Essen #neustart16

Das Thema Entspannung ist ja absolut mein Thema. Ich gehöre ja zu den Menschen, die ständig unter Strom stehen, alles machen wollen und natürlich in perfekter Ausführung. Kein Wunder also, dass es bei mir schon ein paar kleinere Zusammenbrüche unter Stress gab. Und Stress und Essen - ja, das ist auch so ein Thema bei mir, denn immerhin neige ich ja generell zum Emotional Eating und esse gern immer wieder was "zwischendurch", um mich zu motivieren.
Genauso wie ich mir selbst oft Stress mache, achte ich jedoch auch regelmäßig darauf, dass ich mich entspanne und habe schon einige Strategien für mich gefunden, wie ich Stress bekämpfen kann.

Kreativ sein

Zur kreativen Entspannung gehört für mich zum einen das Schreiben, zum anderen auch Nähen und Basteln. Wenn ich schreibe, kann ich die Realität komplett ausblenden und komplett in meine Fantasie abtauchen. Das kann auch mal anstrengend sein - emotional aufwühlende Szenen sind auch für mich nicht gerade beruhigend. Dennoch bin ich generell entspannter und zufriedener, wenn ich regelmäßig schreibe.
Wenn ich wiederum nähe oder bastle, also mit den Händen kreativ bin, kann ich auf eine ganz andere Art und Weise abschalten. Dann habe ich meist gar keine konkreten Gedanken, sondern bin nur auf das Fokussiert, was ich gerade mit meinen Händen mache. Ich fluche zwar oft genug darüber, wenn ich mir wieder mal etwas sehr Filigranes vorgenommen habe, aber trotzdem ist das für mich die beste Entspannung.

Sport machen

Gerade das Fitness-Studio hat für mich die letzte Brücke geschlossen, dass ich Sport als Entspannung ansehe. Beim Sport blende ich ebenfalls meinen Alltag völlig aus. Dann geht es nur darum, dass ich die Übung korrekt ausführe, Wiederholungen zähle oder mir die Choreografie merke und im Takt bleibe. Selbst überfüllte Gruppenkurse sind für mich so ein Ort der Entspannung, weil ich nicht über die Uni oder meine liegen gebliebene Wäsche nachdenken muss.
Wenn ich akut sehr gestresst bin, mache ich auch gern eine besonders anstrengende Sporteinheit. Dann ist nämlich mein ganzer Körper müde und mein Gehirn zu matschig, als dass ich noch über irgendetwas nachdenken könnte. Außerdem schlafe ich so viel besser, das ist bei Schlaf auch nicht immer garantiert.
Schließlich habe ich auch noch das Vinyasa Yoga als Entspannungstechnik für mich entdeckt. Dabei werden mehrere Übungen im Kombination mit der Atmung zu Flows kombiniert und diese dann immer wieder hintereinander ausgeführt.  Die Kombination auf Atmung und Bewegung verstärkt die oben genannte Entspannung noch einmal, die Meditation am Ende sowieso.

Meditation

Mit Meditation an sich stehe ich ein bisschen auf dem Kriegsfuß. Theoretisch weiß ich, dass sie mir gut tut. Allerdings finde ich meditieren für mich allein langweilig und brauche geführte
Meditationen, was schon ein bisschen schwieriger wird. Ich habe zwar einige Meditationspodcasts, aber da müsste man sich ja auch noch mal aufraffen, die wirklich zu benutzen, nicht wahr? ;)
Für mich ist deshalb die klassische Meditation, wo man mit geschlossenen Augen seinen Geist leert, nicht unbedingt das richtige. Ich muss trotzdem eine Handlung ausführen. Deshalb wirken auch die Taizé-Gesänge sehr meditativ auf mich, weil man einzelne Gesänge immer wieder wiederholt und sich somit weniger darauf konzentrieren muss, aber eben aktiv ist. Klassische Meditation und ich werden wohl nie Freunde werden, aber ich versuche zumindest, die aktive Entspannung regelmäßig in meinen Alltag einzubauen.

Donnerstag, 18. Februar 2016

A Day in the Life XI

Was macht man, wenn man erst nachmittags eine Klausur schreibt? Genau, man versucht irgendwie, sich den ganzen Tag zu beschäftigen. Und was könnte eine besser Beschäftigung sein, als einen solchen Post zu verfassen?

7:50 Mein Wecker klingelt. Ich hätte ja gern die Gelegenheit zum Ausschlafen genutzt, aber natürlich müssen ausgerechnet heute die Heizungen abgelesen werden. Also schnell aufstehen und mich selbst und die Wohnung herzeigbar machen.

8:05 Der Ablesedienst kommt.

8:10 Frühstück! Wie immer Joghurt mit Müsli und einer Blutorange - ich komme einfach nicht davon los und außerdem war der Joghurt abgelaufen und musste verwendet werden, bevor er schlecht wird.

8:20 Ich brauche im Moment immer Ewigkeiten, um morgens in Gang zu kommen. Also verziehe ich mich erst mal mit meinem Kaffee aufs Sofa, während ich Instagram & co. checke.

8:30 So langsam wirkt das Koffein und es geht an den PC, weiterhin checken, was ich in der Nacht so alles verpasst habe.

8:48 Wie schon gesagt, bloggen ist ideale Ablenkung für mich. Also beginne ich mit diesem Post, dem Rückblick-Post und noch ein paar anderen. Nebenbei gibt es diesen leckeren "Pink Wellness"-Tee von Ronnefeldt. Bisher habe ich den immer von einer Freundin mitgebracht bekommen, aber ich habe den Onlineshop gefunden... ich werde arm werden!

9:58 Seit ich blogge, hat sich meine Fotografier-Tätigkeit exponentiell gesteigert. Ihr könnt euch ungefähr vorstellen, wie viele Fotos ich mittlerweile habe, insbesondere Essensfotos. Um da halbwegs den Überblick zu behalten, habe ich ein ziemlich detailliertes Ordner-System. Das muss natürlich auch aufrecht erhalten werden, weshalb ich halbwegs regelmäßig meine Fotos sortiere.

10:15 Ihr erinnert euch noch daran, dass ich von meinen Eltern einen Besuch der Aschenbrödel-Ausstellung geschenkt bekommen habe? Sie haben einen Trip nach Dresden daraus gemacht. Damit ich nicht so viel in der Bahn schleppen muss, nimmt meine Mutter vorher schon mal einen Teil meines Krams mit und dafür muss er natürlich gepackt werden. Mein Prinzessinnenrock kommt übrigens selbstverständlich mit!

10:29 Die Zeit schleicht, das Wetter ist schön... warum also nicht schon mal für die nächste Woche einkaufen? Ich kaufe mal einige neue bzw. andere Sachen ein, denn ernährungstechnisch fällt mir gerade die Decke auf den Kopf. Und wie diese Alpro Desserts es in meinen Einkaufswagen geschafft haben, weiß ich auch nicht ;)

11:18  Nachdem ich ich den letzten beiden Tagen sehr intensive Workouts hatte, habe ich jetzt ziemlich viel Muskelkater. Aber Sport wäre ja wegen der Klausur eh nicht richtig drin. Also gibt es eine gemütliche Runde Yoga, die unglaublich gut tut.

11:55 Haare färben. Auch eine Methode zum Zeit tot schlagen. Ich muss ja sagen, dass ich meine Haarfarbe echt mag, aber das Färben an sich ist immer ätzend.

12:15 Die Farbe kommt raus und ich unter die Dusche.

12:28 Hunger! Es gibt ein leckeres "Sandwich". Rezept (mit besseren Bildern) folgt!

12:43 Wenn ich schon Zeit tot schlagen kann, dann sinnvoll, nicht wahr? Also wird jetzt auch noch die Wohnung geputzt.

13:20 Und ich lande wieder vor dem PC.

14:50 So langsam wird es ernst... Raus aus den Schlammerklamotten und fertig machen.

15:03 Noch eine letzte Stärkung vor der Klausur: Ein Kaffee und ein Stück Apfelkuchen.

15:20 Auf geht's! Da ich es zuhause nicht mehr aushalte, fahre ich jetzt schon los und hole auf dem Weg ein Paket ab und kaufe eine Druckerpatrone.

16:00 Klausur! Lief nur leider nicht so gut...

17:57 Ich bin wieder zuhause.  Einerseits habe ich Hunger, andererseits auch das starke Bedürfnis nach Emotional Eating. Aber immerhin widerstehe ich insofern, als dass ich mir nicht unterwegs etwas Süßes beim Bäcker geholt habe oder mich mit meinem Erdnussbutterglass hinsetze - stattdessen gibt es Müsli mit Granola und Bananenchips, immerhin halbwegs normal. Dazu schaue ich die erste Folge der siebten Staffel Mad Men - meine Belohnung für die beendete Klausurenphase.

18:45 Immerhin muss ich den Abend nicht allein mit meinen Gedanken verbringen, sondern treffe mich mit Freunden. Wir bestellen Essen und ich nutze doch wieder Essen als Belohnung/Trost. Für mich gibt es Tortellini mit Speck und Pilzen, ein paar Pizzabrötchen mit Käse und Schinken gefüllt und eine Vanilletasche. Prinzipiell okay, da es ja eine Ausnahme ist, aber ich ärgere mich, weil ich die Tortellini aufesse, obwohl sie mir eigentlich nicht so gut schmecken. Na ja, wir haben trotzdem einen guten gemeinsamen Abend und ich bin tatsächlich nicht vor zwölf zurück, was für mich echt selten ist.


Countdown: 10 Tipps für besseres Zeitmanagement

Ich bin vermutlich keine gute Ratgeberin, wenn es um das Thema Zeitmanagement geht. Denn auch wenn ich wirklich viel in den 24 Stunden eines Tages schaffe, bleibt bei mir oft die Work-Life-Balance auf der Strecke. Wenn ihr also nach Tipps dazu sucht, seid ihr bei mir leider falsch. Dafür kann ich euch ganz viele Tipps geben, wie ihr euren Tag möglichst gut ausnutzt.
  1. Macht Pläne! Ich setze mich einmal in der Woche hin und plane, was ich in der nächsten Woche essen will, welchen Sport ich mache und wann ich was zu erledigen habe. Wenn ich das dann auch noch aufschreibe, muss ich jeden Tag nur kurz drüber gucken und weiß schon, was ich alles erledigen muss.
  2. Nutzt jede Minute. Jede Minute, die ihr übrig habt - sei es, weil das Video noch länger laden muss, der Kuchen ein paar Minuten länger im Ofen ist oder noch mehr Zeit übrig ist, als gedacht, nutze ich dafür, Kleinigkeiten im Haushalt zu erledigen. Man glaubt gar nicht, wie viel man am Tag geschafft kriegt, selbst wenn man nur ein paar Minuten Wäsche weg räumt, den Tisch feucht abwischt oder aufräumt.
  3. Verschwendet keine Zeit mit Fernsehen. Früher habe ich gern Fernsehen geguckt. Mittlerweile ist mir meine Zeit aber zu schade, als dass ich sie mit mittelmäßigen Sendungen und viel Werbung verplempere. Stattdessen schaue ich lieber direkt DVDs oder streame, was mir gefällt. Sollte ich doch mal fernsehen, nutze ich die Werbepausen entweder wie bei Punkt 1 oder lese. 
  4. Habt den Einkaufszettel bei euch. Ich habe ja noch nie einen richtigen Einkaufszettel genutzt, sondern speichere alles in meinem Handy. Dadurch kann ich aber auch "mal eben" einkaufen gehen, ohne dass ich zuhause nachschauen müsste, was ich jetzt wirklich alles brauche. Außerdem passiert es mir so selten, dass mir etwas Wichtiges fehlt, weil ich es beim Einkaufen vergessen habe.
  5. Bereitet euch auf jeden Tag vor. Ich setze mich jeden Abend hin und überlege mir mithilfe meines Kalenders und meiner Pläne, was der morgige Tag alles bringt. Wenn ich ganz motiviert bin, plane ich dann sogar schon, was ich anziehen möchte. Spart jede Menge Zeit am nächsten Tag!
  6. Führt einen Kalender. Ich habe einen großen Kalender, in den ich mir alle Termine eintrage. Dazu gehören nicht nur Klausuren und Arzttermine, sondern auch Familienfeiern und größere Partys/Unternehmungen mit Freunden. Natürlich trage ich diese Dinge teilweise auch in mein Handy ein, aber der große Kalender zentral in meiner Wohnung erlaubt mir einen schnelleren Überblick.
  7. Werdet digital. Durch Uni-Unterlagen auf dem Tablet oder meinem Mailzugang auf dem Handy kann ich jederzeit auf alles wichtige zugreifen und schon mal den Text für das nächste Seminar in der Bahn lesen oder dem Dozenten eine Mail schreiben. Der Schreibtisch ist also sozusagen immer dabei. Möglich machen das Cloud-Dienste, ich nutze z.B. Tresorit.
  8. Schafft Gewohnheiten. Ich spüle immer direkt nach dem Abendessen ab, die Blumen werden sonntags gegossen und geputzt jeden Donnerstag. Dadurch, dass ich mir diese festen Termine angewöhnt habe, denke ich gar nicht mehr darüber nach, wie wenig Lust ich jetzt dazu habe, sondern mache es einfach.
  9. Hört Podcasts/Hörbücher. Wer Podcasts oder Hörbücher hört, statt Videos zu gucken oder Bücher zu lesen, kann nebenbei noch etwas anderes tun. Ich mache das gern bei so stupiden Tätigkeiten wie Putzen, Bus fahren oder beim Sport.
  10. Erstellt ein System. Mal Hand aufs Herz: Wie oft habt ihr schon den einen rosa Schal gesucht oder wusstet ganz genau, dass ihr noch eine Packung Nudeln hattet, nur wo? Wenn ihr ein System in eurer Wohnung einrichtet, in welchen Schrank was kommt (gern auch für den Anfang mit Beschriftung ;)), gehört es bald der Vergangenheit an, dass ihr bei einer solchen Suche Zeit verschwendet.
Bildquellen: Eigenes Bild, Visualhunt.com, maskedcard via Visual Hunt / CC BY-NC-ND

Dienstag, 16. Februar 2016

Rückblick KW 6 - Im Endspurt!

Es geht auf die Klausuren und die Abgabe meiner Hausarbeit zu - natürlich intensiviert sich jetzt die Arbeit für die Uni, gepaart mit allgemeinem Stress und kleineren Zusammenbrüchen. Aber das hatte ich schon alles viel schlimmer und da ich die Altklausuren ganz gut bearbeiten konnte, mache ich mir auch nicht so viele Sorgen. Wenn dieser Post veröffentlicht wird, sitze ich gerade in meiner Klausur, also wäre ich für ein paar Daumens trotzdem sehr dankbar. Und Mittwoch 16-18 Uhr auch.
Positiv zu vermelden habe ich immerhin, dass das Fasten bisher ganz gut geklappt hat. Einfach abends direkt nach dem Abendessen Zähne putzen wirkt bei mir Wunder, ich muss mich nur dazu aufraffen! Jetzt muss ich nur mal schauen, wie ich das mit dem Essen hinkriege, ich habe mir nämlich irgendwie angewöhnt, dass ich abends schon 17:30-18:00 Hunger kriege und dann ist die Zeit bis zum nächsten Morgen natürlich extrem lang. Hat fast schon was von Intermittierendem Fasten! Andererseits wird sich das Problem vermutlich mit meinem Praktikum von allein geben. Das ist nämlich bei einer Ganztagsschule, d.h. ich werde erst abends kochen.

Essen

Frühstück
 Eine Portion von dem gebackenen Möhren-Oatmel von letzter Woche war noch übrig.

 
 Ich habe diese Woche Mandelmus gemacht, das dann natürlich sofort verköstigt werden musste. Dazu gab es einen Joghurt mit einer Blutrorange.
Birnen-Porridge mit heißen Kirschen... mjam, mjam, mjam. Dieses Mal kein Mikrowellen-Porridge, sondern ganz altmodisch auf dem Herd gekocht. Deshalb gab es auch noch eine zweite Portion, die ich aber nicht mehr fotografiert habe.
Brot ist meine heimliche Liebe, aber irgendwann muss es einfach weg. Also gab es Brot mit Johannisbeergelee und Erdnussbutter, einen Joghurt und eine Kiwi.

Außerdem habe ich mich an einem Pancake aus dem Ofen probiert - und direkt ein paar Portionen mehr gemacht. Damit das nicht langweilig wurde, gab es die abwechselnd mit Schokosauce und Mandelmus zu der Blutorange.

Mittagessen
Spinatsuppe mit einem Ei. Das war so vom Rezept vorgesehen und schmeckte erstaunlich gut. Hat mich irgendwie sehr an den Rahmspinat-Kartoffel-Matsch von früher erinnert ;)
 Also wenn man einen Blumenkohl-Schmarrn machen will, ist es blöd, wenn der Handmixer kaputt ist. Dann ist das mit dem steifen Eiweiß nämlich schwierig. Noch blöder ist es, wenn man das Rezept nicht richtig liest und den Joghurt für den Dip in den Schmarrn-Teig tut. Na ja, war essbar.
Ich esse ja sonst nicht so viel Suppen, aber im Winter brauche ich das einfach. Also gab es hier eine Minestrone.
Hack-Reis-Eintopf, eingefroren und aufgewärmt. Und lecker.
Manchmal braucht man auch unter der Woche was richtig leckeres, deshalb gab es auch die restliche Pizza.
Und eine neue Pizza habe ich am Wochenende auch gemacht. Dieses mal drauf: Mais, Paprika, Thunfisch, Zwiebel, Knoblauch und Grünkohl.
Schließlich noch ein asiatisches Abendessen: Reisnudeln mit Möhren, Spitzkohl und Tofu.

Abendessen
 Ein Schinkenbrot mit dem restlichen Curry-Blumenkohl von der Woche vorher. Auch gut.

 Spinatsalat mit Möhren, Mais und Kidneybohnen, dazu ein Brot mit Kräuterfrischkäse.
Resteplatte: Spinatsuppe, Kartoffelspalten und Mais mit Kidneybohnen.

Spitzkohl mit gerösteten Kartoffeln, Möhren und Fenchel und Wiener Würstchen (ich hatte noch mal Lust dazu).
Und noch ein wiederkehrender Liebling: Roggentoastbrötchen mit einem Ei, gebratenen Zwiebeln, Käse und Tomatenaufstrich.
 
Snack
Gebacken habe ich diese Woche Sonnenblumenkernmus-Kekse (um das Mus endlich mal zu leeren, es hat mir nämlich nicht so gut geschmeckt). Dazu gab es an dem Foto-Termin eine Kiwi, weil ich danach lange unterwegs war.
Und meine Henkersmahlzeit vor der Fastenzeit, ein Schokobrownie aus der Mikrowelle.


Sport
  • Montag: Crosstrainer, 40 Minuten
  • Dienstag: REST
  • Mittwoch: Krafttraining, 30 Minuten
  • Donnerstag: TRX, 30 Minuten
  • Freitag: REST
  • Samstag: Krafttraining, 30 Minuten
  • Sonntag: Sh'bam, 60 Minuten