Samstag, 30. November 2013

Rückblick: November

Während ich innerlich schon in Weihnachtsstimmung bin, ging ganz still und heimlich der November vorbei. Also bleibt mir nichts als ein Rückblick-Post!

Top 4

Was kann man im November besser machen als einen heißen Tee trinken und dabei Blogartikel lesen? Hier sind deshalb meine Empfehlungen aus dem November:
  • Egal ob Glühwein, heißer Punsch oder als kleines Pinnchen zum Aufwärmen, Alkohol ist gerade jetzt überall präsent. Fräulein Baff zeigt aber, dass wir uns über unseren Konsum nicht nur wegen des Katers am nächsten Tag Gedanken machen sollten.
  • Eine ganze Reihe guter Tipps von Post-Workout Snacks übers Schlafen bis zu Vitamin D findet ihr in diesem Gastpost auf Katheats.
  • Kohlenhydrate ja, nein und wenn welche? Mark Makslow antwortet!
  • Sich gesund zu ernähren ist alles andere als beliebt. Warum ihr es trotzdem durchziehen solltet, könnt ihr auf Summertomato nachlesen.
Challenge

Diesen Monat habe ich mal Grapefruit ausprobiert. Die soll ja wegen ihrer Bitterstoffe einen enormen Beitrag zur Gesundheit und zum Stoffwechsel leisten. Leider sind es auch diese Bitterstoffe, die dafür sorgen, dass die Grapefruit wohl nicht mehr in meiner Ernährung vorkommen wird. Die Menge an Zucker, die ich hinzufügen müsste, damit das ganze genießbar wird, ist nämlich alles andere als gesund!


Mittwoch, 27. November 2013

Weihnachtscreme - besser als Weihnachtsmarkt-Crêpe!

Weihnachten, die Zeit des Zuckers und der Fresserei. Aber dieses Jahr wird das bei mir anders aussehen. Deshalb gibt es jetzt mindestens einmal pro Woche ein Weihnachtsrezept - den Beginn macht diese wunderbare Weihnachtscreme. Gesund und proteinhaltig - also auch super nach dem Workout.

Der Weihnachtsmann sucht sich zusammen:

  • 200g Quark
  • 100ml Milch
  • 1 EL Backkakao
  • 1/2 TL Zimt
  • 15g Rosinen
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz (aus der Backwarenabteilung im Supermarkt)
  • Süße nach Wunsch
  • Optional: 2 TL Chiasamen
  • Optional: 10g Walnüsse
Milch und Quark vorsichtig verrühren, bis eine glatte Creme entsteht. Eventuell muss mehr Milch hinzugefügt werden, wenn der Quark zu fest ist (kommt auf den Fettgehalt des Quarks an). Kakao, Zimt und Lebkuchengewürz hinzufügen und so lange unterrühren, bis die Gewürze gleichmäßig verteilt sind. Das kann wegen des Kakaos etwas länger dauern, aber ein bisschen Rühren ist ja auch gleichzeitig ein Armworkout ;)
Wer mag, kann jetzt noch die Chiasamen und Walnüsse hinzufügen. Die Walnüsse sollten so klein wie möglich gebrochen werden.
Schließlich noch unter Abschmecken süßen - ich habe eine Mischung aus 1 TL Ahornsirup und flüssigem Süßstoff genommen.
Mit den Rosinen garnieren und genießen!

Samstag, 23. November 2013

Wer hat an der Uhr gedreht?

Mit dem Oktober hat für mich nach fast fünf Monaten Ferien die Uni angefangen. Während meiner freien Zeit habe ich fast jeden Tag Sport gemacht und hatte dennoch genug Zeit für Freunde, diesen Blog, andere Hobbys usw. Das hat sich mit Beginn des Studiums radikal verändert. Was aber nun tun, wenn den Sport zu streichen nicht drin ist? Alternativen entwickeln...

Art des Trainings

Für lange Workouts habe ich kaum noch Zeit und noch weniger Lust. Die wenige Zeit, die ich habe, möchte ich effektiv nutzen und nicht bloß mit stundenlangem, monotonen Gewichte heben oder Laufen. Wenn also keine Zeit mehr zum Trainieren da ist, muss die Intensität gesteigert werden. Das bedeutet:
  • Beim Krafttraining nutze ich höhere Gewichte und mache dafür weniger Wiederholungen oder  Sätze (wie das allerdings das Muskelwachstum beeinflusst, wird auf MarathonFitness wunderbar erklärt). Natürlich habe ich nicht sofort mit 5 Kilo mehr angefangen. Ein Kilo oder sogar ein halbes Kilo mehr genügen für den Anfang. Wenn sich der Körper daran gewöhnt hat, kann man die nächst höhere Klasse angehen.
  • HIIT ist natürlich der Klassiker. Wenig Zeitaufwand, viel Effekt. Im Tabatha-Stil oder mit anderen Methoden wird der Körper in kürzester Zeit an seine Grenzen gebracht. Der Vorteil beim HIIT ist außerdem, dass der Körper danach sogar Ruhetage braucht - aber dazu später mehr.
  • Beim Laufen setze ich darauf, dass ich mehr Sprints einbaue oder generell schneller laufe. Dadurch wird ein ähnlicher Trainingseffekt gesetzt. Längere Läufe, die man natürlich nicht vernachlässigen darf, schiebe ich eher auf das Wochenende.
Der Plan

Vorher habe ich meist nach Lust und Laune bzw. Muskelkater trainiert. Mittlerweile habe ich einen relativ genauen Plan davon, was ich in der Woche schaffen will. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, wie ich mein Soll für eine Woche erfüllen kann.
Eine Möglichkeit ist es, sich eine Zeitvorgabe für jede Woche zu setzen. Man nimmt sich also in der Woche x Stunden Zeit nur für den Sport, egal ob diese Zeit dann an zwei Tagen oder verteilt auf sieben aufgewandt wird. Für mich bringt diese Methode nichts, denn ich merke dabei sofort Trainingsrückschläge.
Deshalb konzentriere ich mich momentan darauf, dass ich vier Einheiten Sport in der Woche ausführe. Zwei davon sind Cardio-Einheiten. Eine erfülle ich jede Woche durch meinen Zumba-Kurs, für die andere kann ich frei zwischen Joggen, Fahrrad fahren, Cardio zuhause, Schwimmen usw. entscheiden. Das hilft mir insofern, als dass ich Cardio eigentlich nicht so gern mag und mich nur einmal in der Woche wirklich aufraffen muss (um einen bezahlten Kurs zu schwänzen, bin ich viel zu geizig). Die anderen beiden Einheiten sind Krafttraining. Einmal sind die Beinmuskeln dran, das zweite Mal die kleinen Muskeln (Arme, Bauch, Rücken, Schultern). Jede Einheit außer diesen vier ist ein Bonus, den ich nur dann einsetze, wenn ich wirklich die Zeit dafür habe. Da ich grundsätzlich am Wochenende Zeit habe und der Zumbatermin fest ist, muss ich nur einmal unter der Woche einen Termin für Sport finden.

Abs are made...

... in the kitchen. Und das stimmt bei vermindertem Training umso mehr. Wer weniger trainiert, sollte zwar seine Ernährung nicht extrem reduzieren, aber jetzt kommt es umso mehr darauf an, was man isst. In einem stressigen Alltag, wo man meist unterwegs ist, ist das aber umso schwieriger. Wichtig ist die gute Vorbereitung, sodass man gar nicht in die Versuchung kommt, sich etwas Fettiges zu kaufen. Snacks wie gekochte Eier, Vollkornbrot mit Truthanschinken, Möhren oder andere Gemüsesticks mit Hummus oder Quark, Äpfel, Orangen, Kiwis...
Auch die Vorbereitung ist wichtig: Wer am Wochenende vorkocht, hat unter der Woche weniger Stress. Sehr gern mag ich auch Gemüsesuppen nach stressigen Tagen - einfach alles Gemüse, was da ist, reinschnippeln, Wasser und Gewürze dazu, kochen lassen, fertig.

Wie teilt ihr euch eure Zeit ein? Was ist euch "wichtiger" - Sport oder andere Hobbys bzw. Freunde und Familie?

Bildquellen: Tim Reckmann, Margot Kessler, Rainer Sturm / pixelio.de

Dienstag, 19. November 2013

Lass den Muffel auf der Strecke

Noch vor einem Jahr konnte man mich mit morgendlichem Training schon Tage zuvor jagen können. Mittlerweile macht es mir nichts mehr aus, ich habe sogar lieber vor dem Frühstück Training als gar keins. Und tatsächlich waren dafür nur wenige Änderungen nötig.

Essen

Training vor dem Frühstück muss nicht Training auf leerem Magen bedeuten.. Ich esse vor dem Training gern ein bisschen Obst oder Trockenfrüchte. Das gibt mir Energie für das Workout, ohne dass mein Magen belastet wird. Wenn ich eine halbe Stunde Pause zwischen Frühstück (z.B. Obst mit oder ohne Joghurt, Müsli, Overnight Oats) und Workout lasse, kann ich aber auch mit "vollem" Magen (mein Frühstück ist nie riesig) trainieren. Hier ist wichtig, dass jeder für sich selbst ausprobiert, was er verträgt. Ich beispielsweise könnte nie eine Banane vor dem Training essen - dann wird mir schlecht. Mit Äpfeln, Birnen oder Trockenfrüchten ist das aber kein Problem. Auf ein paar Happen vor dem Training sollte vor allem niemand verzichten, der manchmal Probleme mit zu niedrigem Blutzucker beim Sport hat.
Wer hingegen am Abend zuvor genug Kohlenhydrate zu sich genommen hat, kann auf ein Frühstück ohne Probleme verzichten.
Wichtig ist aber, dass vor dem Training getrunken wird. Denn über die Nacht verliert der Körper Flüssigkeit. Wenn nun schon mit Flüssigkeitdefizit trainiert wird und ihr mehr schwitzt... ihr könnt euch das Resultat ausmalen.

Warm Up

Wer extrem morgenmuffelig ist, darf sich ruhig erstmal Zeit zum Aufwachen nehmen. Alle anderen gehen schon mal zum Warm Up über. Gerade morgens ist ein langes Warm Up wichtig, denn nach dem Schlafen ist der Körper noch steif und die Wahrscheinlichkeit für Verletzungen ist hoch.
Ich mache gern zum Beginn einige Sonnengrüße und fange dann mit leichtem Cardio-Training an. Das bedeutet einen Übergang von langsamen auf der Stelle Gehen und langsamen Butt Kicks zu Joggen auf der Stelle, Seilchen Springen und Hampelmann. Danach beginnt das Warm Up der Muskelgruppen, die ihr gleich trainieren wollt. Dazu gehören Ausfallschritte und Kniebeugen bei Beinmuskeln, Armkreiseln und -schwingen bei Armmuskeln und Kicks nach vorn und Rumpfdrehungen bei Bauchmuskeln. Eventuell könnt ihr auch schon die eigentlichen Übungen machen - aber möglichst modifiziert, dass heißt nur mit Körpergewicht, leichteren Gewichten oder den einfacheren Versionen (z.B. Liegestütz auf den Knien).

Erwartungen

Setzt eure Erwartungen für das morgendliche Training nicht zu hoch, erst recht nicht, wenn euch diese Uhrzeit eigentlich nicht liegt. Fangt nicht mit HIIT-Training an, sondern setzt langsame Workouts für morgens an. Ich für meinen Teil komme auch viel besser mit Krafttraining am Morgen zurecht als mit Cardio. Aber auch hier gilt, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss.
Vielleicht motivieren euch ja diese Fakten dazu, es doch zu probieren:
  • Morgens ist die sicherste Zeit zu trainieren. Wie oft kommen abends noch Überstunden, ein spontanes Treffen mit Freunden oder Kopf-/Bauch-/Wasauchimmer-Schmerzen dazwischen, sodass man nicht zum Trainieren kommt?
  • Man fühlt sich den ganzen Tag voller Energie (und Glückshormone), weil man schon etwas geleistet hat. Egal, wie viel am Tag noch schief geht - immerhin habt ihr schon ein erfolgreiches Training hinter euch gebracht (und wenn der Erfolg nur darin bestand, dass ihr euch zum Training motiviert hat - das ist auch ein Erfolg!). Abends seid ihr doppelt so froh, dass ihr euch nicht noch zum Training zwingen müsst.
  • Meine Hauptmotivation ist, ehrlich gesagt, immer das Frühstück danach. Aus diesem Grund gönne ich mir gern etwas besonders Gutes nach dem Training (z.B. diese Protein-Pancakes). Das ist einfachste Psychologie - das Training wird mit etwas Positiven verbunden und das Gehirn speichert nicht nur das Frühstück danach, sondern auch das Training als positiv ab.
  • Übung macht den Meister. Ich habe mich auch immer zu Trainings gequält, bis die große Hitzewelle im Sommer kam. Damals hatte ich gar keine andere Wahl als morgens zu trainieren - sonst war es zu heiß. So konnte ich mich an das Training morgens gewöhnen, bis es mir nichts mehr ausmachte.
 Bildquellen: Helene Souza, Tim Reckmann, Peter Smola / pixelio.de

Samstag, 16. November 2013

"Extrem..." was eigentlich?

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein anderer Post kommen (der nun natürlich später erscheinen wird),
aber dann habe ich mir am Mittwoch die Sendung "Extrem schwer - Mein Weg in ein neues Leben" und dazu liegt mir nun doch einiges auf der Zunge.

Extrem schade: Allgemein finde ich es schade, dass es in solchen Sendungen zum großen Teil nur darum geht, dicke Menschen bloßzustellen bzw. zu blamieren. Das war in "Extrem schwer" zwar nicht so krass wie in anderen Sendungen - aber wenn darauf rumgehackt wird, was dicke Menschen alles nicht können und die Menschen mit Vorliebe unbekleidet oder unvorteilhaft bekleidet dargestellt werden, hat das nichts mehr mit einer informierenden Sendung zu tun.

Extrem amerikanisch: Nun aber zu "Extrem schwer". Ich vermute, dass die Sendung das amerikanische "Extreme Makeover - Weight Loss Edition" zum Vorbild hat. Verschiedene Elemente wie die Ziele für verschiedene Phasen, die intensive Betreuung zu Beginn, die dann langsam ausläuft und das große Makeover am Ende wurden übernommen. Das finde ich im Großen und Ganzen okay, aber mich stört, dass einige (meiner Meinung nach wichtige) Elemente nicht übernommen wurden. Dazu gehört z.B. der Ernährungskurs, der bei "Extreme Makeover - Weight Loss Edition" dazu gehört. Bei "Extrem Schwer" wird zwar eine kurze Schulung des Coaches gezeigt, aber mehr gibt es offenbar nicht. Außerdem finde ich, dass die Betreuung bei "Extrem schwer" fast schon zu intensiv ist - ob das Training ohne die intensive Begleitung durch den Coach auch so gut funktioniert, wird anders als bei der amerikanischen Version nicht gezeigt.

Extrem unrichtig: Was mich bei "Extrem schwer" außerdem stört, ist die Ernährungsempfehlungen, die vom "Diplom-Sportwissenschaftler" ausgesprochen werden. Dieser empfiehlt nämlich eine LowCarb-Ernährung und erklärt Kohlenhydrate aus Nudeln, Reis, Brot usw. per se für verboten. Das halte ich für falsch. Denn zum einen führt zu ein "kalter Entzug" garantiert zu einem Rückfall und Fressattacken (wenn nicht bei den Kandidaten, dann bei Zuschauern, die das ausprobieren). Außerdem sind Vollkornprodukte noch mal etwas ganz anderes - zwar immer noch Kohlenhydrate, aber komplexe Kohlenhydrate mit vielen Ballaststoffen. Die Aussage, dass Kohlenhydrate Zucker sind (Hat jemand übrigens mal mitgezählt, wie oft er "Zucker" in den fünf Minuten gesagt hat, in denen es um Ernährung ging?) ist schlicht falsch. Zucker, wie wir ihn kennen, ist zwar ein Kohlenhydrat, aber andersherum gilt das nicht (Oder würde jemand die Kohlenhydrate aus Vollkornnudeln als Zucker bezeichnen?).

Extrem sportlich: Gut finde ich, dass in "Extrem schwer" gezeigt wird, wie man auch außerhalb des Fitnessstudios Sport treiben kann. Sicher hat nicht jeder einen Wald in der Nähe, wo er Baustämme stemmen kann, aber mit Modifikationen (ersetze Baumstamm durch Wäschekorb) kann jeder Sport machen. Was mir wiederum nicht gefällt, ist, dass die Kandidatin keinen eigenen Sport aussuchen konnte, der ihr Spaß macht, sondern sogar immer zu Sachen gezwungen wurde, die sie überhaupt nicht mochte. Damit jemand lang am Ball bleibt, muss er einen Sport finden, den er mag - egal, ob das nun Kraftsport, Laufen, Schwimmen oder Volleyball ist.

Alles in allem hat die Sendung für meinen Geschmack schon gute Ansätze, aber mir persönlich wird zu viel auf die Tränendrüse gedrückt. Ich hätte gern mehr Informationen zu Ernährung und Sport (nicht unbedingt für mich, aber um generelles Wissen unter die Leute zu bringen), statt lange Geschichten über das Leben der Kandidaten. Aber hier ist die Sendung wohl auch auf das Publikum zugeschnitten und das normale Publikum von RTL II hat da vermutlich andere Ansprüche als ich (ganz mit Vorurteilen belastet, ich weiß).

Wer sich gern selbst überzeugen möchte, kann das übrigens wieder nächsten Mittwoch um 20:15 bei RTL II tun.

Bildquelle: rtl2.de

Dienstag, 12. November 2013

Funktioniert das auch?

Warum trainieren wir eigentlich? Weil es Spaß macht, Kalorien verbrennt und einen gut aussehen lässt, werden die meisten antworten. Doch je älter wir werden (allerdings nicht zwangsweise), desto wichtiger wird Training auch dafür, dass unser Körper uns durch den Alltag trägt. Viele Menschen leiden unter Hüft-, Knie- oder Rückenschmerzen, die durch gezieltes Training vorher hätten verhindert werden können. Doch jetzt ins Fitness-Studio zu rennen ist der falsche Weg - viel besser ist funktionelles Training (und zwar nicht nur als Altersvorsorge).

Funktionelles Training - Deutsch, Deutsch - Funktionelles Training

Funktionelles Training bedeutet nicht, dass wir nach dem Training mit Superman-Funktionen nach Hause gehen. Es bedeutet viel mehr, dass nicht nur einzelne Muskelgruppen angesprochen werden wie z.B. beim Gerätetraining und im Bodybuilding: Hier wird ganz gezielt nur der Bizeps, Trizeps, oder der Gluteus Maximus (hintere Hüftmuskulatur/Pomuskulatur) angesprochen. Die restlichen Muskeln werden künstlich "ruhig" gestellt.

Beim Funktionellen Training ist das anders. Hier werden mehrere Muskelgruppen gleichzeitig angesprochen und trainiert. Eine typische Übung des Funktionellen Trainings ist beispielsweise ein Ausfallschritt, bei dem gleichzeitig Bicep Curls gemacht werden (oder andere Hantelübungen für die Armmuskulatur).

Was bringt Funktionelles Training?

Der Vorteil von Funktionellem Training ist natürlich, dass mehrere Muskelgruppen gleichzeitig angesprochen, d.h. trainiert werden. Logischerweise verbrennt man dabei auch mehr Kalorien in kürzerer Zeit. Das Training verkürzt bzw. intensiviert sich also insgesamt.
Aber das Funktionale Training hat noch einen weiteren Vorteil: Es trainiert nicht nur mehrere Muskelgruppen gleichzeitig (z.B. Bein- und Armmuskulatur im Beispiel oben), sondern auch die stabilisierende Muskulatur (vor allem Bauch- und Rückenmuskeln) wird gestärkt.
Das wiederrum ist besonders wertvoll für unseren Alltag. Auch wenn wir es selbst nicht immer merken, sind wir permanent damit beschäftigt, unser Gleichgewicht zu halten. Leider beanspruchen wir dabei aber nicht automatisch die richtige Muskulatur, was beispielsweise zu Rückenschmerzen führt, weil die Bandscheiben die Aufgabe der Muskulatur übernehmen.

Funktionelles Training für den Kopf

Aber nicht nur unsere gestärkte Rumpfmuskulatur sorgt dafür, dass wir uns im Alltag besser zurecht finden. Auch unser Gehirn lernt beim Funktionellen Training mit.
Im Training achten wir immer sehr darauf (zumindest sollte es so sein), dass wir die Übungen korrekt ausführen. Ein Beispiel ist der Deadlift bzw. das Kreuzheben: Hier dürfen die Knie nicht ganz durchgestreckt sein, der Rücken darf nicht rund werden, sondern muss seine natürliche S-Form im Profil behalten und der Po darf nicht zu weit nach hinten gestreckt sein. Erst dann sollte die Hantel gehoben werden. Ersetzt die Hantel nun durch einen vollen Wäschekorb, einen Umzugskarton oder einen anderen schweren Gegenstand... Der Effekt ist offensichtlich: Wir lernen, auch in unserem Alltag die "korrekte" Technik auszuführen. Unser Gehirn erstellt unbemerkt die Zusammenhänge. Das führt zu einem insgesamt gesünderen Alltag.

Also auf zum Training!

Bildquellen: © Stephanie Hofschlaeger, lichtkunst.73, Dieter Schütz / pixelio.de

Donnerstag, 7. November 2013

App und ein Ei: Blogilates

Ich mag Blogilates wirklich gern. Ich trainiere gern zu Cassey Hos Videos (was hat sie mir schon für Muskelkater beschert!), finde ihre Blogartikel sehr inspirierend und habe auch schon das ein oder andere Rezept nachgekocht. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als eine Blogilates-App angekündigt wurde und noch mehr, als endlich auch die Android-Version rauskam.

Name: Blogilates
Verfügbar für: Android, iOs
Kosten: Gratis, Calendar-Zusatz für 0,72€/Monat

Blogilates bietet einem alles, was man von Casseys Website und ihrem YouTube-Channel gewohnt ist (abgesehen von den Blogartikeln). Der monatliche Workout-Calender, den Cassey jeden Monat herausbringt, ist mit dem Calender-Zusatz ganz einfach über die App abrufbar. Außerdem wird jeden Monat ein spezielles App-Video gedreht. Zusätzlich kann man Videos gezielt danach suchen, welche Muskelgruppen beansprucht werden sollen. Auch die Rezepte sind in der App verfügbar. Außerdem gibt es noch Zugriff auf den Blogilates-Online-Shop. Wessen Fragen noch immer nicht beantwortet wurden, kann sich an das Forum wenden.

Pro:
  • Man merkt, dass Cassey sehr gern designt oder zumindest sehr viel Wert darauf legt. Denn auch wenn man über die Inhalte denken kann, was man will - das Layout ist wunderschön, die Fotos sind toll und sehr inspirierend.
  • Was mich bei Blogilates stört, ist, dass es bei YouTube mittlerweile sehr mühsam geworden ist, sich Workouts nach Muskelgruppen zusammen zu stellen. Die App erleichtert das jetzt wieder ungemein.
  • Gerade wenn man unterwegs ist, ist die App unglaublich praktisch. Statt sich durch YouTube zu wuseln, muss man nun nur noch die App aufrufen und das gewünschte Video wählen - also keine Ausreden mehr für Sport im Urlaub o.ä.!
 Kontra:
  • Mein größter Kritikpunkt an der App, ist, dass die Calenderfunktion nur für zusätzliche Gebühren erhältlich ist. Ich hatte darauf gehofft, dass mir die App vor allem das Befolgen des Calendars erleichtert, da ich es extrem mühsam finde, mir die Workouts vom Calendar auf YouTube zusammen zu suchen.
  • Im Forum kann man nur mitmischen (sogar lesen!), wenn man sich über Facebook oder Twitter anmeldet. Ich möchte aber beides nicht. Viele Apps haben diese Funktion, bieten aber auch eine Anmeldung über Email an. Blogilates tut das nicht.
Was es bringt

Ich werde die App trotz der Kritik behalten, was zwei Gründe hat. Einmal erleichtert die App es, mir ein Training zusammenzustellen, dass ganz gezielt auf bestimmte Muskelgruppen zugeschnitten ist. Außerdem finde ich die App für die Rezepte sehr praktisch. Ich habe häufiger das Problem, dass ich mir Rezepte raussuche, sie aber nicht parat habe, wenn ich kochen will (und HUNGER habe). Mit der App kann ich die Rezepte ganz leicht raussuchen.
Für jeden, der bereit ist, Blogilates monatlich eine kleine Spende zukommen zu lassen, würde ich die App uneingeschränkt empfehlen - dabei wiegt die praktische Calendar-Funktion die Kritik einfach auf.

Bildquelle: https://lh6.ggpht.com/8QhL_PK7QEFFGCy1vGcqNTEu5bZnnOnHd46RNrSAjcYytdal56JValrW1CqtY6PJNS4=w300

Montag, 4. November 2013

Wanted: Kaffee?

Andreas Liebhart  / pixelio.de
Ich gebe zu, dass Kaffee für die meisten von uns eher das Gegenteil von "gesund" symbolisiert. Wir alle haben das Bild des gestressten Managers vor uns, der am Tag zehn Tassen Kaffee trinkt und dazu die grotesken Auswüchse der Nahrungsmittelindustrie in sich hinein stopft. Alternativ gibt es die Teenies, die sich eine Kramell-Vanille-Latte mit Schoko-Sahne-Topping bestellen und sich ja so gesund glauben, weil sie den Muffin mit Blaubeeren wählen.
Aber Kaffee ist gar nicht so schlecht wie sein Ruf, sondern kann auch durchaus gesundheitsförderlich sein - auch wenn die wissenschaftlichen Studien dazu teils widersprüchlich sind.

Was ist drin?

Kaffee entsteht aus gerösteten (und gemahlenen Kaffeebohnen).  Vorher haben die Kaffeebohnen einen Proteingehalt von 11%, dies ändert sich jedoch im Röstvorgang. Auch der Zucker verschwindet beim Rösten. Zurückbleiben wasserunlösliche Kohlenhydrate, die später als Kaffeesatz übrig bleiben. Kaffee ist außerdem reich an Mineralien, z.B. Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, sowie anderen Mineralien in Spuren. Ein großer Bestandteil sind auch die Alkaloide wie Trigonellin, Nikotinsäure, Theobromin und Theophyllin und zum Großteil Koffein, das im Folgenden am interessantesten für uns ist.

Warum Kaffee?

Hier ist die Frage berechtigter als sonst, denn Kaffee hat eigentlich einen eher schlechten Ruf. Das Koffein verursacht Herzrasen, erhöhten Blutdruck, Sodbrennen, Angstzustände, Unruhe, Schlaflosigkeit, sowie leichte Entzugserscheinungen.
Aber Kaffee hat auch positive Effekte. Kaffee soll nicht nur vor verschiedenen Krebsarten schützen, sondern auch chronische Leberentzündungen, Alzheimer und Parkinson hemmen.
Außerdem kann Kaffee sich positiv auf die Leistungen beim Sport auswirken. Kaffee, in niedriger Dosis konsumiert, erhöht die Leistungsfähigkeit beim Sport. Das gilt sowohl für Ausdauersportler, die Strecken schneller zurücklegen können, als auch für Kraftsportler, die mehr Gewicht heben können. Besonders für HIIT kann der Effekt von Kaffee genutzt werden: Hier erhöht das Koffein die Ausdauer signifikant. Allerdings gilt das nur, falls der Körper nicht an Koffein gewöhnt ist, d.h. mindestens zwei Wochen zuvor kein Kaffee getrunken wurde.
Die entwässernde Wirkung, die Kaffee oft zugeschrieben wird, ist übrigens Quatsch, sie verfällt, wenn man an Kaffee gewohnt ist.


Wie wird Kaffee genutzt?

Die Anzahl und Varianten, wie Kaffee zubereitet wird, sind unzählig. Ob als Espresso, Latte Macchiato oder Café Crema, mit Sahne, Zucker, Sirup oder Aromen zubereitet, die Möglichkeiten variieren ganz nach Region und Geschmack. Am besten wirkt Kaffee natürlich möglichst pur getrunken, mit wenig Milch und ohne Zucker. Wem Kaffee dann zu bitter ist, der kann Zimt statt Zucker hinzufügen.
Aber Kaffee kann auch ganz anders genutzt werden, z.B. in einem Proteinshake, als Gewürz im Chili oder als Marinade für Steak (Rezepte bei Greatist).
Lichtbild Austria  / pixelio.de
Trotz der positiven Effekte sollte Kaffee nicht ungezügelt konsumiert werden. Empfohlen werden etwa drei Tassen (à 150ml) für Frauen und vier Tassen für Männer pro Tag.

Übrigens
Kaffee wird auch als Dünger benutzt. Die vielen Mineralstoffe lassen Pflanzen besser gedeihen. Besonders wird der Kaffeesatz als Düngmittel für Rosen oder Engelstrompeten empfohlen.
Das billigste Peeling aller Zeiten? Einfach den benutzten Kaffeesatz aufbewahren und später damit den Körper einreiben. Wenn der Kaffee abgewaschen wurde, ist die Haut zart und weich.
Kaffee kann auch üble Gerüche neutralisieren. Dazu einfach gemahlenen Kaffee in eine Schale geben oder in einen Kaffeefilter füllen und diesen verschließen. Nach etwa einer Woche ist der schlechte Geruch verschwunden.