Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rückblick Oktober

Das Jahr neigt sich erstaunlich schnell dem Ende zu - schon ist der Oktober wieder vorbei.
Zum Glück hat man aber mehr Zeit, um Blogs zu lesen, wenn es draußen regnet und stürmt und hier gibt es wieder neues Lesefutter für euch!

Top 5
  • Männer und Frauen sind nicht nur äußerlich unterschiedlich. Auch ihre Stoffwechsel und die Art, wie sie Muskeln aufbauen, sind verschieden. Neugierig? Dann schnell MarathonFitness!
  • Jeder von uns hat schon mal von der xy-Diät gehört, die garantiert funktioniert. Und dann musste man sich plötzlich für gesunde, cleane Ernährung verteidigen. Warum das aber so wichtig ist, steht SummerTomato geschrieben.
  • Unser Körper braucht Essen, richtige Nahrung aus möglichst vielen natürlichen Zutaten. Bleiben aber trotzdem ganz schön viele Auswahlmöglichkeiten übrig. Eine Hilfe bietet da der Artikel auf Carrots'n'cakes.
  • Der Winter naht und damit wird Laufen immer schwieriger. Warum wir den Winter als Chance sehen und wie man ihn optimal nutzen kann, erklärt Daniel Roth von beVegt.
  • Niemand kann 100% clean essen, dazu gibt es einfach zu viele Versuchungen. Welche man aber ausschlagen sollte und wie man das beste Gleichgewicht findet, wird diesen Monat auf Katheats beschrieben.
Challenge

Diesen Monat habe ich es wieder geschafft, an meiner persönlichen Challenge teilzunehmen. Die Wahl fiel passend zur Jahreszeit auf einen (Hokkaido-) Kürbis. Den hatte ich noch nie bewusst gegessen und konnte ihn mir diesen Monat als Suppe und in Overnight Oats gönnen.



Sonntag, 27. Oktober 2013

Friss den Frust

Viel zu tun im Haushalt, schlechtes Wetter, Streit mit dem Freund und dann noch unfreiwillige Überstunden. Daheim will man nur noch ausruhen... und da ist die Tafel Schokolade. Oder besser gesagt, da war sie, denn im Nu ist sie aufgegessen. Und die Cornflakes kommen auch gerade recht, direkt aus der Packung. Warum nicht auch noch Toast, dick mit Butter beschmiert und Käse belegt? Oder die halbe Dose Eis, die noch vom Sommer im Kühlschrank ist? Denn jetzt fühlt sich der Tag und alles, was vorher geschehen ist, nicht mehr so schlimm an. Und nach der halben Pralinenpackung ist der Schmerz und Ärger vielleicht ganz weg...

Emotional Eating

Diese Art der Heißhungerattacken werden auch Emotional Eating genannt, weil sie nicht hormonell (wie bei PMS oder Schwangerschaften) o.ä. bedingt sind, sondern genutzt werden, um Emotionen zu unterdrücken (oder Glücksgefühle gezielt hervorzurufen). Dies funktioniert unter anderem, weil der Körper beim Essen Glückshormone ausschüttet, die unsere negativen Gefühle übertünchen.
birgitH  / pixelio.de
Zu diesem Zweck stopft man alles Essen in sich hinein, was gerade zur Verfügung steht. Meist sind das zuckerreiche oder fettige, also hochkalorische Speisen. Sie werden oft nicht lang gekaut, sondern direkt hinunter geschlungen. Die betroffenen Personen denken in dem Moment auch nicht nach, sondern essen immer weiter, selbst wenn sie schon längst satt sind. So werden in kurzer Zeit bis zu 5000 Kalorien verzehrt.
Es folgt ein schlechtes Gewissen, allerdings zwingen die Betroffenen sich nicht, sich zu übergeben wie Bulemiker. Oft wird auch das schlechte Gewissen über die Heißhungerattacke mit erneutem Essen überdeckt ("Jetzt ist es ja auch egal"), sodass ein Teufelskreis entsteht.

Teufelskreis - die Punkte finden

Rolf van Melis  / pixelio.de
Wie bereits geschrieben, ist Emotional Eating meist mit Ereignissen aus unserem Leben verbunden, die die Heißhungerattacken triggern. Diese kann man in fünf Kategorien unterteilen. Beim sozialen Trigger entsteht Druck im Zusammenspiel mit anderen. Also beispielsweise, wenn man von der Familie zum Essen ermutigt wird oder nicht hinter Freunden zurückstehen will. Der emotionale Trigger entsteht durch Ärger, Verletzungen, Frustration, Langeweile, Stress oder ein
er inneren Leere. Der situationsbedingte Trigger kann mit Aktivitäten verbunden sein, z.B. dass zum Kinobesuch die Jumbopackung Popcorn gehört oder im Fußballstadion Currywurst mit Pommes gegessen werden muss. Er kann aber auch entstehen, wenn man täglich am Lieblingscafé vorbei geht oder eine Werbung sieht. Der gedankenbedingte Trigger entsteht durch Selbstreflexion, also Vorwürfe an sich selbst wegen mangelnder Disziplin oder Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Der physische Trigger wird durch Meal-Skipping hervorgerufen oder entsteht, wenn wir physische Schmerzen mit Essen betäuben wollen.
All diese Trigger (häufig noch in Kombination) führen zu Emotional Eating. Oft entsteht daraus eine Gewohnheit ("Wenn ich Kopfschmerzen habe, hilft Schokolade dagegen"), sodass es noch schwieriger wird, gegen die Gelüste anzukämpfen.

Teufelskreis - Der Ausgang

Bernd Kasper / pixelio.de
Wie entkommt man aber nun dem Teufelskreis Emotional Eating? Es gibt keine Antwort auf diese Frage, jedenfalls keine eindeutige. Mal wieder muss jeder selbst für sich herausfinden, was für ihn am besten funktioniert. Wichtig ist, dass man seine Triggerpunkte erkennt. Dazu sollte man nach jedem Fall von Emotional Eating detailliert aufschreiben, was an diesem Tag passiert ist. Mit der Zeit erkennt man ein Muster und kann den oder die Trigger identifizieren.
Leider reicht das noch nicht aus, um gegen Emotional Eating zu kämpfen. Meist ist das Emotional Eating mit Gewohnheiten verbunden, die man schon aus seiner Kindheit kennt oder die in unserer Kultur "anerkannt" sind. Dazu gehört z.B. dass die Mutter seinem weinenden Kind Schokolade gibt, um es abzulenken, Weihnachten ohne fettigen Gänsebraten für uns nicht denkbar ist oder die Fressgelage nach der Trennung vom Freund fast schon normal wirken und oft thematisiert werden (z.B. in den Bridget-Jones-Filmen).
Höchstwahrscheinlich kann man den Triggerpunkt nicht aus seinem Leben verbannen, also muss ein anderer Weg gefunden werden,um damit umzugehen. Das geht, indem man Alternativen entwickelt.
Diese Alternativen können ein Aktivitäten wie Joggen, Haushalt oder Gartenarbeit, Entspannungsübungen wie Lesen, Atemübungen oder ein heißes Bad oder soziale Aktivitäten wie ein gutes Gespräch. Reicht das noch nicht aus (langfristig gesehen), sollte man eine spezielle Entspannungstechnik erlernen oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Achtung! Bei Heißhungerattacken, die regelmäßig häufiger als drei Mal die Woche auftreten oder unkontrollierbar sind, sollte immer ein Arzt hinzu gezogen werden. Ich bin nicht (ernährungs-)medizinisch ausgebildet, weswegen mein Rat nicht den eines Arzts ersetzt.

Montag, 21. Oktober 2013

Müsli, die große Falle

Nicht Wasser ist mein Grundnahrungsmittel (na ja, vielleicht doch), sondern Müsli. Ich esse allein jede Woche eine Packung leer. Aber wie ich schon beschrieben habe, kann man bei Müsli auch schnell in die Falle tappen.

Bio heißt nicht gesund

Jürgen Reitböck  / pixelio.de
Nur weil auf einem Müsli "bio" steht, heißt es noch nicht, dass es gesund ist. Und auch wenn es aus Dinkel, Amaranth und co. besteht, erhöht das nicht unbedingt den Gesundheitswert. Viele Bio-Müslis haben einfach nur hochwertigere, naturbelassenere Zutaten als andere - dafür aber auch sehr hohe Kalorienzahlen.
Am übelsten sind so genannte Granolas oder Knuspermüsli. Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie das Zeug zusammen klebt? Durch Zucker oder andere Süßungsmittel. Ich habe mal die Nährwerttabellen der Crunchy-Müslis von Alnatura verglichen (eine Marke, von der ich grundsätzlich überzeugt bin). Durchschnittlich enthielten die Müslis 20-25% Zucker, das heißt fast ein Fünftel leere Kalorien, das nicht sättigt!

Drin ist, was gut ist?

Doch selbst wenn man diese Klippe umschifft hat, heißt das noch lange nicht, dass das Müsli perfekt ist. Denn auch auf die Art der natürlichen Zutaten kommt es an. Schaut euch euer Müsli mal genauer an (oder vergleicht ein paar Sorten im Supermarkt).
Hannelore Dittmar-Ilgen / pixelio.de
Wie viele Erdnüsse sind in eurem Müsli enthalten? Leider ist das ein Zeichen für schlechte Qualität. Denn Erdnüsse sind sehr billig, das bedeutet also weniger Produktionskosten für die Hersteller und weniger Gewinn. Leider müsst ihr dann auch davon ausgehen, dass auch die restlichen Zutaten des Müslis aus einer schlechten Produktion sind und nicht unbedingt so gesund sind.
Genau dasselbe gilt leider für einen hohen Kokosgehalt: Eine günstige Methode um das Müsli süßer zu machen und an anderen süßenden Zutaten (s.u.) zu sparen.

Was macht ein gutes Müsli wirklich gut?

claudia kottisch  / pixelio.de
Es gibt genau drei Dinge, auf die ihr beim Müslikauf achten solltet:
  • Zucker: Enthält das Müsli zusätzlichen Zucker? Wie groß ist der Anteil davon? Woraus könnte der restliche Zucker stammen? Bei einem Früchtemüsli mit Datteln und Rosinen kann er zum Beispiel auch daher rühren und somit keine industrielle Glucose sondern natürliche Fructose sein. Manche Müslis deklarieren das sogar extra. Bis zu 12 % Zucker sind deshalb okay (wenn er nicht als Extra-Zutat aufgeführt wird).
  • Vollkorn: Handelt es sich um normale Haferflocken oder die Vollkornversion? Sind vielleicht noch andere (Vollkorn-) Flocken enthalten? Welche Getreidesorten sind überhaupt enthalten? Je mehr Vollkorn, desto besser.
  • Ballaststoffe: Auch die Menge der Ballaststoffe ist wichtig. Ballaststoffe können vom Körper nicht verdaut werden, halten ihn aber lange beschäftigt (und uns damit satt). Das Müsli sollte deshalb mindestens 8g Ballaststoffe auf 100g Müsli enthalten.
Mein liebstes Müsli ist derzeit das Vollkorn Früchte Müsli von Die Kornmühle (erhältlich bei Netto). Leider hat es einen sehr hohen Zuckeranteil (durch die Trockenfrüchte und vor allem die Bananenchips). Was ist euer liebstes Müsli? Hinterlasst mir einen Kommentar!

Dienstag, 15. Oktober 2013

Zurück in die Zukunft

Das Leben ist nicht einfach. Wer dann noch versucht, gesunde Ernährung und Sport mit seinem Alltag zu vereinen, der fast nie darauf ausgerichtet ist, der scheitert oft. Versuchungen kommen und gehen und nicht selten können wir uns nicht zurückhalten und greifen zu. Kommen dann noch schlechtes Wetter, eine Erkältung oder Termindruck dazu, fällt sogar der Sport als Ausgleich weg. Das ist nicht das Leben, das ihr leben wollt? Dann heißt es "back to work".


Heute back' ich, morgen brau' ich, übermorgen...

Renate Franke  / pixelio.de
Überlegt nicht, wann ihr wieder neu starten wollt. Tut es jetzt. Egal ob es 15 Uhr am Nachmittag oder 3 Uhr in der Früh ist. Denn je länger ihr einen Zeitpunkt zum Neuanfang sucht, desto unwahrscheinlicher wird es, dass ihr ihn einhaltet. In zwei Wochen nach Omas Geburtstag mit großer Kaffeetafel? Ah ja, zwei Wochen ungesund essen und kein Sport. Danach ganz sicher auch noch. Übermorgen, weil morgen ja das lang geplante Pizza-Essen mit den Freunden ist? Vergesst es.
So hart es auch klingt, ihr werdet diesen Termin nicht einhalten, wenn ihr ihn in die Zukunft legt. Denn wenn er in der Zukunft liegt, kann man ihn auch weiter verschieben und weiter und weiter und... Fangt heute an und zwar jetzt und hier, in diesem Moment. Legt die Kekspackung weg und verschenkt die Schokolade an eure Freunde. Wartet nicht länger. Tut eurem Körper das nicht an. Ändert etwas.

Setzt euch Ziele

www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de
Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig Ziele sind. Denn sie sind sozusagen euer Maß. Auf ein Ziel könnt ihr hinarbeiten. Fortschritte messen. Erfolge sehen und feiern.
Euer Neuanfang muss als Ziel zwei Eigenschaften haben:
  • Es darf nicht zu hoch sein: Wenn euer Neuanfangsziel zu hoch gesetzt ist, werdet ihr es nicht erreichen. Ihr werdet versagen und es nicht einfach hinnehmen, sondern euch als Versager fühlen. Dann macht ihr noch weniger Sport und esst noch ungesünder und kommt in einen Teufelskreis, weil ihr es das nächste Mal auch nicht schaffen werdet... Und so weiter und so fort. Setzt euch lieber realistische Ziele wie einmal in der Woche Joggen gehen oder nur noch ein Stück Schokolade pro Tag.
  • Es muss eure Motivation widerspiegeln: Warum tut ihr euch das an? Warum wollt ihr schwitzen, Gemüse statt Schokolade essen und Einladungen zum Pommes-Essen ablehnen, obwohl ihr eigentlich gern teilnehmen würdet? Sucht diesen Grund. Wollt ihr die Bikinifigur? Wollt ihr einen Marathon laufen? Fühlt ihr euch eigentlich besser, wenn ihr euch clean ernährt? Haltet diesen Grund fest. Bezieht ihn in eure Zielplanung mit ein (ein kleines Laufevent, ein Veggie-Treffen mit Freunden, für das ihr ein Menü vorbereitet...). Denkt jedes Mal an diesen Grund, wenn ihr wieder kurz vorm Scheitern seid. Das ist der Grund, warum ihr es wollt. Das ist der Grund, warum ihr es schafft.
Blick nach vorn

Thommy Weiss  / pixelio.de
Es ist passiert. Ihr hattet eine Fressattacke. Ihr habt lange mit dem Sport ausgesetzt. Ihr habt lieber Schokolade als Äpfel und frittiertes Schnitzel statt Salat gegessen. Ihr könnt es jetzt sowieso nicht mehr rückgängig machen. Aber das ist okay.
Ihr solltet nicht mehr in die Vergangenheit schauen, es sei denn, um zu lernen, wie ihr solche Rückschläge in Zukunft vermeidet. Ansonsten sollte nur noch die Zukunft für euch relevant sein. Macht einen detaillerten Plan, was ihr wie ändern wollt - jeder kleine Schritt zählt. Jeden Abend ein Häkchen zu machen, motiviert mehr, als sich in Selbstvorwürfen zu ergehen.
Ihr seid wahnsinnig toll, weil ihr der Versuchung nicht weiter nachgeben wollt, sondern euer Leben so lebt, wie IHR wollt - und nicht jemand anders oder euer Körper mit der Zuckersucht und dem Fettgedächtnis. Ihr werdet das Hindernis bezwingen, was auch immer es ist.

Samstag, 12. Oktober 2013

Stretch it out

Über das Dehnen gibt es viele Mythen. Wann sollte ich dehnen (Vor oder nach dem Training?), beugt Dehnen Verletzungen vor und warum sollte ich es überhaupt machen?

Dehnen vor dem Training

S. Hofschlaeger  / pixelio.de
Vor dem Training macht Dehnen Sinn, um die Muskeln aufzuwärmen. Allerdings solltet ihr auf
keinen Fall unaufgewärmt in den Spagat rutschen o.ä.! Stattdessen ist vor dem Training seit den Achtzigern ein so genanntes dynamisches Stretchen angesagt.
Beim dynamischen Stretchen versucht man, durch Wippen oder Federn den Muskel zu dehnen und bleibt nicht in einer Position. Zum dynamischen Stretchen gehören z.B. Butt Kicks, Rumpfrotationen oder Arme kreiseln lassen. Dadurch sollen Verspannungen gelöst und die Muskeln aktiviert werden. Beim dynamischen Stretchen ist es aber wichtig, dass ihr den Fokus nicht auf die Dehnung, sondern auf die Bewegung legt!

Dehnen nach dem Training

S. Hofschlaeger  / pixelio.de
Nach dem Training empfiehlt sich vor allem statisches Stretchen. Klassisch wird dabei der Körper in eine Position gebracht (wie z.B. oben erwähnt der Spagat), in der ein Muskel gedehnt wird. Wer nach dem Training lange in Dehnpositionen verweilt, der hat nachgewiesen mehr Kraft als jemand, der das nicht tut. Deshalb solltet ihr mindestens nach jedem dritten Training dehnen und euch am besten sogar einmal pro Woche nur darauf beschränken.
Wem das klassische Stretchen zu langweilig ist, der kann auch das aktive statische Stretchen ausprobieren. Dabei wird der Muskel erst angespannt (allerdings ohne Gewichte o.ä. zu nutzen) und dann gedehnt. Dadurch spannt sich in der Phase der Dehnung der antagonistische Muskel an.

1x1 des Dehnens

www.yogan-om.de  / pixelio.de
Obwohl viele es behaupten, schützt das Dehnen nach dem Training nicht vor einem Muskelkater. Es kann ihn sogar verschlimmern! Denn beim Muskelkater wird der Muskel vom Körper künstlich verkürzt, damit er nicht noch mehr verletzt wird. Wenn der betroffene Muskel nun gedehnt wird, unterbrecht ihr diesen Schutzmechanismus und riskiert ernsthafte Verletzungen! Nachgewiesen ist hingegen, dass Dehnen einen Effekt bei Zerrungen haben kann.
Wichtig ist, dass beim Dehnen zwar ein leichter Schmerz entstehen kann, dieser sich aber nicht verschlimmern sollte. Dann sollte die Dehnung auf keinen Fall intensiviert werden! Denn auch hier können Verletzungen entstehen.
Auch wenn das nun eher nach negativen Effekten des Dehnens klingt - Dehnen an sich wird trotzdem empfohlen. Es schützt zwar nicht direkt vor Verletzungen und Schmerzen, kann aber vorbeugend wirken (genauso wie übrigens die Kräftigung von Muskeln). Außerdem wird dem Dehnen sogar ein positiver Effekt auf die Psyche nachgesagt.
Ein einfaches Dehnungsworkout findet ihr beispielsweise hier.


Noch eine kleine Bitte in eigener Sache: Wie ihr vielleicht schon von Instagramm wisst, ist mein Herd für längere Zeit nicht benutzbar. Ich habe eine Mikrowelle, einen Wasserkocher und eine lauwarme Herdplatte, um mir tagtäglich Essen zu kochen. Wenn ihr Rezepte wisst oder Ideen habt, wie ich mich außer von Fertiggerichten unkompliziert ernähren kann, schickt mir bitte Rezepte an Frischundknackig [at] live.de ([at] durch @ ersetzen und die Leerstellen wegkürzen) oder taggt sie bei Instagramm mit #mikrowellenzauber. Die besten Rezepte küre ich auf diesem Blog.

Dienstag, 8. Oktober 2013

I got the power - Gewichtheben für Frauen?

Habt ihr schon mal Frauen zugehört, die sich über ihren Sport austauschen? Yoga und Zumba sind die beliebtesten Sportarten, gefolgt von Tanzen oder Mannschaftssport. Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen, die in "Männersportarten" vertreten sind. Aber habt ihr schon mal von einer Frau außerhalb des Fitnessstudios gehört, dass sie Kraftsport betreibt oder mit Hanteln arbeitet? Habt ihr schon mal von einer Frau gehört, die Kraftsport statt Cardio neben ihrer Diät betreibt? Ich noch nicht.

Strong, not skinny

lichtkunst.73  / pixelio.de
Wenn ihr abnehmen wollt, ist es das Dümmste, euch nur auf Ausdauersport zu verlassen. Natürlich stimmt es, dass Ausdauersport am meisten Kalorien verbrennt. Aber das gilt nur für die Zeit, in der ihr den Sport betreibt und allenfalls noch während des After-burn-effects bis zu 24 Stunden danach. Wer Krafttraining betreibt, gibt damit Impulse an den Körper weiter, der die Muskeln wachsen lässt. Muskeln haben aber diverse Vorteile. Zunächst verbrauchen Muskeln auch im Ruhezustand (d.h. wenn ihr im Bett liegt und euch nicht bewegt) mehr Energie als Fett. Das heißt, wer viele Muskeln hat, braucht automatisch  mehr Energie, also Essen. Erfolgt diese zusätzliche Nahrung nicht, erfolgt eine Abnahme.
Zudem sind Muskeln viel straffer als Fett. Das heißt, beim selben Gewicht ist ein muskulöser Körper sehr viel schlanker als ein "fettiger" Körper.
Zu guter Letzt helfen euch Muskeln auch im Alltag - ihr kommt sehr viel besser die Treppen hoch oder könnt schwerer heben, ohne Schmerzen zu bekommen. Dieser Effekt ist auch unter Funktioneller Kraft bekannt - denn das bedeutet, dass die Muskeln nicht nur auf kleine Bewegungen (z.B. Bicep Curls) trainiert sind, sondern auch in anderen Bereichen eingesetzt werden können (z.B. beim Heben).

Abs are made...

england_is_great  / pixelio.de
... in the weight room (Frei übersetzt: Bauchmuskeln werden in der Muckibude gemacht). Für die meisten ist ein Sixpack der Inbegriff von einem durchtrainierten, sexy Körper, egal ob männlich oder weiblich. Aber ein Sixpack entsteht garantiert nicht dadurch, dass man am Tag hundert Wiederholungen von Sit-ups und dergleichen macht. Denn ein Sixpack hat jeder, es ist bei den meisten nur unter dem Körperfett versteckt.
Krafttraining bietet sich hier nicht nur als Methode an, um den Körperfettanteil zu senken. Denn wer mit Dumbbells (Kurzhanteln) arbeitet, trainiert automatisch die Bauchmuskeln mit. Sie werden zur Stabilisation des Körpers gebraucht, egal ob man mit den Gewichten eigentlich die Arme oder Oberschenkel trainiert.

Krafttraining: So geht's

Krafttraining muss nicht nur im Geräteraum im Fitnessstudio stattfinden, sondern kann mit nur wenig
S. Hofschlaeger  / pixelio.de
Aufwand auch zuhause stattfinden. Egal ob mit dem eigenen Körpergewicht, mit Wasser oder Erde gefüllten Plastikflaschen oder Hanteln, auch zuhause lässt sich ein ideales Workout finden.
Wichtig beim Krafttraining ist jedoch, dass ihr die Übungen korrekt ausführt. Lasst euch also von einem Profi beraten oder seht euch Videos auf YouTube an, in denen die Übungen genau erklärt werden müssen. Ich hatte beispielsweise lange Rückenschmerzen nach dem Krafttraining, bis ich herausfand, dass ich Deadlifts falsch ausführte.
Ihr braucht auch trotz Krafttraining keine Angst haben, dass ihr ein weiblicher Arnold Schwarzenegger werdet. Denn dafür ist eine große Menge des Hormons Testosteron nötig, die wir Frauen gar nicht produzieren. Außerdem müssen weitaus mehr als 2000 Kalorien pro Tag für so einen Muskelzuwachs konsumiert werden - und ich bezweifle, dass jemand, der figurbewusst ist, das tut (selbst wenn man keine Kalorien zählt). Wer ganz sicher gehen will, kann auch stattdessen nur mit leichten Gewichten und dafür vielen Wiederholungen trainieren. Ich persönlich tue das nicht, sondern bevorzuge schwerere Gewichte - denn damit wird das Training sehr viel effektiver und vor allem kürzer. Und wer will schon lange auf Ergebnisse warten?

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Billig, bio, bewusst - gehen drei Bs auf einmal?

Wer sich in seinem Körper zufrieden fühlen und gesund sein will, sollte sich so bewusst und gesund wie möglich ernähren. Das ist aber leider nicht damit getan, dass man nur noch Vollkornprodukte, mageres Fleisch, Obst und Gemüse isst. Denn das was bei uns auf den Teller kommt, ist schon lang nicht mehr natürlich, sondern wurde in riesigen Plantagen und Gewächshäusern mithilfe von Pestiziden und künstlichem Dünger angebaut. Wer seinem Körper wirklich etwas Gutes tun will, sollte deshalb nur Bio-Lebensmittel kaufen. Doch das führt zum nächsten Problem, denn bio ist meist auch teurer. Wie kann man also alle drei Bs vereinen?

Das rechte Maß finden

Michael Grabscheit  / pixelio.de
Nicht alles, was ich konsumiere, ist auch bio, das gebe ich ganz offen zu. Als Studentin kann ich mir das gar nicht leisten. Allerdings versuche ich, zumindest einiges bio zu kaufen. Dazu gehören zum Beispiel Eier und Milch. Bei mir sind das Grundnahrungsmittel, die ich fast jede Woche kaufe - dafür möchte ich aber, dass die Tiere in einigermaßen guten Verhältnissen leben und nicht nur genmanipuliertes Futter und Fischmehl fressen müssen. Thunfisch kaufe ich beispielsweise nur, wenn er mit delfinfreundlichen Methoden gefangen wurde.
Fisch und Fleisch esse ich ohnehin kaum und wenn dann meistens nur außerhalb oder wenn ich eingeladen bin.
Gemüse und Obst kaufe ich hingegen möglichst regional und saisonal (das geht mittlerweile in den meisten Supermärkten oder man geht auf einen Wochenmarkt) und nicht unbedingt bio.
Hier muss jeder für sich herausfinden, was er für sich für vertretbar hält und wie weit er gehen kann oder will.

Die Sorte macht es

Dirk Maus  / pixelio.de
Wen man sich für wenig Geld möglichst gesund und gut ernähren will, muss man damit rechnen, dass die Ernährung nicht allzu exotisch sein kann. Mangos, Süßkartoffeln oder Sprossen sind da nicht unbedingt drin. Vergleichsweise billige Bio-Lebensmittel sind vor allem Äpfel, Bananen, Gurken, Tomaten und Kartoffeln.
Je weniger Obst und Gemüse reisen mussten, desto weniger wurde es gelagert und desto mehr Inhaltsstoffe sind noch enthalten. Deshalb sollten Obst und Gemüse wenigstens aus Europa stammen, damit wenigstens (zeitraubende) Ozeanüberquerungen rausfallen.

Trockene Kost
Tim Reckmann  / pixelio.de

Ich rate selten dazu, Großpackungen zu kaufen, denn als Single bekommt man die kaum auf und meist werden nur extrem kalorienreiche, ungesunde Lebensmittel in Großpackungen verkauft. Die einzige Ausnahme mache ich bei Trockenprodukten wie getrockneten Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen) und Pseudogetreide (Haferflocken, Couscous, Bulgur, Hirse). Diese sind ein tolles Mittel, um sich gesund zu ernähren, ohne viel Geld auszugeben. Trockenprodukte nehmen im Kochprozess eine Menge Wasser auf und quellen dann auf, sodass eine einzelne Packung sehr viele Portionen beinhaltet. Vollkornnudeln und brauner Reis gehören theoretisch auch in diese Liste, sind aber meistens teurer.
Leider sind diese Trockenprodukte selten Bio-Produkte, aber wie schon gesagt... man muss das rechte Maß finden.