Montag, 30. September 2013

Rückblick: September

Der September ging viel schneller rum, als ich es gemerkt habe - wahrscheinlich lag es daran, dass ich in den Septemberwochen oft von morgens bis nachts unterwegs war.

Topliste

Irgendwie habe ich es aber trotzdem geschafft, ein paar Blogs zu verfolgen und so ist wieder eine Top 5 zusammen gekommen.
  • Zur Zeit haben wir zwar Ruhe, aber bald werden sicher wieder Nachwuchsmodels über den Catwalk stolzieren und versuchen, Heidi Klum & co. zu überzeugen. Tausende Mädchen werden das verfolgen und den einen Traum haben: Model werden. Welche abartigen Denkweisen in der Modewelt herrschen und wie gesundheitsgefährdend das Modelleben ist, hat Cassey von Blogilates toll beschrieben!
  • Darya Rose von Summertomato hat diesen Monat ihre Geschichte geteilt und ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Diätwahnsinn beschrieben. Wie sie diesem Teufelskreislauf entkam und seitdem mit Fressattacken und Gelüsten umgeht, könnt ihr hier nachlesen.
  • Es ist Herbst und die Temperaturen sinken immer tiefer. Am liebsten bleibt man jetzt im Haus, aber was ist mit Joggen gehen? Auf beVegt könnt ihr euch darüber informieren, wie ihr euch am besten für den Winter ausstattet und mit welcher Methode ihr die richtige Kleidung wählt.
  • Schlechte Tage hat jeder. Kopfschmerzen, schlechter Schlaf, ein stressiger Alltag oder mieses Wetter können dazu führen, dass das Joggen zur Qual wird. Wie ihr euer Training am besten anpasst und so trotzdem ein Erfolgserlebnis habt, findet ihr bei MarathonFitness.
  • Die "Real Food"-Serie von Katheats kann ich generell nur empfehlen. Besonders gut gefiel mir aber diesen Monat, wie sie erklärt hat, was "Real Food" ist und bei welchen Lebensmitteln sie Ausnahmen macht. Wer außerdem noch Inspiration für gesunde Mahlzeiten sucht, sollte sich diesen Artikel durchlesen.
Challenge

Diesen Monat habe ich es leider nicht geschafft, die Challenge zu erfüllen... Ich hoffe, dass es mir im Oktober wieder gelingt!

Empfehlung des Monats

Andrea Kusajda  / pixelio.de
Obwohl ich ja normalerweise ohne Pläne trainiere, weil sie mir zu langweilig sind, habe ich nun doch für einige Wochen nach einem Plan trainiert. Warum ich ihn nicht aus Langweile abgebrochen habe? Nun, zum Einen waren nur drei Trainingstage in der Woche angesetzt, sodass ich zusätzlich noch weitere Workouts machen konnte. Außerdem dauerte das Training nur 20-30 Minuten, wodurch ich ebenfalls viele Kombinationen erstellen konnte.

Laut Trainingsplan braucht man Kurzhanteln (Dumbbells) und eine Bank. Eine Bank hatte ich nicht, aber ich habe dann entsprechen improvisiert und mein Bett für die Dips genutzt oder mich für die Seated Calf-Raises einfach auf einen Stuhl gesetzt.

Wer die Übungen nicht kennt, kann einfach mal im Internet danach suchen - zu allen gibt es bereits Videos oder Anleitungen.
Viel Spaß!

Samstag, 28. September 2013

Krank trainieren

Der Herbst ist nicht unbedingt meine Lieblingsjahreszeit, was nicht nur an den fallenden Temperaturen und dem nahenden Winter, sondern auch daran liegt, dass jetzt wieder die Erkältungszeit zurück kommt. Ich bin zwar, seit ich regelmäßig trainiere, viel weniger anfällig, aber ab und an erwischt es auch mich. Doch wie ist das mit dem Trainieren, wenn man krank ist?

Den Kampf nicht unterbrechen

Rike / pixelio.de
Eine Krankheit ist für unseren Körper ein Feind. Deshalb bekämpft er ihn mit allen möglichen Mitteln und konzentriert sich ganz auf diesen Kampf. Das ist die natürliche Reaktion unseres Körpers, die wir auf gar keinen Fall stören sollten. Wenn man jetzt jedoch allerdings Sport treibt, wird der Körper zusätzlich belastet. Das lenkt ihn von seinem Kapf ab. Dadurch dauert der Kampf gegen den Infekt länger, sondern der Infekt kann auch Siege davon tragen.

Ein bisschen seriöser ausgedrückt bedeutet das: Wenn ihr Sport treibt, während ihr krank seid, könnte das die Krankheit nicht nur verlängern, sondern euer Zustand könnte sich auch verschlechtern. Im schlimmsten Fall führt das sogar zu einer Herzmuskelerkrankung, die tödlich verlaufen kann.

Ab wann ist Training schlecht?

Am besten ist es natürlich, wenn ihr gar nicht trainiert, wenn ihr krank seid. Im Winter kann das aber dazu führen, dass ihr kaum trainieren könnt, denn wie oft hat man einen einfachen Schnupfen? Zum Glück muss man kein Arzt sein, um ungefähr feststellen zu können, wie fit man ist.
Eine einfache Faustregel ist der Ort der Symptome. Bei allen Symptomen oberhalb des Halses (wie Schnupfen, Kopfschmerzen oder leichter Husten) könnt ihr noch weitertrainieren, solltet euer Training aber anpassen und Intervalle oder HIIT auslassen. Stattdessen tun moderates Krafttraining, Yoga, Pilates, kurze und langsame Radtouren und Läufe jetzt gut. Wichtig ist hier die richtige Kleidung: Ihr solltet jederzeit warm genug angezogen sein, aber auch nie durchgeschwitzte Klamotten haben (das Zwiebelsystem bietet sich an).
BeKo / pixelio.de
Bei allen Symptomen unterhalb des Halses wie Gliederschmerzen, tief sitzender Husten, aber auch Übelkeit und anderen Magen-Darm-Beschwerden, solltet ihr besser das Training ausfallen lassen und eurem Körper Erholung gönnen. Auch bei Fieber ist jeglicher Sport verboten!
Auf jeden Fall Tabu ist Sport, wenn ihr Medikamente wie Antibiotika nehmt. Hier solltet ihr mit dem Training warten, bis ihr die Medikamente wieder abgsetzt habt. Training mit Schmerzmittel ist zwar nicht unbedingt gut (de facto ist das schon Doping), aber wer z.B. trotz Menstruationsbeschwerden trainiern will, kann das noch tun.

Gute Besserung!

Wenn ihr Fieber habt, solltet ihr mindestens bis zum zweiten Tag warten, an dem ihr fieberfrei seid. Ansonsten müsst ihr auf euer Gefühl hören: Fühlt ihr euch wohl beim Training? Freut ihr euch darauf? Oder seid ihr lustlos und eure Muskeln tun schon nach den ersten drei Wiederholungen weh?
günther gumhold  / pixelio.de
Steigt am Anfang lieber langsam wieder ins Training ein und gönnt eurem Körper eine länger Pause. Ansonsten kann es sein, dass die Krankheit wieder mit voller Wucht zurück kommt und ihr im Endeffekt noch länger flach liegt!
Um die Heilung besonders bei Erkältungen und grippalen Infekten zu beschleunigen, könnt ihr über eure Ernährung einiges tun. Ganz klar gilt natürlich die Empfehlung, möglichst viel Vitamin C in Form von Zitrusfrüchten und anderem Obst zu konsumieren. Ich empfehle vor allem Ingwertee mit Zitrone. Aber auch Zink hilft bei Erkältungen sehr gut. Es ist vor allem in rotem Fleisch, Linsen, Käse, Walnüssen und grünem Tee enthalten.

Disclaimer: Ich habe keine medizinische Ausbildung. Die hier gegebenen Empfehlungen beruhen auf eigenen Erfahrungen oder Recherche. Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt aufgesucht und dessen Rat in jedem Fall befolgt werden!


Ich bin leider vom 30.9.-3.10. weg, deshalb wird der Rückblick leider etwas verspätet kommen.

Mittwoch, 25. September 2013

Das leckerste, praktischste Porridge-Rezept aller Zeiten!

Ich mag Porridge. Was gibt es besseres als eine Kombination aus warmem Frühstück und Haferflocken? Im Winter kenne ich nichts Besseres. Porridge hat nur zwei Nachteile: Es ist zu aufwendig, es im Alltag zuzubereiten (bei aller Liebe stehe ich nicht zehn Minuten früher auf, um Frühstück zu kochen) und mein bisheriges Rezept war mir immer zu wässrig, das Ergebnis glich zu sehr einer Suppe als einem Brei. Aber all diese Probleme habe ich mit einem Overnight Porridge gelöst! Hier zeige ich euch meine Lieblings-Variante, aber ihr könnt natürlich ganz nach Gusto experimentieren.

Eine Person wird satt mit:
So sollte es am Abend aussehen

- 40g Haferflocken
- 400 ml Wasser
- 50 ml Milch
- 1/2 TL Chiasamen
- 1 Apfel (optional)
- 1 TL Zimt (optional)
- Eine Prise Muskatnuss (optional)

Die Haferflocken zusammen mit dem Wasser in einen Topf geben und warm werden lassen. Den Apfel sehr fein schneiden (sonst bleibt er hart) und hinzugeben. Die Masse auf höchster Hitze zum Kochen bringen. Zimt und Muskatnuss hinzufügen. Wenn ihr denkt, dass euch der Topfinhalt gleich um die Ohren fliegt, die Hitze auf eine mittlere bis niedrige Stufe senken. Immer wieder umrühren, sonst klebt das Porridge fest!
Morgens ist es nicht sehr appetitlich...
Nach acht Minuten Blubbern die Milch hinzufügen und das Ganze wieder zum Kochen bringen. Die Masse noch etwa zwei Minuten bei mittlerer Hitze blubbern lassen. Dann den Herd ausschalten, den Topf aber noch 5-10 Minuten darauf stehen lassen!
Jetzt kann das Porridge über Nacht ziehen. Am nächsten Morgen kann es entweder im Topf oder in der Mikrowelle noch einmal erwärmt werden. Wenn die Haferflocken und Chiasamen zu viel Flüssigkeit aufgesogen haben, könnt ihr noch Milch hinzufügen, aber wartet das Aufwärmen ab, dabei verflüssigt sich die Masse noch mal!

Mit ein wenig Vorarbeit habt ihr also am nächsten Morgen ein perfektes Porridge in nur zwei bis fünf Minuten. Guten Appetit!


Samstag, 21. September 2013

Nicht alles gehört auf die (Gold-)Waage

Ich gebe zu: Ich bin ein Waagen-Junkie. Lange Zeit lang habe ich mich Tag für Tag gewogen. Das brachte nach Fressattacken und Cheat Days oft bittere Enttäuschung. Noch viel schlimmer waren aber die Tage, an denen ich "nichts getan" hatte, um eine Gewichtszunahme zu erklären, die natürlich trotzdem da war. Mittlerweile ignoriere ich die Waage und fühle mich damit viel besser. Ich habe nicht nur sehr viel einfachere Wege gefunden, mein (Ess-)Verhalten zu kontrollieren, sondern habe auch größere Erfolgserlebnisse.
Meine Waage bleibt im Schrank!

Upside Down...

Die Waage muss nicht unbedingt immer das richtige Gewicht anzeigen. Soll heißen: Zwei Menschen, die das gleiche wiegen und gleich groß sind, können ganz unterschiedlich aussehen. Das liegt daran, dass eine normale Personenwaage nicht anzeigt, woraus sich das Gewicht zusammen setzt.
cameraobscura  / pixelio.de
Ein großer Faktor beim Gewicht ist das Wasser, das in unseren Körper eingelagert ist. Wenn man salzig isst, speichert der Körper automatisch mehr Wasser ein und das Gewicht geht hoch. Auch bei Frauen kurz vor der Periode speichert der Körper oft Wasser. Ein anderer Faktor für das oft schwankende Gewicht ist auch der Magen- und Darminhalt. Wer sich morgens wiegt, hat ein höheres Gewicht, je später und reichlicher er gegessen hat.
Normale Waagen zeigen auch nicht an, wie viel Anteil des Gewichts aus Muskeln und aus Fett besteht. Gerade das ist aber der springende Punkt.
Übrigens: Die Aussage, dass Muskeln schwerer als Fett sind, ist falsch. Muskeln sind lediglich straffer als Fett - wer also Muskeln hat, kann bei mehr Gewicht denselben Umfang haben.

Das rechte Maß finden

Leider gehöre ich trotz allem noch zu denjenigen, die ihren Fortschritt (genauso wie ihre Rückschritte) immer kontrollieren müssen. Mit der Waage ist das nicht wirklich möglich, aber welche Alternativen gibt es?
  • Maßband: Das gute, alte Maßband findet heute eine ganz neue Bestimmung. Gerade das Muskelwachstum lässt sich nämlich besonders gut damit messen. Ich empfehle dazu, den Umfang der Oberschenkel, Oberarme, des Bauchs und (bei Frauen) der Taille zu messen. Wichtig ist, dass man immer die gleichen Stellen nimmt (z.B. auf der Höhe des Bauchnabels oder direkt unter den Pobacken). Außerdem sollte der Muskel beim Messen nicht angespannt werden. Das Maßband sollte locker auf der Haut liegen und nicht einschneiden. Wer kein Maßband hat, kann übrigens auch die Lieblingsjeans oder einen Gürtel zum Messen an den jeweilig passenden Stellen nehmen.
  • Das richtige Ziel: Eine weitere Möglichkeit ist, sich das richtige Ziel zu definieren. Ist das wirklich nur diese eine Zahl auf der Waage? Oder ist es nicht viel mehr das Cocktail-Kleid, in das man passen will (und zwar nicht nur übermorgen nach einer Crash-Diät)? Sind es die Blicke, die man am Strand zugeworfen bekommt (und zwar für einen muskulösen Körper und nicht die 60 Kilo auf der Waage)? Ist es der Halbmarathon, den man schaffen will oder die höhere Gewichtszahl beim Deadlift? Sind es die 5km, die man endlich in weniger als 30 Minuten joggen will? Auch an solchen Zielen kann man seine Fortschritte messen.
  • Hunger: Hunger ist nicht nur ein Zeichen des Körpers, um festzustellen, ob man neue Energie braucht. Die einfachste Maßnahme, um festzustellen, ob man am gestrigen Tag zu viel gegessen hat, ist der Hunger am Morgen. Wenn ich beim Aufwachen schon halb verhungert bin, weiß ich, dass es zu wenig war. Habe ich gar keinen Hunger, habe ich am Tag zuvor wohl zu sehr reingehauen. Wenn ich hingegen nach 5-10 Minuten leichten Hunger bemerke, war mein Essen am letzten Tag genau richtig.
    www.yogan-om.de  / pixelio.de
Ansonsten kann ich euch nur raten, euch zu entspannen. Eine Gewichtszunahme merkt man relativ schnell an den Klamotten, aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Was schnell drauf ist, ist auch schnell wieder runter (zumindest mit gesunder Ernährung und Sport). Also genießt das Leben und klammert euch nicht an Zahlen!

Mittwoch, 18. September 2013

Survival-Guide: Joggen auf dem Land

Joggen "auf dem Land" funktioniert genauso wie in der Stadt, sollte man meinen. Aber ich habe beides erlebt und muss sagen, dass das überhaupt nicht stimmt. Es mag zwar vordergründig nur darum gehen, einen Schritt vor den anderen zu setzen, aber es besteht ein Unterschied dazwischen, ob man sich in einem gepflegten Park befindet oder ob man über Felder und Wiesen läuft.

Der richtige Ort

Man sollte meinen, wenn man etwas ländlicher wohnt, kann man einfach die Tür öffnen und los laufen. Aber meine Erfahrungen haben mich gelehrt, dass das leiden nicht so ist. Wie und wo ihr lauft, solltet ihr aber vor allem von der Art eures Trainings abhängig machen.
Urs Flükiger  / pixelio.de
Wer einen langen oder langsamen Lauf plant, der hat die freie Wahl, wo er laufen will. Ob an der Küste, im Wald, an einem See oder auf Wegen durch die Felder, spielt keine Rolle. Je unberührter der Weg, auf dem ihr lauft, allerdings ist, desto aufmerksamer müsst ihr den Boden beobachten, damit ihr nicht über Steine und Wurzeln stolpert oder in Löcher und Pfützen tretet.
Für Sprints und Intervalleinheiten sind solche Strecken deshalb eher ungeeignet. Für solche Trainingseinheiten braucht ihr am besten gerade Strecken mit ebenem Boden. Hier eigenen sich oft Feldwege, allerdings nur je nachdem wie häufig sie befahren werden (Sprich: wie überwuchert sie sind). Es lohnt sich auch, mal in Fahrradkarten der Region zu gucken, denn hier werden oft auch gute Strecken ausgewiesen, wenn sie auch meist asphaltiert sind. Asphalt sollte zwar nicht die erste Wahl sein, aber für Sprints ist er definitiv ungefährlicher als Waldwege!
Wichtig: Wer zum ersten Mal auf unebenem Boden trainiert, muss ganz besonders aufpassen, denn die Muskeln, Sehen und Gelenke sind so eine ungleichmäßige Belastung nicht gewohnt. Plant für die ersten Versuche lieber langsame Läufe ein und kalkuliert, dass sie trotzdem anstrengend werden. Wenn ihr auf schrägem Boden lauft (z.B. am Strand), achtet darauf, dass ihr rechtzeitig die Richtung wechselt, sodass beide Beine gleichmäßig belastet werden.

Die lieben Mitmenschen

Dieter Schütz  / pixelio.de
Auch auf dem Land ist man leider selten allein. Hier trifft man aber ganz andere Menschen als in der Stadt. Wichtig ist hier vor allem, dass ihr auf die Fahrradfahrer achtet. Gerade wer mit einem Rennrad unterwegs ist, kann oft hohe Geschwindigkeiten erreichen. Da rettet manchmal nur der beherzte Sprung in den Graben. Konzentriert euch also auf euer Gehör, damit ihr Radfahrer von hinten schon von weitem wahrnehmt oder wenigstens das Klingeln hört.
Auch auf dem Land könnt ihr auf Hunde treffen. Diese laufen aber bevorzugt frei herum. Im Zweifelsfall solltet ihr euer Kommen den Besitzern schon von weitem durch lautes Rufen mitteilen. Werden die Hunde dann nicht an die Leine genommen, hilft nur, einen wortwörtlichen Bogen um sie zu machen und langsamer zu laufen. Die Unterordnungs-Taktik gilt natürlich weiterhin.

Die Vorbereitung

Zum Laufen auf dem Land braucht ihr manchmal sogar mehr Vorbereitung als in der Stadt. Ihr solltet immer darauf achten, dass ihr im Falle eines Kollaps gefunden werden könnt. Auch einem gesunden Menschen kann bei Überanstrengung durch Hitze, Stress und/oder hartes Training der Kreislauf schnell verrückt spielen. Deshalb sollte immer jemand ungefähr bescheid wissen, wie lang und wo ihr unterwegs seid. Je nachdem wie abgelegen eure Laufroute ist, solltet ihr am besten ein Handy mitnehmen. Auch mit Traubenzucker und Wasser seid ihr auf der sichereren Seite.
sikapaulus  / pixelio.de
 Damit ihr nicht völlig zerstochen nach Hause kommt, könnt ihr euch mit einem Insektenmittel eincremen. Das riecht zwar unangenehm, hält aber Wespen, Bienen und Mücken fern. Generell ist es angenehmer, nicht an stehenden Gewässern (Mücken) oder frisch gedüngten Feldern, Viehwiesen oder Reitwegen (Fliegen) zu laufen. Vor nervigen, kleinen Fliegen schützen euch (Sonnen-) Brillen. Klamotten in den Farbtönen Gelb und Orange ziehen übrigens besonders Insekten an, diese solltet ihr besser zuhause anziehen.


Da bei mir jetzt nicht nur die Uni angefangen hat, sondern auch noch ein Umzug und dessen Vor- und Nachbereitungen anstehen (inklusive internetloser Zeit...), wundert euch bitte nicht, wenn in den nächsten Wochen die Einträge unregelmäßiger und seltener sind. Ich gebe mir Mühe, hier noch regelmäßig zu posten, aber manchmal haben eben leider auch andere Dinge Priorität.

Sonntag, 15. September 2013

Kantinen: Do's, don'ts und was man sonst noch beachten sollte

Viele sind mittlerweile auf Essen, das von anderen zubereitet wurde, angewiesen. Ob sich nun Studenten und Schüler in den Mensen drängen oder Angestellte mittags in der Kantine verpflegen, viele können und wollen nicht mehr ohne. Das ganze aber mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise in Einklang zu bringen, ist aber leider sehr viel schwieriger.


Die Qual der Wahl


Viele Kantinen bieten mittlerweile eine Auswahl an Gerichten an. In meiner Uni gibt es z.B. jeden Tag ein Gericht mit Fleisch, ein vegetarisches Gericht und eine Suppe oder Eintopf. Aber was davon das gesündeste ist, ist von Tag zu Tag unterschiedlich.
Am leichtesten haben es hier natürlich Omnivoren (also jemand, der weder Veganer noch Vegetarier ist). Sie können jede Alternative abwägen und die gesündeste wählen. Ich gehöre zu diesen Omnivoren, deshalb beschreibe ich im Folgenden, wie sie am besten wählen können, im Groben und Ganzen gilt das natürlich auch für Veganer und Vegetarier, wenn sie denn diese (eine) Auswahl haben.
Hartmut910  / pixelio.de
Schon an der Speisekarte kann man ablesen, was am gesündesten ist. Schlecht sind Begriffe wie: frittiert, gebacken (bedeutet meist dasselbe wie frittiert), gebraten (kommt auf die Fettmenge an), Butter, Rahm, Sahne und Creme. Besser sind gedünstet, gekocht, gegrillt oder roh. Pfifferlinge in Rahmsauce sind deshalb nicht gesünder als ein gegrilltes Putensteak mit Gemüse. Grundsätzlich kann ich Gemüsesuppen und -pfannen (sofern sie nicht mit Sahne "verfeinert" wurden) empfehlen, genauso wie mageres Fleisch. Als Beilage eignen sich am besten Kartoffeln oder Vollkorngetreideprodukte, sofern das verfügbar ist.


Portionsweise


Dies ist keine ideale Portion... (Anna Reich  / pixelio.de)
Kantinen bieten selten die idealen Portionen. Meistens bestehen sie zu einem großen Teil aus Kohlenhydraten (Nudeln, Reis, Kartoffeln) mit kleiner Fleisch- und Gemüseportion. Idealerweise sollte eine solche Portion aber aus einem Viertel Kohlenhydraten (in Form von Vollkorngetreideprodukten und anderen Ballaststoffquellen), einem Viertel Eiweiß (weißes Fleisch oder Hülsenfrüchte) und zur Hälfte aus Gemüse bestehen.
Das führt jedoch schon zum zweiten Problem: Der Portionsgröße. Auch diese ist meist viel zu groß kalkuliert. Die meisten brauchen so eine riesige Portion nur, wenn sie ansonsten kaum etwas essen. Deshalb kann und muss man die Portionen oft anpassen. Ich mache es meist so, dass ich zuerst das Gemüse und dann das Eiweiß esse. Von den restlichen Kohlenhydraten nehme ich nur so viel, bis ich mich zu achtzig Prozent satt fühle. Der Sättigungseffekt tritt erst zwanzig Minuten später auf, deshalb sind achtzig Prozent ein gutes Maß.


Was sonst noch zu beachten wäre


Leider gibt es unzählige Fallen, in die man in Kantinen tappen kann, weshalb ich nicht alle aufzählen kann. Eine weitere Falle ist die Würzung des Essens. Meist wird Kantinenessen sehr viel Salz hinzugefügt. Das ist zwar per se nicht schlecht, aber auf Dauer auch nicht unbedingt förderlich. Außerdem wird dann Wasser im Körper eingelagert. Wenn die Nährwerte der Mahlzeiten angegeben werden, sollte man auch das beachten und wenn möglich die Bedienung bitten, einem weniger stark gesalzene Speisen zu geben.
Auch bei Salatbars muss man vorsichtig sein. Es ist zwar eine tolle Chance, sich gesund zu ernähren, aber auf die angebotenen Dressings sollte man besser verzichten, weil sie zu viel Fett, Zucker und Salz enthalten können. Manche Kantinen bieten alternativ Essig und Öl an, mit denen man ein eigenes Dressing zusammen stellen kann. Ist das nicht der Fall, solltet ihr euch ein eigenes zuhause mixen und mitnehmen.

Donnerstag, 12. September 2013

App und ein Ei: Noom Pro Version & auf Deutsch

 Ich hatte leider in den letzten Tagen kein Internet, deshalb konnte ich weder Blogposts, noch Instagrammeinträge posten. Aber das hat nun hoffentlich ein Ende und ich werde wieder regelmäßig posten, soweit der Unistress das zulässt.

Freundlicherweise wurde mir von Noom ein kostenloser Zugang zu der Pro-Version der App zur Verfügung gestellt. Außerdem ist Noom mittlerweile auf Deutsch erhältlich. Deshalb möchte ich euch meine neuen Erfahrungen mit Noom gern mitteilen.

Noom auf Deutsch

Ich finde es erst mal sehr gut, dass die App mittlerweile auf Deutsch erhältlich ist. Nicht jeder kann gut Englisch und gerade bei Sport und Ernährung gibt es manchmal so kompliziertes Vokabular, dass man stundenlang mit dem Nachschlagen von Vokabeln beschäftigt wäre. Ich bezweifle, dass die Motivation der meisten dafür ausreicht.
Die kleinen Artikel, mit denen Noom über Sport, Ernährung und Gewichtsverlust informiert bzw. die Challenges sind sehr gut formuliert, leicht verständlich, aber dennoch sehr informativ. Einmal hatte ich einen Text, der leider noch auf Englisch war, aber solche kleinen Fehler werden mit der Zeit sicher ausgemerzt. Auch dass einige Lebensmittel fehlen und Marken noch nicht per Barcode registrierbar sind, ist schade, aber ich denke, es hat auch damit zu tun, dass sich die deutsche Version von Noom erst noch entwickeln muss.

Was mich teilweise gestört hat, war, dass einige Portionsangaben kompliziert sind. So hätte ich gern eine Definition gehabt, was laut Noom eine Portion ist. Ich wollte zum Beispiel Mirabellen einloggen, aber ich wusste nicht, was eine Portion Mirabellen sind. Eine Hand voll? Ein Schüsselchen? Ein Teller? In der englischen Version gab es Portionsgrößen wie "Kleine Portion - eine Ringschachtel", an denen man sich einfach orientieren konnte.

Noom als Pro-Version

Leider wird einem nicht angezeigt, was bei Noom zur Pro-Version gehört und was nicht. Da ich Noom nicht mehr regelmäßig nutze, weil ich mit meinem Gewicht zufrieden bin, weiß ich deshalb nicht genau, was für Neuheiten es nun gibt.
Aus meiner alten Probephase erinnere ich mich daran, dass einige der Artikel, die man jeden Tag lesen kann/muss/sollte nur in der Pro-Version lesbar sind. Die Artikel werden auch an die persönlichen Interessen und Vorlieben angepasst, was natürlich sehr angenehm ist.
Außerdem kann man in der Pro-Version nicht nur sein Gewicht, sondern auch seinen Taillenumfang einloggen. Der Taillenumfang ist deshalb so wichtig, weil das Bauchfett am gefährlichsten bezüglich Herzerkrankungen ist. Deshalb ist ein Umfangverlust dort sehr wichtig.
Auch wenn man mehrere Sportarten an einem Tag betreibt, kann man diese nun einloggen (vorher war das auf eine begrenzt). 
Zu guter Letzt wird Pro-Version-Nutzern auch ein besonders guter Support versprochen. Sie haben laut der Noom-Website Priorität.

Fazit

Ich kann Noom noch immer guten Gewissens als Hilfe zum Abnehmen empfehlen (meine Bedenken habe ich ja bereits in der ursprünglichen Rezension geäußert). Die deutsche Version freut mich sehr, weil sie Noom für mehr Leute zugänglich macht.
Jedem, der sich ausführlich über Abnahme und Sport informieren will, kann ich auch die Pro-Version der App empfehlen. Gerade wenn man Noom länger benutzen will, stelle ich mir die zusätzlichen Features als sehr nützlich vor. Aber auch User der normalen Version können meiner Meinung nach guten Gewissens weitermachen. Letztlich geht es ja nicht darum, wie man zu einem gesünderen Lebensstil kommt, sondern dass man es überhaupt schafft - und dafür ist Noom in jeder Version als Einstiegshilfe gut geeignet.

Freitag, 6. September 2013

Der Survival-Guide: Joggen in der Stadt

Joggen ist der einfachste Weg Sport zu machen. Man braucht im Grunde genommen weder Ausrüstung, noch Vorwissen, noch eine große Planung. Aber wer in der Stadt wohnt, der hat es dabei leider nicht so leicht. Und wer öfter Joggen geht, sollte einiges beherzigen, damit das Joggen zu einem wahren Erfolg wird.

Der Ort

Ich-und-Du / pixelio.de
Natürlich bietet es sich an, den nächst gelegenen Park als Joggingstrecke zu wählen. Das kann nur schnell langweilig werden, vor allem, wenn es sich um einen Park handelt, in dem man immer nur dieselbe Runde laufen kann. Wer nach neuen Strecken und Citytrails sucht, kann hier neue Routen finden.
Wichtig beim Joggen ist der Untergrund. Wer immer nur auf Asphalt joggt, schadet damit den Gelenken. In so einem Fall ist es unglaublich wichtig, dass man sich richtige Laufschuhe nach einer ausführlichen Beratung kauft. Besser sind Wege in Parks, die aus festem Untergrund und Kies bestehen. In den meisten Parks gibt es außerdem Parks aus weicherem "Waldboden" oder Pellets, sucht einfach mal.

Die anderen

In der Stadt ist es naütrlich äußerst wahrscheinlich, dass ihr nicht allein seid. Die einzige Möglichkeit, Zuschauer zu vermeiden, ist, wenn man sehr früh morgens oder sehr spät abends joggt. Aber Achtung, informiert euch vorher, ob der Park irgendwann abgeschlossen wird!
Wer nicht auf diese Extreme ausweichen will, muss sich wohl oder übel auf die anderen einlassen. Die meisten Leute sind allerdings freundlich und gehen zur Seite. Viele sind sogar dankbar, wenn man auf sich aufmerksam macht, wenn man von hinten kommt. Trotzdem gilt die ungeschrieben Regel: Fahrradfahrer vor Inliner vor Jogger vor Spaziergänger.
M. Großmann  / pixelio.de
Besondere Vorsicht ist übrigens bei kleinen Kindern und Hunden geboten. Kinder neigen oft dazu, einem im letzten Moment doch in den Weg zu laufen oder plötzlich stehen zu bleiben. Hunde hingegen gehören bekanntlich zum größten Joggerfeind... Sehr wichtig bei Hunden ist vor allem, dass man ihnen nicht direkt in die Augen schaut. Denn was bei Menschen als Zeichen für Offenheit gilt, ist bei Hunden reine Provokation! Senkt ihr hingegen den Blick, ordnet ihr euch dem Hund unter, was die meisten Hunde beruhigt.

Vorteile der Stadt

Monika Oumard  / pixelio.de
Es macht keinen Spaß in der Stadt zu joggen. Asphaltböden. Wenig Bäume. Autos. Lärm und Abgase. Aber die Stadt hat auch Vorteile, denn sie beherbergt Unmengen an Menschen. Und ein paar von diesen Menschen sind auch laufbegeistert.
In fast jeder Stadt gibt es mindestens einen Laufverein, dem man sich anschließen kann. Hier kann man nicht nur Erfahrungen austauschen und um Rat fragen, sondern die meisten Vereine bieten auch regelmäßige Lauftreffs, gemeinsames Training und Vorbereitung auf längere Läufe an. Deshalb lohnt es sich immer, sich zu informieren!
Wer eher ein Einzelgänger ist, kann aber zumindest den Vorteil nutzen, dass es in Städten oft "Volksläufe" oder Wettbewerbe gibt. Ob das nun ein Marathon oder eine Staffel durch den Park ist, spielt keine Rolle. Solche Wettbewerbe geben euch klare Vorgaben und vor allem ein Ziel, auf das ihr hinarbeiten könnt. Und wer weiß: Vielleicht schafft ihr ja bald den ersten Marathon durch eure Heimatstadt?

Montag, 2. September 2013

Die besten Post-Workout-Pancakes

Ich bin eigentlich kein Mensch, der morgens vor dem Frühstück trainiert. Aber wenn ich daran denke, dass nach dem Training ein tolles Frühstück auf mich wartet, steigert das meine Motivation enorm. Noch dazu enthalten diese Pancakes viele Proteine (wichtig für den Muskelaufbau) und komplexe Kohlenhydrate (die Glykogenspeicher müssen wieder gefüllt werden), sodass sie nach dem Training ideal sind!

Post-Workout-Pancakes

Für eine Portion bzw. drei Pancakes benötigt man:

- 1 Ei
- 25g feine Haferflocken
- 30g Naturjoghurt
- 2 TL Wasser
- 1/2 TL Backpulver
- 1 Scoop Proteinpulver
- Öl zum Braten

Haferflocken und das Ei miteinander mischen (die Masse ist recht zäh). Dann den Joghurt unterrühren. Zusammen mit dem Proteinpulver das Backpulver hinzufügen. So verrühren, dass der Teig Blasen schlägt (das Backpulver muss gleichmäßig verteilt sein, sonst sehen die Pancakes sehr merkwürdig aus).
Gerade rechzeitig umgedreht ;)
Jetzt so viel Wasser zu der Masse hinzufügen, dass der Teig vom Löffel tropft und nicht daran klebt. Die Haferflocken sollten mittlerweile auch nicht mehr zu erkennen sein, sondern sich zum größten Teil mit der Masse verbunden haben.
In einer Pfanne Öl erhitzen und die Pancakes darin goldbraun braten. Natürlich kann man je nach Geschmack zu dem Teig noch Beeren, Nüsse, Schokolade oder andere Extras geben. Ich lasse ganz gern kurz vor dem Ende noch Schokolade auf meinen Pancakes schmelzen.

Wie gut, dass man Pancakes nicht nur zum Frühstück essen kann!
Guten Appetit!