Freitag, 30. August 2013

Rückblick: August

Und auch der August neigt sich leider dem Ende zu - und mit ihm der Sommer. Zwar ist mein Körper schon total auf Herbst eingestellt, aber irgendwie waren die schönen, heißen Tage (und ich rede nicht von der Hitzewelle, sondern von angenehmen Badesee-Wetter) dieses Jahr viel zu kurz.

Hit-Marathon

Diesen Monat dürfen natürlich meine liebsten Blogartikel nicht fehlen. Das war gar nicht so leicht, denn es gab wirklich einen Haufen guter Posts. Aber am Ende musste ich mich dann doch entscheiden.

  • Katheats hat diesen Monat tolle Varianten vorgestellt, wie man Gemüse zubereiten kann. Einige davon kannte ich zwar schon und habe sie auch schon beschrieben, aber wer noch mehr Inspiration sucht, der wird hier sicherlich fündig werden!
  • Ich habe ja diesen Monat meinen Standpunkt zu Diäten, die Kohlenhydrate oder Fett ausschließen, schon geäußert. Aber obwohl sie zu einer gesunden Ernährung dazugehören, heißt das nicht, dass man sie wild kombinieren sollte. Die richtige Kombination wird bei Marathonfitness erklärt (Dieser Post wurde zwar noch im Juli veröffentlicht, aber direkt nach meinem letzten Rückblick, weswegen ich ihn jetzt noch mal aufgenommen habe).
  •  Auch Summertomato ist diesen Monat auf den Diätwahn eingegangen. Ihre Argumente, warum eine Diät nie funktionieren kann, sind ebenfalls sehr einleuchtend!
  • So gut eine gesunde Ernährung ist, ich denke 100% hält das niemand durch (mich eindeutig mit eingeschlossen!). Doch auch dafür bietet Summertomato einige gute Tipps und Guidelines, mit deren Hilfe man ein gutes Gleichgewicht schaffen kann.
  • Diesen Monat drehen sich die besten Posts alle um das Nicht-Diäten... Aber das ist ja auch ein wichtiges Thema. Auch Besser als Fastfood hat darüber geschrieben und erklärt sehr detailliert, warum hungern keinen Sinn macht, wenn man abnehmen will.
Challenge

Auch diesen Monat habe ich mein Soll erfüllt und eine neue Obstart ausprobiert. Im Supermarkt gab es bei uns eine neue Melonenart, Sugar Baby Gold Melon. Normalerweise mag ich keine Honigmelonen (Melonen sind sowieso nicht so mein Liebling und wenn, dann nur Gallia-Melone), aber diese war wirklich lecker. Nicht zu wässrig und nicht zu süß. Als gut für das nächste Jahr merken!


Dienstag, 27. August 2013

Low Fat, Low Carb, Low Life?

Die neusten Diäten kommen spätestens nach Weihnachten. Wenn alle Welt gesündigt hat und die geschenkten Pralinenschachtel sich stapeln, die Sommerklamotten unter gar keinen Umständen mehr passen wollen, veröffentlichen alle Zeitschriften die neusten Diäten. Zuerst wurde Fett komplett aus der Ernährung verbannt, dann waren die Kohlenhydrate die Bösen. Die Erklärungen machen durchaus Sinn, wenn man sie bezüglich des Gewichtsverlust liest - aber tun sie das auch auf die lange Sicht hin?

Das Ausschlussverfahren

Claudia Hautumm / pixelio.de
Letztlich funktionieren die meisten neuen Diäten, die als Wundermittel verschrien werden, meistens so, dass eine Lebensmittelgruppe ausgeschlossen wird. Ob das nun Makronährstoffe wie Fett (in den Neunzigern verschrien) oder Kohlenhydrate (Atkins-Diät) oder bestimmte Lebensmittel wie Milchprodukte, Getreide und Hülsenfrüchte (Paleo-Diät) sind, spielt praktisch keine Rolle. Denn alle Diäten werben damit, dass sie in möglichst wenig Zeit möglichst viel Gewicht purzeln lassen.

Aber macht es wirklich Sinn, eine Ernährungsgruppe komplett auszuschließen? Die Antwort ist: Nein. Es ist zwar wahr, dass der Körper seine Energie am einfachsten aus Fett, dann aus Kohlenhydraten und dann aus Proteinen gewinnen kann und wir diese Lebensmittel deshalb bei der Menge in umgekehrter Reihenfolge zu uns nehmen sollten. Aber der Körper braucht jeden dieser Stoffe. Essentielle Fettsäuren, die ungesättigten, können vom Körper nicht selbst gebildet werden, deshalb müssen wir sie  durch Lachs, Nüsse oder Leinöl zu uns nehmen. Außerdem können bestimmte Vitamine nur mit Fett vom Körper aufgenommen werden.
Auch Kohlenhydrate brauchen wir, denn unser Gehirn kann nur daraus Energie bekommen. Dabei verbraucht es pro Tag 100-150g Kohlenhydrate. Wer schon mal eine Low-Carb-Diät gemacht hat, der kennt vielleicht das unangenehme "dumme" Gefühl, das entstehen kann.
Und auch zu viel Proteine sind ungesund, denn auf lange Sicht belastet das die Nieren extrem.
Etwas auszuschließen macht also keinen Sinn. Wichtig ist also die richtige Zusammensetzung der Ernährung und die Art der Makronährstoffe (bei Kohlenhydrate z.B. Vollkorn- statt Weißmehlprodukte).
Außerdem: Hat schon mal jemand zwei Monate lang komplett auf Kohlenhydrate verzichtet? Niemand kann diese Frage positiv beantworten. Denn früher oder später holt sich unser Körper, was er braucht und zwar in einer Heißhungerattacke. Dann aber meistens mehr, was gut für ihn ist.

Die Körperuhr

Tony Hegewald  / pixelio.de
Viele Diäten funktionieren auch nach dem Prinzip, dass man zu einer bestimmten Tageszeit nur bestimmte Nährstoffgruppen zu sich nehmen darf. Sehr gut bekannt ist "Schlank im Schlaf" (morgens Kohlenhydrate, abends nur Proteine) oder auch die Ernährungsuhr (morgens ist das Naschen von Weißmehl- oder Zuckerprodukten erlaubt, je später der Tag, desto proteinhaltiger sollte das Essen sein).

Im Grunde genommen sind diese Diäten aber Unsinn. Denn Abnahme funktioniert nur, wenn die Kalorienverbrennung (durch alltägliche Verrichtungen und Sport) über der Kalorieneinnahme (Essen) liegt. Und unserem Körper ist es ganz egal, ob wir diese Kalorien abends oder morgens zu uns nehmen und woraus er sie gewinnt (bis zu einem gewissen Grad, s.o.). Es gibt nur einen Grund, warum man abends nicht mehr schwer essen sollte: Weil man dann schlechter schläft. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man hochkalorisches Essen noch im Laufe des Tages abtrainiert, wenn man sie morgens isst. Aber auch das funktioniert nur, wenn der Körper später mehr leisten muss.

5 Kilo in zwei Wochen!

Florentine  / pixelio.de
Es klingt zu schön, um wahr zu sein - und das ist es auch. Es ist zwar möglich, das Gewicht in kurzer Zeit stark zu reduzieren. Aber gesund ist das nicht. Und davon abgesehen reduziert man in so kurzer Zeit nur das reine Gewicht und nicht das Körperfett. Aber keiner von uns hat das eigene Gewicht auf die Stirn geschrieben. Wir sehen nur den Körperfettanteil eines Menschen. Bei Radikaldiäten wird der aber kaum verringert. Stattdessen wird Wasser ausgeschieden (das Erfolgsgeheimnis der Low-Carb-Diäten) und Muskeln werden abgebaut.
So schnell das Gewicht hinunter kommt, kommt es also auch wieder rauf. Denn Radikal-Diäten verleiten zu Heißhungerattacken und sind selten auf den Alltag anpassbar, um das Gewicht zu halten statt zu verringern. Außerdem ist das Wassergewicht schnell wieder rauf - nur das Muskelgewicht nicht, obwohl wir Muskeln ja eigentlich behalten wollen!

Wie geht es richtig?

Welche Diät ist nun also die richtige? Gar keine. Es gibt keine richtige Diät, nur eine richtige Lebensweise. Wer sein Gewicht verringern will, muss die Kalorienverbrennung höher als die Einnahme treiben. Aber Achtung: Auch Kalorienzählen ist dabei nicht der gesündeste Weg, denn natürlich kann man dabei eine riesige Portion Gemüse mit einer Tafel Schokolade ersetzen - aber davon nimmt man trotzdem zu. Es kommt auf die ausgewogene Mischung von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten an.
Auch darf die Differenz zwischen Einnahme und Verbrennung nicht mehr als 500 Kalorien betragen. Denn dann fühlt sich unser Körper an eine Hungersnot erinnert und fängt an jegliches Fett zu bunkern. Das heißt, wir nehmen automatisch zu und der Stoffwechsel wird durcheinander gebracht.
Dauerhafter Gewichtsverlust funktioniert außerdem nicht von heute auf morgen, sondern passiert langsam. Denn Abnehmen ist ein Lernprozess: Welche Lebensmittel tun mir gut? Wie viel davon darf ich zu mir nehmen?
Wer abnehmen will, sollte versuchen, intuitiv zu essen, worauf der Körper (Achtung: Nicht unsere Gier!) Lust hat und in den Maßen, bis wir satt sind. Die einzige Regel, die ich dabei empfehle, stammt von Michael Pollan: Eat food. Not too much. Mostly plants. (Iss Nahrung. Nicht zu viel. Vor allem Pflanzen.) (Genauer erklärt Pollan das in seinem Buch, diese englische Rezension ist aber eine gute Zusammenfassung)
Kombiniert werden sollte das Abnehmen mit Sport: Ausdauersport, um eine optimale Fettverbrennung zu erreichen. Und Muskeln, die auch im Ruhezustand mehr Energie verbrennen als Fett.
Nur so könnt ihr langfristig und gesund Abnehmen - und diesen Gewichtsverlust auch halten.

Sonntag, 25. August 2013

Die Höhlenmenschernährung - Paleo

segovax  / pixelio.de
Stellt euch vor, wie das Leben vor über tausenden von Jahren war. Es gab kein Übergewicht, keine Herzinfarkte oder Schlaganfälle, kein Diabetes... Alle unsere Zivilisationskrankheiten existierten bei den Höhlenmenschen noch nicht. Was hat sich also seitdem geändert, abgesehen davon, dass wir mittlerweile in Häusern statt in Steinhöhlen leben und die ein oder andere Annehmlichkeit der Technik haben? Laut Anhängern des Paleo-Lebensstils vor allem unsere Ernährungsweise. Deswegen bewegen sie sich mit ihrer Ernährung wieder "back to the roots". Auf den ersten Blick klingt das ziemlich logisch, aber liegt der Teufel vielleicht im Detail?

Paleo - worauf kommt es an?

christian alex  / pixelio.de
Wer sich nach der Paleo-Art ernährt, eifert den Höhlenmenschen nach. Das bedeutet, grob gesagt: Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch. Denn die Paleo-Diät zeichnet vor allem ihr hoher Fettgehalt aus. Nach Paleo sind alle Arten von Fleisch erlaubt, wobei dieses am besten "Bio" sein sollte. Außerdem erlaubt sind Fisch, Eier, Nüsse, Obst und Gemüse, also alles, was die Jäger und Sammler sich beschaffen konnten.
Nicht erlaubt hingegen sind Milchprodukte, Zucker und Pflanzenöle. Besonders ist, dass bei der Paleo-Diät sämtliches Getreide und Hülsenfrüchte aus der Ernährung verbannt sind. Das heißt, dass eine typische Paleo-Mahlzeit sich aus Fleisch und rohem oder gebratenem Gemüse zusammen setzt, während so genannte "Sättigungsbeilagen" wie Reis oder Nudeln verboten sind. Einzig Süßkartoffeln oder die Yams-Wurzel sind wegen ihrer komplexen Kohlenhydrate erlaubt.
Generell sollte der Kohlenhydratkonsum sehr niedrig gehalten werden. Nur wer sportlich aktiv ist, darf mehr Kohlenhydrate zu seiner Ernährung hinzufügen.

Gut oder schlecht?

Theoretisch hört sich die Paleo-Diät natürlich sehr gut an. Gemüse und Eiweiß sind ein großer Bestandteil. Viele Fette, die man zu sich nimmt, sollen aus Nüssen stammen, sind also ungesättigte Fettsäuren.
Das Problem ist jedoch, dass durch den hohen Eiweißkonsum die Nieren stark belastet werden. Dadurch kann es auch zu Gicht kommen.
Für Vegetarier ist die Diät außerdem sowieso kaum geeignet. Natürlich kann man auch aus Gemüse einen großen Anteil seines Eiweißbedarfs decken, allerdings muss man dann schon sehr auf die Ernährung achten und genau planen.

Adolf Riess  / pixelio.de
Warum ich die Diät (eigentlich ist es ja eher eine Lebensweise, das englische Wort "diet" mit Diät zu übersetzen kann zu Fehlinterpretationen führen) trotzdem vorstelle, obwohl ich keine Diäten propagieren will? Weil ich denke, dass wir uns einiges davon abschauen können. Gerade der Verzicht auf Zucker und Getreide macht Paleo nämlich zu einer (ernährungswissenschaftlich) sehr interessanten Diät. Low Carb mag auch nicht unbedingt gesund sein, aber die meisten essen leider viel zu viel Kohlenhydrate. Natürlich fordert (und braucht) unser Körper diese Kohlenhydrate, weil sie eine schnelle Energiequelle bieten, aber wir übertreiben es oft.
Auch die gesunden Fette vernachlässigen wir oft, während sie in der Paleo-Diät eine ganz entscheidende Rolle spielen.
Gerade den Gedanken "back to the roots" finde ich persönlich auch sehr sinnvoll. "Back to the roots" heißt nämlich auch: Keine stark verarbeiteten Lebensmittel wie Fertig- und Dosengerichte, keine Konservierungs-, Geschmacks- oder Aromastoffe, keine künstlich "gesunden" Lebensmittel, kein raffiniertes Mehl und Zucker. In dieser Hinsicht ist eine Ernährung wie bei den Höhlenmenschen also auf jeden Fall sinnvoll.

Donnerstag, 22. August 2013

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Mir ging es so, als ich für meine Abiprüfungen lernte: Nach fünf bis sieben Stunden Lernen am Tag hatte ich einen unbeschreiblichen Bewegungsdrang, dem ich natürlich gern nachkam. Aber über vier Wochen lernen war das keine gute Idee. Denn so gut sportliche Aktivität ist, irgendwann braucht der Körper auch seine Pause. Aber auch die kann man effektiv nutzen.

Warum Pausen?

Jede Bewegung fordert unsre Muskeln. Je mehr wir unsere Muskeln fordern, desto mehr müssen wir arbeiten. Dadurch entstehen nicht nur ständig kleine Muskelfaserrisse (auch als Muskelkater bekannt), die der Körper
reparieren muss. Je größer die Herausforderung ist, desto mehr lässt unser Körper die Muskeln wachsen. Doch dafür braucht er Pausen. Nicht umsonst sagen Experten, dass die Pausen mit genauso viel Sorgfalt und Disziplin durchgezogen werden müssen wie Workouts.
Überforderung kann nicht nur zu einer höheren Verletzungsgefahr führen, sondern den Körper auch anders stressen: Hoher Blutdruck, chronischer Muskelkater, schlechter Schlaf oder Gewichtsschwankungen können die Folge sein, wenn zu viel trainiert wird.

JMG  / pixelio.de
Planung

Wer optimale Ergebnisse erzielen will, der kommt um eine Planung seiner Workouts (inklusive Pausen) nicht herum. Generell sollte pro Woche ein Tag komplett trainingsfrei sein. So kann der Körper die Glykogenspeicher wieder füllen und die Muskeln reparieren.
Aber auch innerhalb der Workouts sollte man auf Pausen setzen. Wer sieben (oder sechs) Tage die Woche die Armmuskeln trainiert, wird am letzten Tag nicht nur keine Hantel mehr heben können, sondern tut seinem Körper auch nichts Gutes und wird letztlich keinen Erfolg sehen. Besser ist es, wenn jeden Tag unterschiedliche Muskelgruppen trainiert werden. Nur so wird der Körper optimal gefordert.
Wer HIIT-Workouts macht, sollte diese ebenfalls nicht täglich durchführen, sondern nur ein bis zwei Mal in der Woche. Danach sollten Ruhetage oder leichtere Workouts folgen, um den Körper zu schonen.
Insgesamt wird sogar empfohlen alle vier Wochen dem Körper eine ganze Woche lang eine Pause zu gönnen, in der nur minimal trainiert wird. Verschiedene Studien zeigen, dass sich die Muskeln in dieser Erholungsphase optimal regenerieren und sogar (ohne Training) wachsen. Aber auch die mentale Erholung so einer Entspannungs-Woche ist nicht zu unterschätzen.

Pause - aber effektiv!

Pausen bedeuten nicht nur, dass man sich auf das Sofa liegt und den ganzen Tag Fernsehen schaut. Mit einfachen Mitteln können auch die Pausen viel intensiver vom Körper genutzt werden. Wichtig ist zunächst, dass der Körper genug Schlaf bekommt. Wenn der Körper nichts anderes leisten muss, nutzt er die Zeit, um die (Muskel-) Zellen zu reparieren und ihr könnt mit neuer Kraft starten.
Aber auch in der trainingsfreien Zeit solltet ihr auf eure Ernährung achten. Muskeln bestehen bekannterweise aus Proteinen. Wenn der Körper die Muskeln repariert, braucht er logischerweise Proteine, deswegen solltet ihr in den Pausen mageres Fleisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte oder Kakao einplanen. Die in Kirschsaft enthalten Stoffe soll übrigens auch bei der Erholung helfen - einen Versuch ist es ja wert.
Daniel Lachmann / pixelio.de
Aber auch besondere Muskelpflege ist wichtig. Das kann Massage, Stretching oder Foam Rolling sein. Dabei werden die Muskeln gelockert und gedehnt. Muskeln sind wie ein Gummiband - wenn sie angespannt waren muss man sie danach entspannen. Aber auch Wechselduschen und Eisbäder können helfen.
Genauso wichtig wie die Entspannung des Körpers ist aber auch eine Entspannung der Seele. Macht euch einen schönen Tag, an dem ihr nicht daran denkt, wie eure nächstes Training ablaufen wird oder wie ihr eure Leistung verbessern könnt, sondern habt Spaß. Dann startet ihr auch mit mehr Motivation und Kaft ins Training.

Wie oft in der Woche trainiert ihr? Was sind eure besten Tipps für die Regeneration?

Dienstag, 20. August 2013

Wanted: Banane

birgitH  / pixelio.de
Ich war ja nie ein großer Bananenfan. Klar, ich mochte sie schon immer ganz gern, aber ich kam auch gut monatelang ohne aus. Ich kannte auch viele verschiedene Rezepte für Bananen wie Bananenshake, Bananenschokomuffins oder gebackene Bananen mit Honig, aber wie gesagt: Ab und zu lecker, aber ich konnte auch gut ohne leben. Das hat sich in den letzten Monaten deutlich geändert. Denn ich kenne jetzt nicht nur unzählige (alltäglichere) Rezepe mit Bananen und liebe sie auch roh heiß und innig. Zum Glück ist das gar nicht mal so dumm.

Was ist drin?

Bananen gehören zu den kalorienreichsten Schätzen der Natur. Sie schlagen sogar Kartoffeln, was die Kalorienzahl und den Kohlenhydratgehalt angeht. Sie enthalten im Vergleich zu anderem Obst viel weniger Vitamine, sind allerdings reich an Vitamin A, B6, C und Carotinoiden.
Noch mehr enthalten sie aber Mineralien. Bananen gehören hier zu den Spitzenreitern beim Magnesium und Kalium. Sie enthalten aber auch viel Mangan, Kupfer, Phosphor und Eisen.

Warum Bananen?

Bananen sind das ideale Essen nach einem Workout. Die Kohlenhydrate geben neue Energie. Die Magnesiumspeicher, die bei Bewegung geleert werden, werden wieder gefüllt. Außerdem enthalten Bananen sehr viel Potassium, was zur Zellreparatur wichtig ist und so die Regeneration verkürzt. Das Potassium und das in der Banane enthaltene Kalium senken außerdem den Blutdruck.
Ein weiterer Vorteil von Bananen ist der relativ hohe Anteil an Ballaststoffen. Damit befriedigen sie nicht nur schnell den Hunger, sondern halten auch länger satt.

Wie werden Bananen genutzt?

Es gibt unzählige Rezepte mit Bananen, deswegen möchte ich hier nur die häufigsten und meine liebsten nennen:
  • Ein Ei und eine Banane ergeben die leckersten Pancakes der Welt.
  • Bananen kann man auch super einfrieren (man sollte sie vorher schon in Stücke schneiden). Werden die Stücke dann püriert, entsteht ein unglaublich leckeres Bananeneis, das man dann mit Beeren oder Kakao verfeinern kann. Wer statt Eis ein Creme will, der nimmt einfach nicht gefrorene Bananen.
  • Mit Haferflocken und einer Banane kann man die einfachsten Kekse der Welt backen. Dafür einfach die Banane zerdrücken bzw. pürieren und mit 75g Haferflocken vermengen. Nicht wundern, wenn die Masse am Anfang sehr trocken ist, bei längerem Rühren vermischt sich beides! Die Masse zu Keksen formen (möglichst flach) und dann bei 175°C ca. 15-20 Minuten lang backen.
  • Overnight Oats mit Joghurt und Banane sind definitiv eine meiner liebsten Varianten.
  • Banane & Erdnussbutter = Liebe!
Übrigens

Es gibt nicht nur Dessertbananen (=unsere Bananen) und Kochbananen. Bananenherzen bzw. -blüten werden vor allem in der asiatischen Küche sehr gern verwendet. Auch die Blätter kann man kauen, sollte sie aber dann ausspucken, weil sie nur sehr schwer verdaulich sind. Besser kann man die Blätter zu Netzen und Garnen verarbeiten, wie es in Indonesien mit den Faserbananen geschieht.

Banen sind radioaktiv! Angeblich sollen Bananen schon Sensoren an amerikanischen Flughäfen ausgelöst haben, die Radioaktivität suchten. Aber die nukleare Belastung ist natürlich gering. Schon um die gleiche Menge Radioaktivität wie bei einem Oberkörper-Röntgenbild aufzunehmen, müssten wir 200 Bananen essen, bei der jährlichen Maximaldosis eines Arbeiters in den USA wären es 500.000 und bei der Belastung 10 Minuten nach der Katastrophe in Tschernobyl wären es 500 Millionen gewesen. Die Radioaktivität von Bananen führte übrigens zu der BED, der Banana Equivalent Dose, einer Einheit für Strahlung.

Wer vegan lebt, muss nicht auf chemischen Ei-Ersatz zurückgreifen, sondern kann Bananen stattdessen benutzen. Bananen können Öl in Backrezepten auch ersetzen, dazu einfach dasselbe Volumen pürierter Banane wie Öl nehmen.

Mittwoch, 14. August 2013

Schneller, höher, weiter

Die erste große Hürde ist genommen - ihr macht regelmäßig Sport. Ihr kommt nicht mehr nach jedem Hampelmann außer Atem und könnt auch zwanzig Crunches hintereinander machen, ohne das euer Bauch brennt. Aber irgendwie will es nicht mehr weitergehen. Eure Muskeln entwickeln sich nicht weiter. Nach dem Sport seit ihr nicht mehr ausgepowert. Und auch das Gewicht stagniert.
Woran das liegt? Mit den ersten Übungen habt ihr eure Muskeln gefordert und sie sind dem entsprechend gewachsen, um sich der neuen Anforderung anzupassen. Aber jetzt fehlen die Wachstumsimpulse. Aber neue Herausforderungen zu finden ist gar nicht so schwer.

Mehr Gewicht

Siegfried Fries  / pixelio.de
Es soll nicht mehr Gewicht auf die Waage, sondern auf die Hanteln. Wenn ihr keine schwereren Gewichte zuhause habt, versucht, Haushaltsgegenstände zu finden, die euch herausfordern (Bücher, Kataloge, gefüllte Eimer, Dosen...). Wer mit Wasserflaschen arbeitet, kann diese auch mit Erde oder Sand füllen, um sie schwerer zu machen.
Aber "mehr Gewicht" gilt auch für alle anderen Übungen. Crunches oder die Brücke können genauso gut mit Hanteln gemacht werden und werden dadurch effektiver. Dasselbe gilt beim Joggen, wo es mittlerweile schon spezielle Handgewichte und Gewichtsmanschetten gibt.

High Intensity

dr  / pixelio.de
Wer nach neuen Herausforderungen sucht, kann sich an High Intensity Workouts wagen. Ob nach der Tabata- oder einer anderen Methode, ist unwichtig, so lange es wieder fordert.Die neue Struktur überrascht eure Muskeln außerdem und führt wieder zu Wachstum.
Wichtig sind auch Intervalle. Wenn ihr joggt, könnt ihr es damit probieren, dass ihr 10 Sekunden lang so schnell rennt, wie ihr könnt, 20 Sekunden schnell und dann 30 Sekunden langsam. Das ganze wird vier Mal wiederholt, dann folgt eine Pause zur Erholung.
Wer lieber Krafttraining macht, kann so genannte "Super sets" probieren. Dabei werden zwei Übungen hintereinander gemacht, die denselben Muskel fordern. Durch die leicht unterschiedliche Herausforderung durch die verschiedenen Übungen, werden die Muskeln nicht exakt gleich gefordert, aber insgesamt ist die Intensität trotzdem hoch.

Alles neu

Wer seinen Körper mehr fordern will, sollte öfter mal etwas Neues probieren. Wer gern läuft, kann mal Rad oder Inliner fahren oder Walken. Kraftsportler probieren es mit einem klassischen Zirkeltraining wie in der Schule. Aber auch ganz neue Sportarten, die z.B. mehr Balance als Kraft fordern, können neue Wachstumsimpulse setzen. Generell geht es einfach darum, neue Sportarten auszuprobieren und damit die Muskeln neu zu fordern.
Wer lieber beim Alten bleibt, der kann einfach alte Übungen austauschen. Statt Squats werden die Beine mit der Brücke trainiert, Bicycle Crunches werden gegen Russian Twists ausgetauscht. Und obwohl die geforderten Muskeln dieselben bleiben, sind die neuen Übungen sehr viel fordernder, versprochen!

Wie lang macht ihr dieselbe Übungen? Was sind eure Tricks, um euren Körper zu überraschen?

Montag, 12. August 2013

Fallen im Supermarkt

Früher oder später wird jeder mit einer Liste für den Wocheneinkauf im Supermarkt landen. Natürlich hat jeder die besten Vorsätze, was die Ernährung angeht - aber die halten oft nur so lang, bis man durch die Süßigkeitenabteilung läuft. Doch das ist nicht der einzige Fehler, den man im Supermarkt machen kann. Leider gibt es unzählige Fehler... und unzählige Tricks!

Grundsätzliches

Um nicht wahllos Ungesundes in den Einkaufswagen zu schaufeln, solltet ihr schon vorher eine genaue Liste erstellen, was ihr haben wollt. Ein Blick in die Küche verrät, was gebraucht wird. Dem entsprechend solltet ihr auch einen Kochplan für die nächsten Tage erstellen.
Was in jedem Ratgeber steht, ist, dass man nicht hungrig einkaufen gehen soll. Und ja, das ist wahr. Wer vor dem Einkaufen einen Apfel snackt, der wird tendenziell weniger Ungeplantes (-gesundes) kaufen als sonst.

Der lange Weg

Daniel Gehrtz  / pixelio.de
Schließt eure Auge und ruft euch euren Stammsupermarkt vor euer inneres Auge. Zuerst läuft man meist an einem Bäcker vorbei (hier kommt wieder die Regel ins Spiel, dass man nie hungrig einkaufen sollte, denn wer kann dem Geruch schon widerstehen?). Dann ist bei den meisten Supermärkten die Gemüseabteilung, gefolgt von der Kühltheke und eventuell einer Fleisch- und Käsetheke. Hier sind also die "guten" Produkte. Aber sobald ihr euch ins Innere des Supermarktlabyrinths begebt, kommen die ungesunden Sachen wie Weißmehlprodukte, Fertigwaren oder Süßigkeiten. Die logische Konsequenz: Am besten geht man einmal außen im Supermarkt herum und vermeidet es möglichst, in die inneren Gänge zu sehen. Aus den Augen, aus dem Sinn - und somit hat man eine geringere Versuchung. Wenn ihr es gar nicht lassen könnt (und ja, auch Vollkornnudeln, Müsli oder Trockenfrüchte befinden sich meist in den inneren Gängen), dann versucht, das Verhältnis von außen und innen bei mindestens 70-30 zu halten.

Sonderangebote

Sonderangebote klingen immer super... bis man sie genauer betrachtet. Denn meist sind es eher ungesunde Lebensmittel, die es billiger oder in größeren Größen gibt. Oder habt ihr schon mal Angebote gesehen wie "Zucchini - Nimm drei, bezahl zwei" oder "Erdbeeren - 30% mehr"? A propos größer: Für einen Single sind Sonderangebote meist sowieso nichts, weil die Mengen viel zu groß sind. Deswegen gibt es ein paar Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man bei einem Sonderangebot zuschlägt:
Tony Hegewald  / pixelio.de
  • Für wie viel gilt das Sonderangebot? Kann ich diese Mengen überhaupt aufbrauchen, bevor das Produkt schlecht wird?
  • Soll hier nur ein Markenname promotet werden? Gibt es vergleichbare, billigere No-Name-Produkte? (Hier muss man besonders auf die Packungsgröße bzw. den Preis pro kg/l/Stück achten)
  • Würde ich das Produkt sonst auch kaufen oder kaufe ich ein überzuckertes/fettiges/ungesundes Produkt, nur weil es im Angebot ist?
"Gesundheitsprodukte"

Petra Bork  / pixelio.de
Viele Marken werben mittlerweile mit Vollkornprodukten, weniger Fett oder Zucker und Vitaminen. Aber das muss nichts heißen. So muss Mehrkorntoast nur aus mehreren Sorten Mehl bestehen, was aber nicht heißt, dass es gesünder ist. Vollkornbrot wird oft gefärbt, weil es zu großen Teilen doch nur aus Weißmehl besteht und so gesünder aussieht. Smoothies wird meist Zucker zugesetzt, der fettreduzierte Joghurt hat doppelt so viel Zucker usw.
Lebensmittel sind natürlich toll, wenn Vitamine drin sind - deswegen betonen die meisten Marken auch, wenn es eine "Extraportion Vitamin C" oder so in ihrem Produkt gibt. Noch toller sind aber Produkte, wo keine Vitamine hinzugefügt werden, weil sie sie von Natur aus beinhalten, also Obst, Gemüse und co.

Freitag, 9. August 2013

Wanted: Kakao

Helene Souza  / pixelio.de
Jeder von uns hat eine kleine Sünde, ohne die er nicht leben möchte. Bei mir gehört da definitiv Schokolade dazu. Schokolade besteht aus einer Mischung aus Milch, Fett, Zucker, diverser anderer Zusatzstoffe (hier bräuchte man einen Abschluss in Ernährungswissenschaften) und Kakao. Der typisch schokoladige Geschmack stammt natürlich vom Kakao und der ist gar nicht so böse wie die Schokolade an sich.

Was ist drin?

Auch ungesüßter Kakao besteht noch zur Hälfte aus Fett bzw. Kakaobutter. Jedoch muss hier berücksichtigt werden, dass man normalerweise ja nicht löffelweise Kakao isst. Besonders ist, dass Kakao zu 11% aus Eiweiß besteht. Kakao enthält auch noch 2,6% wichtiger Salze und Mineralien. 0,2% des Kakaos ist außerdem Koffein. Zu viel Kakao kann also wirken wie Kaffee!

Warum Kakao?

Zunächst einmal ist Kakao eine sehr wichtige Proteinquelle abgesehen von tierischen Produkten. Nur wenige Lebensmittel enthalten so viel Eiweiß. Vegetarier und Veganer können also ihren Bedarf zum Teil auch aus Kakao decken (Was für eine Nachricht!).
Kakao ist außerdem die billigste Droge der Welt. Denn durch den Konsum von Kakao werden im Gehirn Glücksboten wie Serotonin, Dopamin und Tryptophan (eine Vorstufe von Serotonin) freigesetzt.
Aber das sind noch nicht alle Vorteile von Kakao. Denn Kakao senkt nachweislich den Blutdruck und den LDL-Cholesterinspiegel, während es den HDL-Cholesterinspiegel erhöht. Menschen, die viel Kakao essen, haben nachweislich ein geringeres Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Dafür sind u.a. die Flavonoide im Kakao verantwortlich.
Bei einer Studie bei der argentinischen Fußballnationalmannschaft wurde auch nachgewiesen, dass diese ihre Leistung nach dem Verzehr von Kakao steigerte.
Das sind noch nicht genug positive Effekte von Kakao? Nun ja, Kakao sorgt auch für einen schöneren Teint! Die Hautfeuchtigkeit wird verbessert, Falten werden geglättet und der Eigen-UV-Schutz wird erhöht. Was will man mehr?

Wie wird Kakao verwendet?

R. B.  / pixelio.de
Die Antwort ist ja einfach: Schokolade. Aber Achtung, die handelsüblichen Schokoladen enthalten oft so viel Fett und Zucker, dass die positive Wirkung des Kakaos gemindert wird. Deswegen solltet ihr nur Schokolade ab 70%-Kakaoanteil verzehren und immer die Fettanteile vergleichen.
Noch besser ist aber der handelsübliche Back-Kakao, denn der enthält wirklich nur Kakao ohne zugesetzten Zucker. Ich mag heiße Schokolade mittlerweile nur noch mit Back-Kakao. In Milch ist ja schon Zucker enthalten, was mir als Süße ausreicht. Ich nehme immer 2 Teelöffel Kakao mit einer Prise Zimt für eine Tasse Milch (Pflanzenmilch schmeckt meiner Meinung nach übrigens noch besser).

Übrigens

Dank der großen Nachfrage nach Kakao wird dieser oft unter schlechtesten Bedingungen angebaut. Sklaverei, Ausbeutung und Kinderarbeit sind dabei keine Ausnahme, eher im Gegenteil. Deshalb gehört Kakao (bzw. Schokolade) zu den Lebensmitteln, die nach Möglichkeit unbedingt als Fairtrade-Produkte gekauft werden sollten.

Bis zum 19. Jahrhundert war Schokolade vor allem als Genussmittel für Erwachsene verbreitet. Danach wurden vor allem Frauen und Kinder als Konsumenten angesehen. Für Männer wurde extra der Begriff "Herrenschokolade" eingeführt, die dunkle Schokolade bezeichnet. Also traut euch ruhig ran, Mädels, die Herrenschokolade ist die gesündere!

Wer einen Heißhunger auf Schokolade hat, sollte zuerst ein Glas Milch trinken. Denn Heißhunger auf Schokolade kann auch ein Zeichen dafür sein, dass der Körper unter einem Calcium-Mangel leidet. Das teilt uns der Körper dann leider auf ziemlich verstecktem Wege mit.

Donnerstag, 8. August 2013

App und ein Ei: "Fitocracy"

Ich mag keine Mannschaftssportarten, ich laufe nicht genug, um an Rennen teilzunehmen und ich mache auch keine Sportart, in der ich eine Prüfung ablegen könnte. Natürlich nimmt mir das den Druck, zu einem bestimmten Zeitpunk Leistung abzurufen, aber ich finde es auch schade, dass meine Leistung ebenso wenig gewürdigt wird. Aber das hat sich geändert, seit ich "Fitocracy" benutze.

Name: Fitocracy
Verfügbar für: Android, iOs
Kosten: Kostenlos, Pro-Version für 4,99$ im Monat erhältlich

Auf Fitocracy kann man täglich einloggen, was man beim Sport geleistet hat. Dabei gibt es sowohl Sportarten (z.B. Tennis, Laufen, Radfahren) als auch einzelne Übungen (z.B. Squats, Liegestütze, Deadlifts). Zu beidem kann man Details ergänzen wie Länge der Strecke, Beschaffenheit des Bodens, Steigung, Herzfrequenz, Wiederholungen, Intensität oder Gewicht der Hanteln.
Wenn man all seine Leistungen notiert hat, kann man auf den "Submit"-Button drücken - und dann wird die Leistung in Punkte umgerechnet. Hier ist Fitocracy wie ein Spiel aufgebaut: Je nach Punktzahl steigt man in höhere Levels auf.
Extra-Punkte kann man dadurch erlangen, indem man Challenges annimmt. Die Challenges werden danach ausgewählt, welche Sportarten man sonst macht. Challenges bedeuten z.B. einen 10km-Lauf oder in einem Workout 100 Crunches, 40 Liegestütz und 2 Meilen Laufen zu schaffen.
Zu Fitocracy gehört aber auch ein soziales Netzwerk. Die einzelnen Erfolge werden automatisch gepostet und man erhält "Props" von anderen (wie "Likes" auf Facebook). Man kann Gruppen beitreten, in denen dann auch Fragen gestellt und Antworten gegeben werden.

Pro:
  • Die Punkte stacheln einen enorm an, immer weiter zu trainieren. Ich finde es besonders spannend, dass man im Verhältnis nach einiger Zeit für viel betriebene Sportarten immer weniger Punkte erhält. Dadurch wird man angehalten, härter zu trainieren und öfter etwas Neues auszuprobieren.
  • Fitocracy hat wirklich eine große Auswahl von Übungen. Gerade bei den klassischen Übungen wie Squats gibt es unendlich viele Variationen, von denen die meisten auch sehr detailliert erklärt werden. Dadurch kann man nicht nur fast jede Übung einloggen, sondern sich auch neue Inspiration holen.
  • Seit neustem gibt es einen regelmäßigen Newsletter von Fitocracy, in dem sehr interessante Blogartikel zum Abnehmen oder Sport beworben werden. Diese kann man kostenlos einsehen. Sie sind sehr professionell aufgebaut und recherchiert, aber einfach zu erstehen.
Kontra:
  • Die App ist nur auf Englisch verfügbar. Für mich ist das kein Problem, weil ich sowieso fast nur englische Fitnessvideos schaue und die Übungen teils sogar nur auf Englisch kenne, aber sonst wird es natürlich komplizierter.
  • So viele Übungen auf Fitocracy sind - das Problem ist, dass manche Übungen mehrere Namen haben, von denen aber auch nur einer auf Fitocracy verfügbar ist. Mich stört vor allem, dass Übungen wie Hampelmänner nur pro Wiederholung eingeloggt werden können und nicht die Zeit dafür eingegeben werden kann.
Was es bringt

Mich fordert Fitocracy vor allem dahin gehend, dass ich mein Training intensiviere oder Neues ausprobiere. Dadurch fordere ich meinen Körper mehr, was aber natürlich am besten ist. Ich bin sowieso eine kleine Perfektionistin, deswegen macht es mir riesigen Spaß meine Übungen mit den exakten Details einzugeben.

Bildquelle: https://lh3.ggpht.com/nQP2e7a3CD_P-ma6YRoty4z1zO_saQHE2p3ug-p9C_n3vlxbZ4dafZgAkODtVYUzppY=w300

Montag, 5. August 2013

Ever tried, ever failed

Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett, Worstward Ho

Vielleicht habt ihr es über Instagramm schon mitbekommen: Obwohl ich hier viel über gesunde Ernährung schreibe, bin ich selbst gerade überhaupt kein gutes Beispiel. Immer wieder falle ich auf die Essensfalle hinein, esse Weißbrot, fettiges Fleisch, Süßigkeiten, Chips, Frittiertes oder fette Saucen. Ich esse nachts oder bin meinen Cravings mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Und ich gehöre sicher nicht zu den einzigen, denen es so geht.
lichtkunst.73  / pixelio.de
Dabei kommen natürlich immer wieder die Gedanken hoch: Warum tue ich mir das überhaupt an? Alle anderen sind viel disziplinierter als ich / schaffen das auch / sehen toll aus, obwohl sie weniger auf ihre Ernährung achten. Wieso esse ich nicht einfach den ganzen Tag ungesund und nehme die paar Kilo mehr in Kauf? Warum stelle ich mich in die Küche und schnibbel Gemüse, obwohl ich todmüde bin und schiebe nicht einfach eine Pizza in den Backofen?
Bisher bin ich jedoch noch immer aus diesem Gedankenkreislauf herausgekommen und das mit sehr einfachen Tricks.

Vergleiche

Keiner von uns wurde als Sportkanone geboren und hat sich schon immer bewusst und gesund ernährt. Aus irgendeinem Grund habt ihr aber damit angefangen. Erinnert euch an diesen Grund. Wenn es darum ging, abzunehmen, schaut euch alte Fotos an und vergleicht sie mit eurem Aussehen heute. Zieht Klamotten an, die vorher eng waren und jetzt schlabbern. Wenn es darum ging, dass ihr fitter werden wollt, dann macht einen Fitness-Test (z.B. diesen von Fitnessblender), um regelmäßig eure Fortschritte zu protokollieren. Oder ihr macht eine Liste, wie es euch nun geht, seit ihr euer Leben verändert habt. In meinem Fall wären das z.B. weniger Kopfschmerzen, mehr Energie, mehr Leistungsfähigkeit und Durchhaltevermögen, ein besseres Körpergefühl und -verständnis usw.
Denkt daran, was ihr alles schon Tolles geleistet habt. Wollt ihr das jetzt wirklich aufgeben?

Akzeptiere und lerne

Ausrutscher sind menschlich und passieren jedem von uns. Natürlich heißt das nicht, dass ich Fressattacken schön reden will. Aber es bringt auch nichts, wenn man sich wegen einer Portion Pommes verrückt macht. Derzeit kursiert auf verschiedenen Fitnessseiten ein Foto, auf dem es heißt: "One bad meal won't make you fat just like one good meal won't make you lean" (Eine schlechte Mahlzeit macht dich genauso wenig dick, wie eine gute Mahlzeit dich schlank macht). Wichtig ist, dass man jetzt nicht aufgibt. Der Ausrutscher lässt sich jetzt nicht mehr rückgängig machen, also ist es Zeit, daraus zu lernen. Mir hilft es, wenn ich mir folgende Fragen stelle:
  • Wie kam es zu dem Ausrutscher? Ich hatte den ganzen Tag zu wenig gegessen / Ich wollte nicht hinter meinen Freunden zurückstehen / Ich hatte schon seit zwei Wochen so ein Bedürfnis nach Schokolade
  • Gab es einen Trigger? Ich habe eine schlechte Nachricht bekommen / Ich wurde eingeladen / Mein Sport bringt mir derzeit nichts / Ich habe trotz gesunder Ernährung und Sport zugenommen / Ich hatte einen langen, stressigen Tag
  • Wie kann ich es nächstes Mal verhindern? Regelmäßig essen und Snacks mitnehmen / Bewusst genießen / Auf die gesunde Option setzen und nur eine winzige Portion des ungesunden Essens probieren / Aggressionen, Trauer oder Wut anders verarbeiten, z.B. beim Sport, Reden oder Schreiben

Zukunft

Dieter Schütz  / pixelio.de
Ein weiterer Trick ist, an die Zukunft zu denken. Jetzt könnt ihr euch vielleicht noch problemlos von Burgern und co. ernähren. Aber in dreißig Jahre ist euer Cholesterinspiegel zu hoch und ihr bekommt einen Herzinfarkt. Oder ihr könnt nicht mehr das Treppenhaus in den dritten Stock nehmen, weil ihr sofort in Schweiß ausbrecht und keine Luft mehr bekommt. Oder ihr habt Kinder, denen ihr ein ungesundes Leben vorlebt, das diese übernehmen. Wollt ihr das?
Genauso kann man natürlich auch positiv an die Zukunft gehen und planen. Ich habe meine Challenge, wo ich mich möglichst an meine Vorsätze zur Ernährung halte und mir dafür früher oder später eine Pulsuhr gönnen werde. Oder man meldet sich für ein Fitnessstudio oder einen Marathon an. Alles Ziele, die einen langfristig am Ball halten.

Und wenn du glaubst, es geht nicht mehr

Ich gebe zu, es gibt Situationen, in denen ist es wirklich unmöglich, sich neu zu motivieren, aus welchem Grund auch immer. Hier empfehle ich jedoch, trotz allem erst mal eine Nacht über dem Problem zu schlafen. Am nächsten Tag, wenn man nicht mehr ganz so emotional ist, können neue Pläne gefasst werden. Gibt es vielleicht Kompromisse, die man eingehen kann? Liegt der Frustration und dem Scheitern vielleicht ein ganz anderes Problem zugrunde? Redet mit Freunden und Verwandten darüber, wie sie die Situation sehen und ob sie Tipps haben. Und tut das, was euch glücklich macht. Denn im Leben sollte das Glück immer an erster Stelle stehen.

Samstag, 3. August 2013

Paprika-Party

Ich liebe Paprika. Sie sind so schön vielfältig. Habt ihr mal direkt hintereinander ein Stück von einer roten, gelben und grünen Paprika gegessen? Der Geschmacksunterschied ist enorm. Was ein bisschen Reifung (zuerst werden die Paprika grün, dann gelb und dann rot) ausmacht!
Leider vertrage ich keine rohe Paprika, aber es gibt ja trotzdem unzählige Paprikagerichte und mein liebstes möchte ich mit euch teilen:

Paprika mit Frischkäse-Mais-Füllung*

- 1 Paprika
- 50g Mais
- 50g Frischkäse
- evtl. gebratene Frühlingszwiebeln

Die Paprika waschen und oben den Stiel rausschneiden. Dann versuchen, das Weiße im Inneren und die Kerne zu entfernen, ohne das Loch zu vergrößern. Ich wasche die Paprika dann immer noch mal von innen durch, mit dem Wasser gehen dann nämlich auch die Kerne raus.
In einer Schüssel den Frischkäse, Mais und evtl. die Frühlingszwiebeln (hatte ich noch übrig, war aber nicht unbedingt mein Favorit) vermengen. Eine Prise Salz dazugeben und nach Geschmack pfeffern. Die Masse in die Paprika geben (manchmal muss man den Mais etwas runterdrücken, aber in eine normale Paprika sollte diese Masse passen).
Wenn es schnell gehen soll, die Paprika jetzt 4-5 Minuten in die Mikrowelle stellen. Dann wird alles warm und der Frischkäse schmilzt, allerdings bleibt die Paprika noch relativ hart. Ich mag sie lieber weicher, deswegen benutze ich lieber den Backofen. Hier darf die gefüllte Paprika jetzt 20 Minuten bei 180° bräunen.

*Bei der Portionsangabe kann man hier ganz flexibel sein. Wer mag, kann dazu Reis kochen oder noch Salat oder Fleisch als Beilage nehmen, dann würde ich eine Paprika pro Person kalkulieren. Wer lieber bei Low-Carb bleibt, nimmt stattdessen einfach zwei Paprika pro Person.

Guten Appetit!

Donnerstag, 1. August 2013

Wanted: Chili

Petra Bork  / pixelio.de
Vor allem in südländischen Küchen findet man oft Chilis als Bestandteil und Würze der Mahlzeiten. Dabei ist es egal, ob man sich gerade in Mexiko oder in Indien befindet. In typisch deutschen Gerichten findet man keine Chilis, doch immer mehr Menschen nehmen die roten Schoten gern in ihre Küche auf. Und weil sie nicht nur gut schmecken, sondern auch gesund und gut für den Stoffwechsel sind, gehöre ich dazu.

Was ist drin?

Man wird es kaum glauben - aber Chilis enthalten tatsächlich 88% Wasser. Ansonsten sind sie für Gemüse relativ kalorienhaltig, doch da niemand eine Schüssel voll Chilischoten essen wird, spielt das kaum eine Rolle. Chilischoten enthalten außerdem sehr viele B-Vitamine. Gerade im Winter sollte man außerdem viele Chilis essen, denn es sind wahre Vitamin-C-Bomben.
Was die Chilis so scharf macht, ist das Capsaicin. Dieser Stoff reizt die Enden von Nerven, die normalerweise durch Hitze stimuliert werden. Deswegen empfinden wir Schärfe oft auch als "brennend".

Warum Chilis?

Es ist genau dieses Capsaicin, das Chilis so wertvoll für uns macht. Zum einen wirkt es auf den Serotonin- und Dopamin-Haushalt ein. Das heißt, Chilis machen uns glücklich. Außerdem senkt Capsaicin den Blutdruck.

Noch viel spannender ist aber, dass Chilis auch zum Abnehmen ideal sind: Sie regen nämlich den Stoffwechsel an. Denn wenn wir Capsaicin zu uns nehmen, produziert der Körper tatsächlich mehr Wärme. Dafür braucht er wiederum Energie, also werden zusätzliche Kalorien verbrannt. Andere Studien erwähnen außerdem, dass Capsaicin dafür sorgt, dass eher Energie aus unseren Fettdepots verbrannt wird.
Zu guter Letzt vermindern Chilis auch den Appetit. Das heißt, wer schärfer isst, verhindert Heißhungerattacken!

Wie werden Chilis genutzt?

Chilis werden vor allem in der mexikanischen, indischen, indonesischen und thailändischen Küche genutzt. Hier ist also für jeden Geschmack etwas dabei - egal ob Chili con carne oder in einem Curry, Hauptsache scharf!
Mittlerweile findet man auch immer mehr süße Gerichte, denen Chili zugesetzt wird. Auch wenn es erst mal merkwürdig klingt - aber Schokolade mit Chili kann wirklich lecker sein, wenn man sich darauf einlässt!

Für den Capsaicin-Gehalt spielt es keine Rolle, in welcher Form die Chilis verwendet werden. Von frischen Chilis, über getrocknete und eingelegte ganze Schoten bis hin zu Chiliflocken oder Cayenne-Pfeffer (gemahlene Cayenne-Schoten) steht euch also alles offen!

Übrigens

Thorsten Freyer  / pixelio.de
Wer scharfes Essen nicht gewohnt ist, sollte sich langsam an die Chilis herantasten. Gerade wer einen empfindlichen Magen hat, sollte vorsichtig sein. Generell gilt: Je größer die Chili, desto milder ist sie. Außerdem enthalten die Kerne und die Zwischenwände am meisten Capsaicin - wer sie also entfernt, mindert die Schärfe (natürlich gleichzeitig den positiven Effekt des Capsaicins).

Doch zu viel Chili erwischt? Wasser hilft dann leider nicht. Besser sind Milchprodukte, Brot, Fett oder Alkohol, da sich das Capsaicin damit lösen lässt. Brennt die Haut nach der Zubereitung von Chilis, hilft ebenfalls Alkohol. Wer sich das scharfe Zeug in die Augen reibt, kann mit Öl versuchen, es wieder herauszubekommen. Wer ganz sicher gehen will, trägt bei der Zubereitung von Chilis immer Einmalhandschuhe.


Bei der momentanen Hitze ist es besonders günstig, scharf zu essen. Denn auch wenn es zunächst wie ein Widerspruch klingt: Das scharfe Essen sorgt dafür, dass der Körper sich abkühlt. Denn durch die Wahrnehmung des Chili-Brennens schwitzen wir automatisch mehr. Der Schweiß verdunstet und unsere Körpertemperatur sinkt. Also ist zum Beispiel kalte Tomatensuppe gar keine so schlechte Idee.