Donnerstag, 30. Mai 2013

Countdown: Zehn gesunde Lebensmittel... die gar nicht so gesund sind

Es gibt viele Lebensmittel, die wir zu uns nehmen sollen, weil sie ach so gesund sie. Sie enthalten Vitamine und andere wichtige Stoffe, die wir auf jeden Fall zu uns nehmen müssen. Jeder, der etwas auf sich hält und sich bewusst ernährt, hat diese Lebensmittel im heimischen Küchenschrank stehen, weil er seiner Gesundheit etwas Gutes tun will... Oder auch nicht. Denn es gibt einige Lebensmittel mit "gesundem" Ruf, um die man in Wirklichkeit einen weiten Bogen machen sollte.

Rainer Sturm  / pixelio.de
1. Saft: Ja, er enthält viele Vitamine. Gerade Orangensaft ist unschlagbar, was Vitamin C angeht. Aber es gibt auch die Kehrseite der Medaille: Alle diese Säfte enthalten unheimlich viel Zucker. Damit ist nicht nur der Zucker gemeint, der von der Lebensmittelindustrie oft noch zusätzlich hinzugegeben wird, sondern allein der Fruchtzuckergehalt dieser Säfte ist enorm hoch. Sehr eindrucksvoll fand ich übrigens diesen Vergleich: Der Saft einer Orange füllt ungefähr ein Drittel eines Glases. Wenn ich also ein Glas trinke, habe ich drei Orangen zu mir genommen und das ohne die guten Ballaststoffe, die ich sonst essen würde. Wenn ich jetzt die Geschwindigkeit vergleiche, in der ich drei Orangen esse oder ein Glas Saft trinke und die Sättigung, die ich von beidem erhalte... Nun ja. 
2. Trockenfrüchte: Trockenfrüchte sind zwar gesund und schmecken gerade im Müsli toll. Aber man kann sich auch leicht an ihnen überessen. Hier gilt dasselbe Prinzip wie beim Saft: Vergleicht man die Ausmaße einer getrockneten und einer frischen Aprikose, ist das ein riesiger Unterschied, auch was die Sättigung angeht. Der Kaloriengehalt bleibt aber gleich, denn es ist nur das Wasser, was den Größenunterschied ausmacht.
3. Milch: Kalzium ist wichtig für die Knochen, deswegen müssen wir Milch trinken. Das haben wir zumindest so gelernt. Aber erstens sind in anderen Lebensmitteln wie z.B. Spinat genauso viel oder mehr Kalzium enthalten. Und zweitens kann gerade die vollfette Milch eine Kalorienfalle sein. Das bedeutet nicht, dass man ab jetz keine Milch mehr trinken sollte. Aber Milch sollte nicht als Getränk, sondern als Lebensmittel verstanden und auch als solches konsumiert werden.
S. Hofschlaeger  / pixelio.de
4. Müsli: Es klingt so gesund: Müsli zum Frühstück. Und ein Müsli schmeckt auch ohne Schokolade und co. toll. Aber gesund ist es nicht unbedingt. Denn Müsli enthält oft sehr viel Zucker. Vor allem Crunch-Müslis wird viel Zucker zugesetzt. Aber auch Nüsse können die Kalorienbilanz hochtreiben. Deswegen sollte man die Zutaten- bzw. Nährstoffliste genau studieren. In einem guten Müsli wird gar kein Zucker zugesetzt, da reichen Trockenfrüchte. Außerdem hat ein gutes Müsli einen hohen Anteil an Ballaststoffen und keine Zutaten, die nur Lebensmittelchemiker identifizieren können, wenn ihr versteht, was ich meine.
5. Joghurts mit Aktivkulturen: Jeder kennt diese Joghurtdrinks, die unsere Immunkräfte oder unseren Darm stärken sollen. Ob sie das wirklich tun, ist eine andere Frage. Aber habt ihr mal auf den Zuckergehalt solcher Joghurtdrinks geachtet? Ein Fläschchen Actimel Vanille enthält 80 kcal, was ungefähr einem mittelgroßen Apfel entspricht. Außerdem sind allein 13 g Zucker drin. Nein, danke!
6. Obst: Obst enthält viele Vitamine. Allerdings enthält es auch viel Fruchtzucker. Gerade Bananen oder Ananans enthalten viel Zucker und können sehr kalorienreich sein. Obst sollte zwar zum täglichen Speiseplan gehören, aber in Maßen gegessen werden. Gemüse ist da die bessere Alternative.
w.r.wagner  / pixelio.de
7. Salat: Ja, auch ein Salat kann extrem ungesund sein. Es kommt nämlich ganz darauf an, was darin enthalten ist: Käse oder Fleisch erhöhen den Kalorien- und Fettanteil. Und ganz besonders kommt es auf das Dressing an. Gekaufte Dressings enthalten oft extrem viel Zucker und Fett. Besser ist ein selbstgemachtes Dressing (mein Lieblingsrezept werde ich die Tage mal posten). Eisbergsalat enthält leider auch nicht viele Vitamine, es gilt die Regel: Je dunkler die Blätter (z.B. bei Rucola, Römersalat oder Spinat), desto nährstoffreicher ist der Salat.
8. Energie- bzw. Proteinriegel: Wenn man jetzt mal von Schoko-Müsli-Riegeln absieht, die schon von weitem "Kalorienbombe" rufen, klingen solche Riegel ja eigentlich gut. Ein hoher Proteinanteil, Früchte und Nüsse versprechen den schnellen, gesunden Energiekick. Allerdings ist das meistens Quatsch. Denn der schnelle Energiekick wird nur dadurch erreicht, dass diese Riegel viele einfache Zucker beinhalten, die zwar schnell ins Blut gehen, aber auch schnell wieder zu Hunger führen. Um intensive Trainingseinheiten durchzustehen (und damit meine ich wirklich, wirklich intensive Trainingseinheiten wie kurz vor bzw. bei einem Marathon oder sonstigem Wettbewerb), mögen diese Riegel zwar noch halbwegs geeignet sein. Ansonsten sollte man - wie immer - besser zu Obst (das immerhin weniger Zucker hat) oder selbstgemachte Riegeln greifen.
9. Gemüsemischungen: Mittlerweile gibt es in der Tiefkühltruhe unzählige Gemüsemischungen. Und die Vorteile lassen sich definitiv nicht von der Hand weisen: Das Gemüse ist schon geputzt und geschnitten, lang haltbar und oft schon gewürzt. Genau hier liegt das Problem. Denn fertig gewürzte Gemüsemischungen enthalten oft sehr viel Salz. Dadurch wird Wasser im Körper gespeichert, was das Gewicht nach oben treibt. Außerdem sollte man vor allem bei hohem Blutdruck auf Salz (bzw. das Natrium darin) verzichten. Manchmal ist fertigem Gemüse im Supermarkt auch Zucker zugesetzt. Vermeiden lassen sich diese Gefahren, indem man die Inhaltsstoffe genau studiert.
Claudia Hautumm  / pixelio.de
10. Margarine: Sie soll nicht nur fettärmer als Butter sein, sondern auch sehr viel gesünder, weil ihr mehr ungesättigte Fettsäuren zugesetzt werden. "Zugesetzt" ist hier das Stichwort - denn Margarine ist nichts als ein Industrieprodukt. Die Fettsäuren werden gehärtet - und vermutlich entstehen so gesättigte Fettsäuren, auch wenn das Ausgangsprodukt ungesättigte Fettsäuren sind. Außerdem lagern sich in dem Prozess Metalle wie Nickel oder Aluminium in der Margarine an. Zudem greifen die gehärteten Fettsäuren in den Stoffwechsel ein. Also wenn, dann besser zur Butter greifen und gesund genießen!

Samstag, 25. Mai 2013

Restaurants, Kantinen und co. - und meine Ernährung?

Die eigene Ernährung umzustellen ist schwer. Glücklich ist da der, der nicht mehr zuhause lebt bzw. für den Einkauf zuständig ist, denn er oder sie kann bestimmen, dass nun Äpfel statt Schokolade gekauft werden. Aber viele schaffen es trotzdem, ihre Ernährug erfolgreich umzustellen und den Versuchungen des Alltags zu widerstehen. Die einzige Situation, wo viele scheitern, ist, wenn sie nicht mehr Zuhause sind, sondern auswärts essen müssen.
Jeder von uns kennt Situationen, in denen man nicht zuhause isst. Allerdings muss man dazwischen unterscheiden, ob man gezwungenermaßen auswärts ist (z.B. weil es nicht rechtzeitig nach Hause schafft) oder ob man es bewusst tut (wenn man ins Restaurant geht).

Jetti Kuhlemann  / pixelio.de
Gezwungenermaßen: Solche stressigen Tage weiß man oft schon lang im Voraus. Und genauso lang kann man auch planen. Essen in Kantinen oder vom Imbiss ist oft sehr fettig. Das Problem ist auch, dass man meist viel zu große Portionen bekommt und sich gezwungen fühlt, diese aufzuessen. Deshalb ist es besser, wenn man sich selbst Essen mitbringt.
Wenn ich weiß, dass ich länger unterwegs bin, nehme ich immer einen Snack z.B. einen Apfel mit. Gut transportieren lassen sich auch Orangen, Kiwis, Möhren, Kohlrabi und Paprika. Wenn man eine ganze Mahlzeit unterwegs essen muss, eignen sich auch Sandwiches. Sehr lecker ist z.B. ein Vollkornbrot mit Puten- oder Truthanschinken oder magerem Käse und Salat. Überhaupt lässt sich auch Salat gut vorbereiten: Einfach alle Zutaten waschen und klein schneiden, das Dressing aber in einer Extra-Dose aufbewahren und später darüber geben. Fertige Salate, die es z.B. in Supermärkten gibt, sollte man kritisch begutachten, sie haben oft sehr fettige oder zuckerhaltige Dressings.

Bewusst: Wer ins Restaurant geht, sollte sich den Besuch dort nicht vermiesen. Ab und zu sollte man sich eine Mahlzeit bewusst gönnen und entsprechend genießen. Wer dennoch auf die schlanke Linie achten will, muss nur ein paar einfache Tipps befolgen: Oft sind die vegetarischen Alternativen sehr viel gesünder und fettärmer. Zutaten, die das Essen nicht enthalten sollte sind Käse, Sahne oder Speck. Frittiertes Essen ist auch nicht zu empfehlen, besser ist gegrilltes, gebackenes oder rohes Essen.
Thommy Weiss  / pixelio.de
Der erste Schritt, den man machen kann, ist übrigens die Wahl des richtigen Restaurants: Beim Portugiesen wird es mir viel leichter fallen, einen Grillspieß mit Putenfleisch und Salat zu bestellen, statt in der Pizzaria auf meine Käse-Kalorienbombe zu verzichten. Überhaupt sollte man auf die Qualität des Restaurants achten - denn häufig bedeuten niedrige Preise auch eine niedrige Qualität der Zutaten und einen hohen Fett- oder Zuckergehalt, weil das nun mal Geschmacksträger sind.
Michael Grabscheit  / pixelio.de
Außerdem gibt es verschiedene Fallen, die man beim Restaurantbesuch vermeiden sollte: Zum einen sind das die Getränke. Alkohol oder zuckerhaltige Getränke wie Cola solltet ihr nicht unbedingt wählen, wen ihr dazu eine fettige Pizza esst. Meistens sind Vor- und Nachspeise ebenfalls unnötig, weil die riesigen Restaurant-Portionen sowieso schon viel zu viel sind. Genauso sollte man auf Brötchen oder Brot verzichten.
Die Portionen in Restaurants sind meist viel zu groß. Also sollte man am besten im Vorhinein überlegen, dass man ihn nicht aufisst. Wer ein schlechtes Gewissen wegen des Preises hat, kann sich Reste einpacken lassen.
Der beste Tipp, den ich bekommen habe, ist, zuerst das zu essen, was man am liebsten mag. Die meisten machen es andersherum, doch das ist ein Fehler: Meist ist man schon satt, bevor man das leckerste probiert hat, stopft es dann aber trotzdem noch in sich hinein. Deswegen sollte man zuerst das Leckerste essen, bei der typischen Pommesbeilage kann man meist besser verzichten.

Auswärts essen muss also nicht heißen, dass man zunimmt. Mit den richtigen Tricks kann man sich trotzdem gesund ernähren und richtig schlemmen.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Sexy Body - Sexy Haut

Mal ganz ehrlich: Auch wenn es viele gesundheitliche Vorteile gibt und es Spaß macht - in Wirklichkeit macht jeder von uns doch auch Sport, damit wir besser aussehen. Ein straffer, muskulöser Körper lässt sich mit ein bisschen Disziplin auch leicht erreichen. Es könnte so schön sein... Wären da nicht Hautprobleme, die mindestens genauso nervig wie Rettungsringe und überschüssiges Fett sind.

Pickel & co.

Pickel und fettige, unreine Haut sind nicht nur ein Problem von Teenagern. Viele haben damit auch in älteren Jahren noch zu kämpfen. Besonders ärgerlich ist es, wenn plötzlich nach vermehrtem Sport auch mehr Pickel auftreten. Aber es gibt einige ganz einfache Wege, das zu verhindern.

  • Make up runter: Ich weiß, Mädels, wir wollen auch beim Sport heiß aussehen. Aber in Verbindung mit Schweiß verstopft Make up nur die Poren. Die Folge kennen wir alle: Kleine Entzündungen, die zu Pickeln werden. Deswegen sollte beim Sport höchstens Mascara (dann aber bitte wasserfest) und Puder getragen werden. Alles andere sollte vorher entfernt werden.
    Brandtmarke  / pixelio.de
  • Reinigen: Wichtig für fettige Haut ist, dass sie optimal gereinigt wird. Ich benutze dafür morgens und abends Dermowas kompakt Seife. Sie hat im Gegensatz zu anderen Seifen einen sauren pH-Wert und reinigt dadurch, ohne die Haut auszutrocknen. Kaufen kann man die Seife in der Apotheke zu einem vergleichsweise humanen Preis.
  • Trinken: Man kann es nicht oft genug wiederholen - das beste, das wir alle für uns tun können, ist viel zu trinken. Gerade nach dem Sport müssen die Wasserspeicher des Körpers wieder aufgefüllt werden. Wer einige Zeit lang bewusst 2-3 Liter am Tag trinkt, wird schnell feststellen, dass die Haut besser wird.
Mit den Jahreszeiten gehen

Wer draußen Sport macht, ist natürlich von den Jahreszeiten abhängig. Während im Frühling und im Herbst kaum Besonderheiten zu beachten sind, bilden Sommer und Winter jeweils die Extreme.

w.r.wagner  / pixelio.de
Im Sommer ist vor allem der Sonnenschutz wichtig. Jeder Sonnenbrand erhöht die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Deswegen sollte etwa eine halbe Stunde vor dem Sport ein Sonnenschutzmittel aufgetragen werden. Wegen des Schwitzens sollte man idealerweise zu einem wasserfesten Mittel wählen, einige Drogerien haben sogar spezielle Sportlerprodukte. Diese lassen sich zwar schwieriger verreiben, halten dafür aber umso länger.

Im Winter muss die Haut vor allem vor Austrocknung bewahrt werden. Wer sich bei wirklich kalten Temperaturen draußen aufhält, sollte vor allem die empfindlichen Wangenpartien, aber auch die Lippen mit einer Fettcreme schützen. Aber Achtung: Auch im Winter kann es zu einer hohen Sonneneinstrahlung kommen. Gerade beim Wintersport in den Bergen darf man deswegen nicht auf Sonnenschutz verzichten.
Rainer Sturm / pixelio.de

Zu viel Duschen?

Ich hoffe sehr, dass jeder, der Sport macht, danach unter die Dusche springt. Das Problem dabei ist nur, dass die Haut durch zu häufiges Duschen ausgetrocknet wird. Besonders an Knien und Ellebogen, aber auch am restlichen Körper, entstehen so ausgetrocknete Stellen.
Wer weiß, dass seine Haut zum Austrocknen neigt, sollte deswegen möglichst kalt duschen. Nach der Dusche ist dann Pflege ganz wichtig: Je nach dem Grad der Austrocknung sollte man eine Bodylotion oder eine pflegende Creme verwenden und gut einziehen lassen. Wer den Cremefilm auf der Haut nicht mag, nutzt am besten pflegende Duschgels. Einmal die Woche kann man auch vorsichtig ein Körperpeeling besonders an den rauen Stellen machen, allerdings sollte die Haut danach eine Extra-Portion Pflege bekommen.

Montag, 20. Mai 2013

Go Banana!

Nach so viel Theorie über gesunde Ernährung wird es mal wieder Zeit für ein Rezept. Und als ich heute Morgen wieder ins Schwärmen ausgebrochen bin, wurde mir klar, dass ich mein liebstes Frühstück für das Wochenende unbedingt teilen muss!
Kennt ihr die gebackenen Bananen, die man z.B. beim Asiaten zum Nachtisch bekommt? Ich liebe diesen Geschmack. Leider ist das auch eine ziemliche Kalorienbombe, aber ich habe eine Variante gefunden, die genauso schmeckt: Bananen-Pancakes.

Das schöne an diesen Pancakes ist, dass man eigentlich nicht viele Zutaten braucht. Denn sie bestehen nur aus Eiern und Bananen. Durch die Süße der Bananen (kein Wunder bei 17,2g Zucker auf 100g) braucht man immerhin keinen zusätzlichen Zucker. Bananen sind zwar kalorienreich, aber auch ein echter Energiebooster. Außerdem enthalten sie Kalium (367mg), das wichtig zur Regulierung des Blutdrucks ist. Viele Sportler schwören außerdem auf Bananen, weil sie so viel Magnesium (30mg) enthalten. Sind die Magnesiumspeicher im Körper leer, verkrampfen die Muskeln, mit Vorliebe nachts.
Eier liefern wichtiges Eiweiß für den Muskelaufbau. Außerdem ist es erwiesen, dass Eier lange satt machen. Also gute Vorraussetzungen für dieses Frühstück, oder?

Für meine Version der Bananenpancakes braucht man nur:
  • 3 Eier
  • Zwei mittelgroße, reife Bananen
  • 1 EL Öl
Die Bananen schälen und auf einem Teller in kleine Stücke teilen. Jetzt mit einer Gabel zermatschen (deswegen sollten die Bananen reif sein). Man kann auch einen Mixer nehmen, aber gerade Bananen lassen sich so leicht zerkleinern, dass ich das überflüssig finde. Dafür sollte man darauf achten, dass man wirklich keine großen Stücke mehr im Bananenbrei hat!
Die Eier in einer Schüssel aufschlagen und den Bananenbrei dazu geben. So lange verquirlen, bis der Teig Blasen wirft. Dadurch werden die Pancakes schön fluffig.
In einer Pfanne das Öl erhitzen. Mit einem Saucenlöffel kann man am besten die Menge für einen Pancake portionieren, deswegen gebe ich den Teig immer mit dem Saucenlöffel in die Pfanne. Den Deckel auf die Pfanne geben und kurz warten. Wirklich nur kurz, die Pancakes brennen sehr leicht an! Deswegen sollte der Herd jetzt auf eine niedrige Stufe gestellt werden.
Wenn die Pancakes auf der einen Seite einigermaßen gestockt sind, wenden und die andere Seite braun werden lassen. Das ganze so lang wiederholen, bis der Teig alle ist.

Ich liebe diese Pancakes einfach. Sie sind supereinfach und total lecker. Wer will, kann sie auch noch mit Zimt bestreuen, demnächst möchte ich mal die Variante mit Backkakao probieren. Wer sich an die Größenmengen hält, sollte bis zum Mittagessen satt sein. Das Originalrezept war mir dafür zu wenig. 
Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

Samstag, 18. Mai 2013

Fragen: Ernährung

Daria hat mich in einem Kommentar Verschiedenes über meine Ernährung gefragt. Ich habe ihr geantwortet, aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir zu den Fragen ein und desto mehr finde ich, dass sie einen eigenen Blogeintrag verdient haben.

Einfach sooo toll der Blog!! Mir gefällts hier so gut!
Und noch eine Frage: Wie stehst du eigentlich zum Verzehr von Fleisch und Milchprodukten? Ich bin ja der Meinung, dass beides nicht das gesündeste ist... Und isst/vermeidest du Weißmehl und Industriezucker?
Sorry, aber das hast du halt davon, wenn du so einen tollen Blog hast... ;)
Ich esse Fleisch und ich denke auch, dass eine gesunde Ernährung nicht fleischlos sein muss. Mageres Fleisch eignet sich sogar sehr gut dafür, denn es ist ein wichtiger Eisen- und Proteinlieferant. Gerade viele junge Frauen haben Probleme mit einem Eisenmangel. Pflanzliches Eisen wird vom Körper schwerer aufgenommen als Eisen in tierischen Produkten. Wichtig ist auch, dass man ausreichend Proteine zu sich nimmt, gerade wenn man viel Sport treibt und Muskeln aufbauen will. Ich empfehle helles Fleisch wie Geflügel, weil es einen geringen Fettanteil hat. Einfach eine Hähnchenbrust von beiden Seiten salzen und pfeffern, eine ordentliche Portion Rosmarin dazu und ab in die Pfanne... Lecker!
Leider essen viele Fleisch extrem fettig zubereitet, z.B. mit Sahnesaucen oder in Öl ertränkt. Mit einer beschichteten Pfanne braucht man nur einen Esslöffel Öl, noch besser sind gegrilltes oder gebackenes Fleisch. Und natürlich kommt es auf die Beilagen an!
Ich esse etwa einmal in der Woche Fleisch. Das liegt nicht nur an meiner gesunden Ernährung, sondern ist auch eine ethisch-moralische Einstellung. Wir alle wissen, wie sehr die Tiere vor dem Schlachten bzw. währenddessen leiden müssen. Außerdem verbraucht die Fleischindustrie enorm viel Wasser und Korn, das anderswo dringend benötigt wird. Ganz auf Fleisch verzichten möchte ich allerdings nicht, dazu schmeckt es mir zu gut.

Milchprodukte nutze ich ebenfalls als Proteinlieferanten. Ich nehme fast täglich Milch und Joghurt zu mir. Allerdings nutze ich nur Milch mit 1,5% Fettanteil, weil sie mir einfach besser schmeckt. Die Milch esse ich morgens im Müsli oder Porridge und nehme sie für meinen Kaffee. Sojareismilch habe ich als Ersatz ausprobiert, allerdings schmeckt sie mir im Kaffee nicht so gut (dafür pur umso besser) und ich hatte leichte Magenprobleme damit.
Bei Joghurt finde ich es wichtig, dass man auf die Zusammensetzung achtet. Viele Joghurts haben unglaublich viel Zucker, vor allem die scheinbar gesunden Fruchtjoghurts (und erst recht die fettreduzierten). Ich mag Naturjoghurt sehr gern. Pur finde ich ihn toll. Wer das nicht runter kriegt, kann den Naturjogurt mit Backkakao, Marmelade (jeweils ein Teelöffel auf 150g), Zimt oder Früchten versuchen. Naturjoghurt eignet sich übrigens auch toll als Dressing... Aber dazu ein anderes Mal.
Ansonsten kann ich nur dazu raten, sich genau die Nährwertinformationen anzusehen. Ich habe inzwischen Frischkäse und Hüttenkäse für mich entdeckt. Genauso gern esse ich Käse, aber hier achte ich auf den Fettanteil. Auf Sahne verzichte ich, allerdings will ich hier als Ersatz Sojareismilch probieren. Butter lasse ich fast immer weg und esse sie im Zweifelsfall als vollwertigen Belag und nicht als Schicht zwischen Brot/Brötchen und Wurst, Marmelade usw.

Das Problem mit weißem Mehl und Zucker ist, dass sie zwar gut schmeckende Produkte versprechen, aber nicht lang satt halten. Genauso schnell wie die Energie für den Körper verfügbar ist, wird sie auch verbrannt. Wer will, kann gern ein Experiment starten und an einem Morgen Toast und am anderen Vollkornbrot zum Frühstück essen.
Mit Vollkornprodukten habe ich kein Problem. Ich esse sie eigentlich schon fast lieber als Weißmehlprodukte, weil Vollkornprodukte einen "echten" Geschmack haben, während Weißmehlprodukte oft nur pappig und nach nichts schmecken. Ich esse nur Vollkornspaghetti und dunkles Brot. Braunen Reis möchte ich demnächst mal probieren.
Der Verzicht auf Zucker ist für mich schwieriger, weil ich sehr gern Süßes esse und eins meiner liebsten Hobbies das Backen ist. Aber nach und nach möchte ich den Industriezucker aus meiner Ernährung verbannen und durch Fruchtzucker ersetzen. Momentan versuche ich vor allem, mich an Schokolade mit hohem Kakaoanteil zu gewöhnen. Im Sommer werde ich einen Teil meines Zuckerkonsums komplett durch Früchte ersetzen, denn ich liebe Beeren, Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Melonen usw. Im Winter möchte ich dafür auf Trockenfrüchte setzen. Langfristig will ich Industriezucker weitgehend aus meiner Ernährung verbannen, weil er zumindest bei mir die größte Versuchung darstellt, gesundheitlich aber nur Nachteile hat.

Freitag, 17. Mai 2013

We are family oder wie überzeuge ich meine Familie von gesunder Ernährung?

Mit der gesunden Ernährung ist das so eine Sache. Denn da hat man sich endlich selbst dazu entschlossen, sich nun gesund und fettarm zu ernähren, weniger zu naschen und mehr Sport zu treiben - da kommt schon das nächste Hindernis: Die Familie.

Alexander Dreher  / pixelio.de
 Dieses Problem trifft mich ganz besonders, weil ich jetzt nach einigen Monaten Unabhängigkeit wieder auf unbestimmte Zeit zu meiner Familie zurückziehe. Meine Familie ernährt sich nicht komplett ungesund: Es gibt selten Fertiggerichte, Gemüse oder Salat zu jeder Mahlzeit und meine Mutter benutzt auch nicht übermäßig Öl zum Braten. Aber es ist das Kleinvieh, das Mist macht: Mindestens fünf Mal die Woche kommt Fleisch auf den Tisch. Abends wird Brot gegessen (ich komme besser mit einem proteinreichen Abendessen klar). Und immer wieder kommen die versteckten Dickmacher in Form von Sahne, Speck oder Butterschmalz zum Anbraten vor.
Dass ich meine Familie zu derselben Ernährungsweise, wie ich sie pflege (viel Gemüse, kaum Fleisch, fettarme Milchprodukte, wenig Süßes), überreden kann, ist utopisch. Aber wie kann man gesunde Ernährung mit einem "intakten Familienleben" kombinieren?

Informieren

Wichtig ist, dass man mit seiner Familie Änderungen bespricht. Erst einmal gilt es klar zu machen, dass es nicht (nur) ums Abnehmen geht, denn oft kommen sofort Verdächtigungen wie Magersucht o.ä. auf. Gesunde Ernährung kann für alle gut sein, egal ob es um Gewichtsreduktion, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere Beschwerden geht. Die Ernährung spielt bei so vielen Dingen eine Rolle, dass eine Veränderung hier eine große Veränderung der allgemeinen Lebensqualität zu tun hat.
Außerdem sollte man sich abstimmen, wie man vorgehen will. Vielleicht ist die Familie ja einverstanden, dass ein gesunder Tag in der Woche eingelegt wird? Man sollte sich mit kleinen Schritten zufrieden geben.

Verantwortung übernehmen

Rainer Sturm  / pixelio.de
Ihr wollt gesunde Ernährung? Okay, dann übernehmt die Verantwortung dafür! Im Internet gibt es hundert gesunde Rezepte, die auch Kochanfänger ganz leicht machen können. Indem man zum Beispiel einmal in der Woche das Kochen übernimmt, dann aber nur kocht, was man will (sprich: gesund), kann man eine Veränderung erreichen. Meist ist es auch so, dass man vom Stichwort "gesund" zunächst abgeschreckt wird. Erkennt man aber, dass "gesund" gleichzeitig "lecker" sein kann, finden viele es auf einmal gar nicht mehr so schlimm.

Widerstehen

In einer Familie gibt es oft Versuchungen. Das kann der große Süßigkeitenvorrat sein oder der fettige Schweinebraten, der immer sonntags auf den Tisch kommt. Es gibt zwei Strategien, wie man mit diesen Versuchungen umgehen kann:
  1. Sich Alternativen schaffen. Alle anderen essen Schokolade oder Chips zum gemeinsamen Fernsehabend, ihr esst Obst. Das klingt auf den ersten Blick wirklich fies. Auf den zweiten Blick ernährt ihr euch gesund, tut eurem Körper etwas Gutes und seid konsequent, während die anderen sich mit Fett und Industriezucker vollfuttern. Beneidet die anderen nicht, seid stolz darauf, dass ihr den klügeren Weg gewählt habt!
    Thomas  / pixelio.de
  2. Ausnahmen einlegen. In jeder Familie gibt es Rituale, wie z.B. den gemeinsamen Fernsehabend von gerade, das Kaffeekränzchen am Sonntagnachmittag usw. Immer auf Veränderung zu pochen kann in diesem Fall die Familienharmonie zerstören und das soll keinesfalls so sein! Ab und zu sind Ausnahmen erlaubt, aber sie müssen bewusst sein. Genießt die Schokolade bewusst, weil ihr sie mit eurer Familie zusammen esst und Spaß habt. Esst die Pommes bewusst, weil sie ein Familienritual ist, das nicht alltäglich vorkommt. Und bei allem gilt: Die Menge macht's.
Akzeptieren

Der wichtigste Punkt ist die Akzeptanz. Und zwar von beiden Seiten. Eure Familie muss euch nicht verstehen. Sie muss auch nicht genauso handeln. Aber sie sollte es akzeptieren, wenn ihr euch gesund ernähren wollt, weil das eure persönliche Entscheidung ist.
Genauso solltet ihr nicht zwanghaft versuchen, eure Familie zu bekehren. Gebt euch mit kleinen Erfolgen zufrieden, denn sie sind besser als nichts. Und sorgt euch zuerst um euch. Ihr seid, was zählt. Ihr haltet durch. Ihr schafft das.

Dienstag, 14. Mai 2013

Omas Diät

Nein, ich denke nicht, dass die Art und Weise, wie meine Oma sich ernährt, gesund ist. Dafür nimmt sie viel zu viel Fett zum Anbraten (ich sage nur: frittierte Pfannkuchen) und isst zu viel Süßigkeiten (jeden Tag Kaffee und Kuchen, immer steht etwas zum Naschen bereit). Aber dennoch ernährt sie sich gesünder als so mancher, der jünger ist und davon können sich alle etwas abschauen.

Selbstgemacht

Peter Smola  / pixelio.de
Man kann es nun mal nicht leugnen: Selbstgekochtes ist eigentlich immer besser als Gekauftes, denn nur über das, was man selbst kocht, hat man die Kontrolle. Natürlich stehen mittlerweile die Ernährungsinformationen auf jeder Packung, Zutaten müssen genau aufgelistet werden und viele Produkte werben zudem noch mit halb so viel Fett oder Zucker. Trotzdem ist selbstkochen besser, denn allein dadurch spart man sich die Konservierungsstoffe, die gelagertem Essen meist zugesetzt werden müssen. Farbstoffe habe ich auch noch nie in meinen Kochtopf gekippt, genauso wenig wie E-Nummern-Produkte. Und was Hühnereigelb im Joghurtdressing zu suchen hat (hatte ich neulich bei einer fertigen Salatmischung to go), ist mir nun wirklich schleierhaft. Da esse ich lieber mein selbstgemachtes Joghurtdressing und weiß, was drin steckt.
sten fischer  / pixelio.de
Wer aus Zeitgründen nicht auf vorgekochte Gerichte verzichten kann, der sollte zu gegebenem Anlass eine Portion mehr kochen. Einfach einfrieren (das geht super in gespülten Eisdosen), rechtzeitig auftauen lassen und aufwärmen.

Was der Bauer nicht kennt...

Als meine Oma Kind war, gab es keine Tiefkühllasagne. Es gab auch keinen Joghurt ohne Fett und dafür mit viel Zucker oder Burger. Es lohnt sich, das Prinzip einzuhalten, nichts zu essen, was Oma in der Kindheit nicht gekannt hätte. Dadurch spart man sich viele industriell gefertigten Lebensmittel (s.o.). Die "richtigen" Lebensmittel (z.B. Vollfettquark statt Quark mit 0% Fettanteil) sind für den Körper gesünder. Natürlich muss man dann das rechte Maß einhalten - aber besser ist es allemal.
Aber dieses Prinzip gilt auf gar keinen Fall für alle Lebensmittel. Meine Oma kannte weder Zucchini, noch Sojasauce oder Ingwer - und was würde ich heute ohne diese Dinge tun? Grob definiert heißt die Regel: Industriell veränderte Produkte, nein, exotische (gesunde) Produkte, ja.

Der tägliche Spaziergang

Ute Gräske  / pixelio.de
Niemand muss jeden Tag spazieren gehen, erst recht nicht mit Oma (obwohl es sicherlich auch toll ist). Aber ein wichtiges Element, das man hier mitnehmen kann, ist die tägliche Bewegung und die Konsequenz, mit der sie durchgezogen wird. Es gelten keine Ausreden, weder das Wetter, noch die Arbeit, noch andere Termine. Jeden Tag Sport und seien es nur fünfzig Situps, Kniebeugen oder Ausfallschritte. Zwanzig Minuten Yoga, Ausdauersport oder Krafttraining können langfristig schon viel verändern. Aber wichtig ist, dass man es durchzieht.

Am siebten Tage sollst du ruhen

Wer abnehmen will, muss Sport betreiben, daran führt wohl letztlich kein Weg vorbei. Und für jeden, der einen strafferen, muskulöseren Körper will, gilt dasselbe. Aber die meisten machen den Fehler, dass sie ihren Körper Tag für Tag einer zu starken Belastung aussetzen. Irgendwann sind jedoch die Energiereserven des Körpers erschöpft. Der Sport bringt dann nichts mehr, sondern schadet dem Körper eher. Deswegen sollte man mindestens einen Tag Pause in der Woche einlegen, um den Muskeln Zeit zu geben, sich zu erholen und Verletzungen (und letztlich ist jeder Muskelkater nichts anderes als das) zu heilen.

Danke, Oma!

Samstag, 11. Mai 2013

Countdown: Zehn Wege Kalorien im Alltag zu verbrennen

"Kalorien verbrennt man am besten beim Sport." Ja, das stimmt. Wer abnehmen will, der wird um Sport nicht herumkommen, denn es ist sozusagen der Ersatz zur Tafel Schokolade - die Extraportion Kalorien,die verbrannt wird. Deswegen ist Sport unerlässlich und selbst wer mit seinem Gewicht zufrieden ist, sollte Sport treiben. Aber noch besser ist es doch, wenn man auch im Alltag ganz nebenbei den Rettungsringen und Speckfalten den Kampf ansagt - und das geht so:


Dr. Stephan Barth  / pixelio.de
  1. Treppen steigen: Ja, es ist der profanste und langweiligste Tipp, den man geben kann. Mittlerweile ist er in jedem Diät-Buch zu finden - zurecht. Denn Treppensteigen verbrennt enorm viele Kalorien. Zwar nicht, wenn ich einmal die Treppe statt den Aufzug nehme. Aber wenn ich von zuhause aus meiner Wohnung im dritten Stock die Treppe nehme, zur U-Bahn-Station hoch und runter, im Kaufhaus in den vierten Stock, zur Arbeit in den dritten Stock und so weiter und so fort. Die Menge macht's. Und in diesem Fall ganz schön viel.
  2. Zwei-Teile-Regel: Ich gebe zu, es klingt bescheuert und jeder, dem ihr davon erzählt, wird euch für verrückt erklären. Aber ich habe mir angewöhnt, innerhalb meiner Wohnung nicht mehr als zwei Teile auf einmal zu tragen. Durch das Hin und Her laufen kommt noch einmal einiges an Verbrennung zustande. Besonders schön ist der Effekt, wenn man in einer Maisonettewohnung oder einem mehrstöckigen Haus wohnt, denn die Regel gilt natürlich besonders, wenn man etwas von der einen Etage zur anderen transportieren muss...
  3. Hausarbeit: Hausarbeit verbrennt mindestens genauso viel Kalorien wie Gartenarbeit. Denn erst mal sitzt man nicht den ganzen Tag herum, sondern man ist ständig in Bewegung und steht viel. Der schwere Putzeimer, der von einem Zimmer ins nächste getragen wird, jedes einzelne T-shirt, das man aus dem Wäschekorb holt und aufhängt, die Wege, die man beim Aufräumen in der Wohnung zurücklegt... Hausarbeit ist ebenfalls ein Krafttraining für den ganzen Körper.
    Benjamin Klack / pixelio.de
  4. Make it hot, baby: Über Gewürze kann man seinen Stoffwechsel unheimlich anregen. Dazu gehören zum Beispiel Zimt und Ingwer, aber auch jede Art von Pfeffer, Chilis oder sonstigen scharfen Gewürzen. Eine Prise über jede Mahlzeit lässt euch vielleicht nicht nur vor Schmerzen im Kreis rennen, sondern beschleunigt auch euren Stoffwechsel und eure Verdauung.
  5. Go for it: Ebenfalls ein Tipp, den man Tag für Tag hört, wenn auch in einem anderen Zusammenhang. Aber mal das Auto stehen zu lassen, tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch der Figur! Am besten ist es, tatsächlich so viel wie möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen. Dadurch trägt man auch meist noch einige Kilos mit sich, was wiederum noch mehr Kalorien verbrennt. Jede Minute im Freien bedeutet außerdem, dass mehr Vitamin D entsteht, was wichtig für unseren Körper ist. Für längere Strecken empfehle ich, wenigstens öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, denn meist hat man dann noch einige hundert Meter Fußweg von Zuhause zur Haltestelle und von der Haltestelle zum Ziel. In einer Großstadt lässt sich so ganz ohne Auto leben.
    Erika Hartmann / pixelio.de
  6. Gartenarbeit: Wer denkt, dass Gartenarbeit ein bisschen Blütenzupfen hier und mal kurz Unkraut jäten da ist - der hat keinen Garten. Denn ein Garten ist Knochenarbeit, ein Ganzkörperworkout. Ich erinnere mich an den Tag, wo ich unglaublichen Bauchmuskelkater hatte - und das obwohl zuvor mein trainingsfreier Tag war. Stattdessen hatte ich Unkraut aus den Ritzen zwischen den Terassensteinen gejätet und dabei unbewusst auch immer wieder die Bauchmuskeln angespannt.
  7. Kinder: Mit Kindern zu spielen kann das Schönste auf der Welt sein, aber auch anstrengend. Denn Kinder bewegen sich die ganze Zeit, rennen vom einen Ort zum nächsten, klettern, springen, laufen... So verbrennen Kinder, ohne es zu wissen oder darauf zu achten, Unmengen an Kalorien. Davon können wir uns noch etwas abgucken. Also: Beim nächsten Spielplatzbesuch ist die Bank tabu, stattdessen wird mitgetobt!
  8. Shoppen: Diese Variante der Kalorienverbrennung kann durchaus auf den Geldbeutel gehen... Aber dann ist wenigstens kein Geld mehr für Schokolade und co. da! Shoppen ist eine tolle Art Kalorien zu verbrennen, weil man die ganze Zeit geht oder steht. Außerdem gibt es doch nichts Ermutigenderes als tolle, neue Klamotten zu kaufen - vielleicht sogar eine Kleidergröße kleiner als zuvor!
    Grey59  / pixelio.de
  9. Freunde: Sich mit Freunden zu treffen ist für mich ein essentieller Teil meiner Lebensqualität. Nur bringt mir das nichts, wenn man sich nur in irgendwelchen Cafés, Bars oder Restaurants trifft, wo man übermäßig Kalorien zu sich nimmt, sie beim Rumsitzen aber kaum verbrennt. Warum nicht mehr Bewegung darein bringen? Bowlen ist eine Super-Alternative zu jeder Cocktail-Bar. Gemeinsame Fahrradtouren, Spaziergänge, Sportevents, Tanzen in einem Club bei guter Musik... Alles Sachen, wo man viel Spaß zusammen haben kann und dabei noch nebenbei Kalorien verbrennt.
  10. Trinken: Trinken ist nicht nur enorm wichtig, es verbrennt auch Kalorien. Denn der Körper verbraucht Kalorien, wenn er das Wasser verwertet, während er durch Wasser (!) keine neuen Kalorien bekommt. Zudem muss jeder, der genug trinkt, regelmäßig auf Toilette und die paar Meter sind auch einige zusätzliche verbrannte Kalorien. Wer nicht die nächst gelegene Toilette aufsucht, sondern noch ein Stück läuft oder in einem anderen Stockwerk geht, bekommt noch ein paar Zusatzpunkte. Das gilt natürlich alles nur, so lange Getränke gewählt werden, die keine Extrakalorien enthalten wie Wasser, ungesüßte Tees oder schwarzer Kaffee.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Ein Hund namens Schwein

europa-ferien-unterkunft.de  / pixelio.de
Er ist kein niedlicher kleiner Mops. Er ist kein tapsiger Welpe. Er ist kein verstrubbelter Collie. Er ist eine hässliche, sabbernde Dogge, auf der ein Kleinkind ohne Problem reiten könnte. Er springt jeden Fremden an und droht, diesen zu beißen. Er verliert im ganzen Haus Haare und stubenrein ist er obendrein auch nicht (Oder vielleicht ist es auch eine Sie? Das würde zumindest die Launigkeit erklären!). Seine aber wohl wichtigste Eigenschaft ist: Er ist stinkefaul.  Die Rede ist vom Schweinehund.

 Niemand findet so gut ausreden, niemand kann mir so effektiv erklären, dass ich jetzt gerade keinen Sport machen kann, sondern mich lieber mit einer Tafel Schokolade (oder auch zwei) vor den Fernseher setzen sollte. Aber es gibt auch Taktiken, wie man dieses blöde Riesenvieh endlich an die Leine bekommt. Eine Flöte, wie bei Harry Potters Riesenhund, wäre vielleicht nicht verkehrt, aber für alle Unmusikalischen gibt es noch folgende Tipps:

Überlistet das Vieh!

Heute könnte man ja mal wieder Sport machen. Warum nicht nachmittags? Denn jetzt hat man ja noch den Magen vom Frühstück voll. Aber vorsichtshalber schauen wir noch mal in den Wetterbericht. Ach, Regenwahrscheinlichkeit 60%? So ein Mist. Dann besser nachmittags zum Eisdielenbesuch verabreden.
Wer lange im Voraus plant, mag vielleicht klug sein, aber er ist auch ein leichtes Opfer für den Schweinehund. Warum nicht jetzt Sport machen? Los, Schuhe anziehen, rausgehen, loslaufen oder das Fahrrad aus der Garage holen. Und ehe der Schweinehund "Hundefutter" buchstabiert hat, ist man schon unterwegs. Das Vieh hat nichts mehr zu melden. Wenn der Gedanke an Sport kommt, denkt nicht lange darüber nach und sucht nach Ausreden. Sondern nutzt die Zeit, die ihr sonst zum Überlegen gebraucht hättet und macht euch auf die Socken!

Regelmäßigkeit ist das Gift

Letzte Woche hat das mit dem Joggen ja ganz gut geklappt. Aber dieses Wochenende? Nö. Das nutze ich lieber zum Entspannen und gehe am Montag wieder.

Heute ist Montag, ich bin müde, die Arbeit war anstrengend. Joggen? Jetzt noch? Nee, ich brauche Entspannung! [To be continued]

Rainer Sturm  / pixelio.de
Hat man den Schweinehund einmal überwunden, sollte man den Kampf nicht wieder erneut entfachen, indem man den Sport schleifen lässt. Wichtig ist, sich einen regelmäßigen Termin zu setzen. Zum Beispiel geht man jeden Donnerstag Abend laufen. Egal, ob es regnet oder die Sonne Sahara-Verhältnisse verbreitet. Egal, ob man sich die ganze Woche lang an den Ernährungsplan gehalten hat oder nur gesündigt hat. Jede Woche. Jeden Donnerstag. Sobald das zur Gewohnheit geworden ist, hat der Schweinehund nichts mehr zu sagen. Am besten ist natürlich ein fester Termin bei einem Kurs o.ä., da finden sich nämlich nicht so schnell Ausreden.

Es soll wehtun!

"Ach übrigens, ich will jetzt mehr Sport treiben und mich gesünder ernähren." 
[...]   
"Und für mich bitte das Schnitzel mit Pommes und eine Cola." "Wolltest du dich nicht gesünder ernähren?"

Wenn der Schweinehund absolut resistent ist, hilft nur, das eigene Versagen so schmerzhaft zu machen, dass man es nicht mehr selbst ertragen kann.
Hilfreich ist es, wenn man möglichst vielen Menschen von seinem neuen Vorhaben erzählt. Das hat mehrere Vorteile:
  • Man schämt sich mehr dafür, wenn man die eigenen Vorsätze nicht einhält und das anderen eingestehen muss.
  • Andere ermahnen bzw. beobachten einen, sodass man sich automatisch richtiger verhält.
  • Vielleicht findet man sogar jemanden, mit dem man zusammen Sport treiben kann!
Merke: Gruppenzwang ist der Tod für den Schweinehund.

Gila Hanßen  / pixelio.de
Eine andere Möglichkeit ist, dass man sich vornimmt, bis zu einem gewissen Datum ein Sportpensum zu erfüllen, abzunehmen o.ä. Wenn man das nicht schafft, spendet man eine beliebige (aber schmerzhafte) Summe an eine wohltätige Organisation. Zuckerbrot hilft beim Schweinehund nicht: Studien haben ergeben, dass wir Vorsätze eher einhalten, wenn wir sonst Geld verlieren als wenn wir es gewinnen. Am besten sollte man dieses Vorhaben dann auch bekannt machen, damit Freunde, Bekannte und das Gewissen einen zwingen, die Summe im Fall der Fälle tatsächlich zu spenden.

Ziele, Ziele, Ziele!

Ich habe schon drei Kilo abgenommen. Wenn ich heute laufen gehe, erscheint morgen vielleicht sogar die nächste niedrige Zahl vorne auf der Waage. Also los!

Peter Smola  / pixelio.de
Wir lassen uns von nichts so gut motivieren wie von Erfolgen. Deswegen ist es hilfreich, sich ein bestimmtes Ziel zu setzen und darauf hin zu arbeiten. Ob dieses Ziel fünf Kilo weniger in drei Monaten (vielleicht, um in das neue schöne Kleid zu passen...) oder ein Marathon in einem halben Jahr ist, ist egal. Wichtig ist, dass man immer dieses Ziel vor Augen hat und die ganze Quälerei nicht sinnlos ist. 
Auch wenn man sich ein solches Ziel langfristig setzen sollte, ist es wichtig, dass man auch Zwischenziele setzt und dokumentiert. In unmotivierten Zeiten kann man diese Notizen dann einsehen. Wer sieht, was er schon erreicht hat, kann oft noch mehr leisten.

Obwohl sie alle nicht schön sind und nerven, sind Schweinehunde meistens sehr unterschiedlich. Deswegen muss jeder die Taktik für sich ausprobieren, die für ihn passt. Den einen motiviert ein Ziel, das er sich gesetzt hat, den anderen die Angst vor Strafe. Probiert einfach aus und berichtet mir von euren Erfahrungen. Mein Schweinehund liegt gerade neben mir, brav an der Leine. Auch wenn er sich noch oft befreien kann, kann ich ihn immer besser kontrollieren und das könnt ihr auch!

Montag, 6. Mai 2013

Wanted: Zimt

Gila Hanssen  / pixelio.de
Die meisten kennen Zimt nur in Form von hochkalorischen, nussigen, mit Zuckerguss überzogenen, geometrisch geformten Gebäckstücken - auch Zimtsterne genannt. Zur Weihnachtszeit sind sie ein echter Klassiker. So mancher ergänzt seine Weihnachtsdeko mit einigen Zimtstangen. Zimt ist weitgehend als Weihnachtsgewürz bekannt.
Doch auch wenn ich bei Lebkuchen und co. strikt bin und sie mir nicht vor dem ersten Advent ins Haus kommen, weigere ich mich, das auf Zimt anzuwenden. Denn Zimt kann so viel mehr.

Was ist drin?

Das Aroma von Zimt geht auf das darin enthaltene Zimtöl zurück. Dieses besteht zu 75% aus Zimtaldehyd. Beim Ceylon-Zimt ist ein weiterer wichtiger Bestandteil das Eugenol, bei Cassia-Zimt Cumarin. Weitere Bestandteile, die zur Gesundheit beitragen, sind beispielsweise Methylhydroxy-Chalcone-Polymer.

Warum Zimt?

 Zimt wird nachgesagt, dass er den Blutzuckerspiegel senkt. Deswegen wird es auch für Diabeteskranke empfohlen. Er senkt außerdem den Blutfettspiegel, regt den Kreislauf an und senkt den Blutdruck.
Wenn das noch nicht genug ist: Zimt wirkt außerdem entzündungshemmend und krampflösend, deswegen eignet er sich sehr gut bei Magenkrämpfen.
Außerdem regt Zimt die Verdauung an.

Wie wird Zimt eingesetzt?

RainerSturm  / pixelio.de
Zimt ist entweder in Stangenform oder pulverisiert erhältlich. Im normalen Haushalt eignet sich eher Zimt in Pulverform, zum Überbrühen, langen Ziehen oder für Füllungen ist jedoch der Zimt in Stangenform vorteilhafter.
Die meisten kennen Zimt nur als Gewürz in Weihnachtsgebäck. Sehr beliebt ist es aber generell in Kombination mit Schokolade, Bananen, Äpfeln, Orangen und Nüssen.
Aber auch viele Tees enthalten Zimt. Wer es ganz natürlich will, kann einige Zimtstangen mit kochendem Wasser aufkochen und sich damit seinen eigenen Zimttee brühen.
Zu Unrecht unbekannt ist der Einsatz von Zimt in herzhaften Gewürzen. Ich esse mittlerweile kaum noch etwas ohne Zimt. Denn Zimt verleiht jeder Mahlzeit eine ganz besondere Note. Besonders toll schmeckt Zimt mit scharfen Gewürzen zusammen. Ich liebe eine Prise Zimt in meinen Currys.
Eine tolle Alternative ist Ofengemüse mit Zimt. Dazu das Gemüse (z.B. Möhren, Blumenkohl, Süßkartoffeln und Pastinaken) mit einigen Zimtstangen im Ofen brutzeln lassen.
Wer seinen Kaffee normalerweise nicht ohne Zucker mag, kann versuchen, den Zucker durch Zimt zu ersetzen. Eine tolle Alternative, nicht nur im Winter!

Übrigens

Zimt wird in Sri Lanka, Indonesien, China, Vietnam und Madagaskar angebaut. Genutzt wird die Rinde des Zimtbaums, die vor dem Transport getrocknet und gerollt wird.

Leider ist im normalen Handel nur der minderwertigere Cassia-Zimt erhältlich. Dieser enthält einen hohen Anteil an Cumarin. Cumarin kann Kopfschmerzen verursachen, bei einer Überdosis jedoch auch Leberschäden, -entzündungen und sogar Krebs führen. Deswegen darf der Zimtkonsum nicht übertrieben werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt nicht mehr als 0,1mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht. Besonders beachtet werden sollte, dass Cumarin in vielen Frühstücksprodukten, Tees, Gewürzmischungen und sogar Kosmetika enthalten ist, man sollte also die Tagesdosis daran anpassen.
Ceylon-Zimt enthält weniger Cumarin, ist aber sehr viel teurer und nur in Asia-Läden, Reformhäusern oder Feinkostläden zu kaufen.


Sehr bekannt ist die Cinnamon-Challenge. Dabei versucht man einen Teelöffel puren Zimt herunterzuschlucken. Dies gelingt jedoch eigentlich nie, da Zimt der Mundhöhle sofort alles Wasser entzieht und man dann nicht mehr schlucken kann. Lustige Videos davon findet man auf Youtube. Vom Nachmachen würde ich aber abraten, denn es sieht nicht nur sehr unangenehm aus, sondern kann wegen des Cumarins, aber auch der Erstickungsgefahr durch eingeatmeten Zimt sehr gefährlich werden.
 

Samstag, 4. Mai 2013

Versuchungen



Thomas Siepmann  / pixelio.de
Wer wie ich manchmal aus Langeweile oder bei akuter Gehirnvermatschung "The biggest Loser" einschaltet, der kennt den Begriff "Versuchung" sehr gut: Die übergewichtigen Kandidaten (die niemalsnicht vorgeführt werden) bekommen Schokolade, Nudelauflauf oder Softdrinks vorgesetzt und müssen sich dann entscheiden, ob sie das Risiko eingehen, essen und Vorteile gewinnen oder ob sie widerstehen. Die meisten schaffen es tatsächlich, hart zu bleiben, aber es gibt immer ein oder zwei Kandidaten, die die Lust auf die leckeren, verbotenen Sachen übermannt... Und die zugreifen.

In der Realität sind Versuchungen weitaus häufiger und es ist schwieriger, sich zusammenzureißen, wenn keine Kamera auf einen gerichtet ist und ein Gewinn lockt. Das fängt schon morgens beim Tanken an, wo man sich schnell einen Schokoriegel gönnt,
beim Bäcker wird aus dem gesunden Vollkornbrötchen schnell ein Cremehörnchen, das Mittagessen schmeckt so gut, dass man einen Nachschlag braucht und wenn der Schokoladennikolaus nicht bald aufgegessen wird, ist ja schon Ostern!
Auch ich kämpfe regelmäßig gegen Versuchungen an (und verliere so oft wie ich gewinne). Aber mittlerweile habe ich einige Strategien entwickelt, mit deren Hilfe ich widerstehen kann und die Lust auf Süßes, Salziges oder Fettiges bekämpfen kann.
birgitH / pixelio.de
  • Satt essen: Es bringt nichts, wenn man zwar beim Mittagessen zurücksteckt, dafür aber noch zwei oder drei Snacks zwischendurch braucht, um bis zum Abendessen durchzuhalten. Denn gerade die vermeintlichen kleinen Snacks wie Kekse, ein kleines Brötchen oder ein Schokoriegel bringen es schnell auf 100-200 Kalorien. Wenn man satt ist, hat man automatisch weniger Lust auf etwas zu essen zwischendurch und hält durch (wobei das auch eine Frage des Trainings ist).
  • Beschäftigung: Es ist schön... Sonntagnachmittag und man hat keinerlei Verpflichtungen, aber auch irgendwie nichts zu tun. Na ja, man kann ja mal einen kleinen Keks essen, während man überlegt, oder auch zwei... Gedankenloses Essen hat oft mit Langeweile zu tun. Eine Strategie ist also, dass man sich bewusst Beschäftigung sucht. Noch besser ist es, sich mit anderen zu verabreden, denn wer "unter Beobachtung" steht, der reißt sich generell mehr zusammen.
  • Atmen: Eigentlich hat man gut durchgehalten. Aber jetzt ist das Verlangen unbeschreiblich groß geworden. Die Vorstellung, wie der Schokoriegel zwischen den Zähnen kracht, das Karamell sanft schmilzt und die Nüsse knacken... Stopp. An diesem Punkt ist es wichtig, dass man sich sofort aus dem Teufelskreis der Gedanken holt. Am einfachsten geht das mit Atmen: Bewusst zehnmal Ein und Ausatmen und dabei denken: "Das Verlangen kommt... und geht..." Ist besonders effektiv, wenn man schon vor der Süßigkeitenschublade hockt.
Alexandra H.  / pixelio.de
  • Ersatz schaffen: Ich gebe es zu. Es gibt diese Tage, da will das Verlangen einfach nicht verschwinden, egal, was man tut. Und so stark man ist: Irgendwann kommt der Punkt, da wird die Lust auf Schokolade und Chips einfach zu groß. Aber das heißt nicht, dass man ihm nachgeben muss. Man kann auch versuchen, Ersatz zu schaffen. Gegen Lust auf Süßes hilft bei mir zum Beispiel schon süßer Tee. Mit süßem Tee meine ich nicht gezuckerter Tee, sondern Früchtetee (meine Lieblingssorten derzeit sind Blaubeer-Vanille, Schwarze Johannisbeere-Kirsch und Orange-Pfirsich). Bei Lust auf Schokolade hilft Instantkakao oder ein Teelöffel Backkakao in einer Tasse halbfetter Milch. Gegen Chipsfressattacken hilft eine Tasse Brühe. Zum Teil haben diese Sachen zwar immer noch Kalorien, aber weniger als das eigentliche Verlangen. Jede eingesparte Kalorie zählt!
  • Nachgeben: Ich weiß, dass ich mich in Widersprüche verstricke. Da schreibe ich einen ganzen Artikel über das Widerstehen und jetzt soll man auf einmal nachgeben? Aber manchmal kann man einfach nicht mehr widerstehen und wer will schon sein ganzes Leben lang leiden und verzichten? Deswegen gibt es Tage, an denen man nachgeben darf. Sie sollte nicht zu häufig sein (nicht mehr als einmal in der Woche) und trotzdem sollte man nicht alle Hemmungen verlieren. Aber wer sich Ausnahmen erlaubt, motiviert sich dadurch nicht nur, sondern regt auch die Verdauung und den Stoffwechsel an. So lange man es nicht übertreibt, sind Ausnahmen also ab und zu mehr als erlaubt! Genießt es!

Donnerstag, 2. Mai 2013

Backe, backe... Brot

Auch wenn die neusten Ernährungspläne Brot, wie viele andere Kohlenhydrate, nicht mehr unbedingt empfehlen, kann man ja nicht immer perfekt sein. Und was gibt es Besseres eine frische Scheibe, noch warmes Brot?
Außerdem würde ich meinen Alltag nicht ohne das wohlbekannte "Pausenbrot" überstehen und es gibt kaum ein Lebensmittel, das mich so lang satt hält wie Brot. Selbst wenn man es also nicht unbedingt abends zur Scheibe Brot greifen sollte, ist Brot per se nicht unbedingt verwerflich.

Leider habe ich durch meinen Umzug noch keinen guten Bäcker in der Nähe gefunden und Brot aus dem Supermarkt schreckt mich wegen der E-Nummern und Geschmackverstärkern, Konservierungsmittel und so weiter ab. Mal ganz abgesehen davon, dass Brot aus dem Supermarkt viel eher schimmelt als Brot vom Bäcker und es wiederum nichts Gefährlicheres als den Schimmel, der auf Brot entsteht, gibt.
Die einzige Lösung: Brot selbst backen, ein Experiment für mich. Denn auch wenn ich Hobbybäckerin bin, habe ich wenig Erfahrung mit Hefeteigen und ein Brot hatte ich noch nie gebacken.

Ich habe mich für ein Bauernbrotrezept entschieden, das je zur Hälfte aus Roggen- und Weizenvollkornmehl besteht. Roggenmehl macht nachweislich länger satt, das konnte ich auch später im Selbsttest bestätigen.

Zunächst galt es, die beiden Mehlsorten miteinander zu vermischen. Dass ein Kilo Mehl ganz schön viel ist, musste ich bald feststellen - leider war nur meine (vorher lang geschrubbte) Spülschüssel groß genug.
Mit Sauerteigansatz, Hefe, Salz und Wasser vermengt muss das Ganze dann zwei Stunden ruhen. Einen Teil der Kalorien verbrennt man übrigens schon beim Kneten: Wo jeder Mixer scheitert, müssen die Hände ran und selbst die haben ordentlich zu tun.

Wenn die Teigmenge sich verdoppelt hat, kann man dann Kerne, Samen oder Nüsse dazugeben. Ich habe mich für Walnüsse entschieden, die sind zwar kalorienreich, aber voll mit gutem Fett, d.h. ungesättigten Fettsäuren.
Die Walnüsse mit dem zähen Teig zu verkneten war noch einmal eine besondere Herausforderung. Es dauerte einige Minuten (jeder, der schon mal Brotteig geknetet hat, weiß, dass das einer Ewigkeit entspricht), bis ich eine Technik gefunden hatte.

Dann werden zwei Laibe geformt und der Teig darf noch einmal zwei Stunden gehen, ehe er in den Ofen kommt.
Das Ergebnis sah nicht nur lecker aus, es schmeckte auch toll. Einziges Problem war, dass die Kraft des Kiefers ziemlich herausforderte, wenn ihr versteht, was ich meine. Das änderte sich auch nach ein paar Tagen nicht. Aber verbessern kann man sich immer - beim nächsten Mal!

Allerdings gibt es ein paar Zeitpunkte, zu denen Brot backen vielleicht nicht ganz so ideal ist:
  • Wenn ihr gerade eure Küche geputzt habt. Meine sah aus wie nach einem Schneesturm. Und Walnusskerne lagen auch überall herum.
  • Wenn ihr in den nächsten drei Tagen etwas heben oder schreiben wollt. So einen Muskelkater hatte ich selten!
  • Wenn ihr frisch gebackenem Brot nicht widerstehen könnt und es am liebsten mit Butter esst. Denn irgendwann ist zu viel des Guten, das musste ich auch lernen.
Wer sich übrigens für mein Rezept interessiert, findet es hier.