Montag, 29. April 2013

Ouch!

Es gibt nichts Schlimmeres: Endlich ist man zum Sport motiviert und hat den inneren Schweinehund überwunden - und dann hindern eine Verletzungen und Wehwehchen doch noch daran, endlich aktiv zu werden. Noch viel schlimmer sind jedoch Verletzungen, die man sich während des Sports zuzieht, denn diese können oft üble Folgen haben. Aber gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen und damit ziehen bald keine Ausreden mehr!

Zu viel Sonne

Petra Dirscherl  / pixelio.de
Wer draußen Fahrrad fährt oder joggt, kennt das Problem: Sobald die Sonne an Kraft gewinnt, ist das Training sehr viel härter. Wichtig ist, gerade im Sommer, dass man bereits über den Tag verteilt vor dem Training viel trinkt. Nach dem Training ist es wichtig, dem Körper genug Wasser, aber auch Mineralien, zuzuführen.
Gerade wer länger draußen ist, sollte zudem auf Sonnenschutz achten. Sonnencreme ist ein Muss! Auch eine Cap ist sinnvoll, um einen Sonnenstich zu vermeiden. Wer nach dem Sport stechende Kopfschmerzen bekommt, einen extrem roten und heißen Kopf, aber ansonsten kühle Haut hat und an Kreislaufproblemen meidet, sollte sofort zum Arzt gehen!
Tritt einmal Sonnenbrand auf, sollte man diesen am besten mit Quark oder After-Sun-Produkten behandeln und die nächsten Tage verstärkt schützen.
Generell lässt sich sagen, dass man an sehr heißen, sonnigen Tagen, besser nur moderat trainiert und mehr auf die kühlen Morgen- und Abendstunden ausweichen sollte.

Kreislaufbeschwerden

Menschen mit hohem oder niedrigen Blutdruck (wie ich), Atemwegs- oder Herzerkrankungen oder Anfänger kämpfen beim Sport immer wieder mit Kreislaufbeschwerden. Schwindel, Pfeifen in den Ohren und schwarze Flecken vor den Augen sind die typischen Symptome. In einem solchen Moment sollte man auf gar keinen Fall das Training weiter durchziehen, sondern erst mal eine Pause einlegen, etwas trinke und sich hinsetzen.
Wer sich nach kurzer Zeit nicht besser fühlt oder unter extremem Schwindel leidet, sollte sich hinlegen und die Füße höher als den Kopf lagern.
In Fällen von zu niedrigem Blutdruck kann ich außerdem Korodin empfehlen, ein Medikament, dass u.a. Kampfer enthält und gerade im Ernstfall den Blutdruck wieder steigen lassen soll.
Auch hier gilt die Devise: Besser ein mäßiges Training durchhalten, als ein zu hartes abbrechen.

Umgeknickt

Es ist das übelste Gefühl überhaupt, wenn man beim Laufen falsch aufkommt und plötzlich das Bein unter einem wegrutscht. Verbunden ist das ganze dann mit einem stechenden Schmerz, der nach kurzer Zeit regelmäßig pocht. Im schlimmsten Fall kann man dann kaum noch auftreten.
Wenn man umknickt, sollte man das Training sofort abbrechen und erst wieder aufnehmen, wenn die Schmerzen komplett verschwunden sind. Gegen die Schmerzen und eine Schwellung hilft vor allem kühlen. In den ersten Tagen kann man auch noch eine elastische Fußbandage tragen, um die überdehnten Bänder zu stützen.

Blubb, blubb, Blase

So lustig es auch klingt: Blasen sind mitunter die fiesesten Verletzungen überhaupt. Besonders oft treten sie in neuen Schuhen auf. Am besten gewöhnt man sich deswegen langsam an neue Schuhe und sollte immer Pflaster bereit haben.
Weitere Tipps einer Hobby-Ballerina sind:
Elke Sawiskowski / pixelio.de
  • Blasen nie aufstechen, auch wenn sie mit Flüssigkeit gefüllt sind. Erstens riskiert man eine Entzündung, wenn man unsterile Gegenstände dafür benutzt und zweitens tut eine offene Blase noch viel schlimmer weh.
  • Wenn es geht, Blasen so lang wie möglich an der Luft heilen lassen. Wenn es in anderen Schuhen zu sehr schmerzt, ein Pflaster darüber kleben.
  • Offene Blasen kann man mit Bepanthen eincremen - die brennt zwar zunächst, hilft aber bei der Wundheilung.
  • Auch wenn die Blase abgeheilt ist, bleibt die neue Haut empfindlich. Deswegen sollte sie vorsorglich schon mit Tape geschützt werden, bevor man erneut trainert.


Zerrungen

Egal, ob man einen Muskel überansprucht, sich nicht richtig aufgewärmt hat oder beim Dehnen übertreibt - plötzlich tut der Muskel weh und schmerzt bei jeder erneuten, noch so leichten Belastung. Vorbeugen kann man Zerrungen auf jeden Fall, indem man sich immer gut aufwärmt und beim Dehnen nicht ruckartig, sondern langsam steigert.
Ist die Zerrung einmal da, sollte der Muskel die nächsten Tage geschont werden (so weit das im Alltag möglich ist). Ich benutze außerdem gern eine Kombination aus "Apotheker Dr. Immhoff's Arnika Schmerz-fluid" und "Lindofluid N". Wenn man beide Flüssigkeiten mehrmals am Tag aufträgt, bemerkt man schon bald eine Besserung. Eine weitere Möglichkeit ist Pferdesalbe, die riecht aber nicht so gut.


Benjamin Thorn  / pixelio.de
Muskelkater

Gegen Muskelkater, der durch kleine Muskelfaserrisse aufgrund der Überlastung entsteht, hilft prinzipiell Dehnen und zwar sowohl in der Abkühlphase nach dem Training als auch am nächsten Tag, wenn der Muskelkater aufgetreten ist.
Auch Wechselduschen nach dem Sport können Muskelkater vorbeugen. Nach dem Duschen hilft dann Franzbranntwein. Der stinkt zwar, aber er ist in seiner Effektivität ungeschlagen!
Am nächsten Tag sollten die entsprechenden Muskeln nur sehr wenig belastet werden (das geht z.B. wenn man an einem Tag die Bauchmuskeln und am nächsten Tag die Beinmuskulatur trainiert) oder man legt einen Tag Trainingspause zur Regeneration ein.


Verletzungen sollte man, wenn möglich, vorbeugen, damit sie einen nicht vom Training abhalten. Sind sie einmal da, muss das Training aber angepasst und vermindert werden. Halten Schmerzen und Beschwerden länger an oder betreffen den Kreislauf, ist ein Arztbesuch aber Pflicht!

Freitag, 26. April 2013

Das perfekte Workout

Einfach loslegen, Sport machen, Kalorien verbrennen... So leicht stellt man sich das vor. Aber um optimale Ergebnisse zu erzielen und Verletzungen vorzubeugen, gehören zu einem Workout noch viel mehr. Denn Sport beginnt nicht, wenn man losläuft oder mit den Sit-ups beginnt. Sport ist eine Lebenseinstellung.


Essen vor dem Workout

Christian Lung  / pixelio.de
Etwa eine bis zwei Stunden vor dem Sport sollte die letzte reguläre Mahlzeit zu sich genommen werden. Natürlich sollte das nicht Omas Schweinebraten mit Knödeln sein, denn der Körper sollte während des Sports nicht noch zusätzlich dadurch belastet werden, dass er verdauen muss. Eine Mahlzeit, die zu drei Vierteln aus Kohlenhydraten und einem Viertel aus Proteinen besteht ist ideal, also z.B. Nudeln mit Geflügel.
Wer sicher gehen will, dass er das Training durchhält oder vor dem Workout einen kleinen Energiekick braucht, kann bis zu einer halben Stunde vorher noch einen kohlenhydratreichen Snack zu sich nehmen. Dieser sollte aus schnell verwertbaren Kohlenhydraten bestehen, damit der Körper sie schon während des Workouts zur Verfügung hat. Möglich sind z.B. eine Banane.
Ein toller Tipp für etwa eine halbe Stunde vor dem Workout ist ausgerechnet Kaffee. Der Kaffee soll das Schmerzempfinden senken und dadurch dafür sorgen, dass man während des Trainings länger durchhält. 

Direkt vor dem Workout: Das Aufwärmen

So lästig es ist: Aufwärmen ist das A und O beim Sport, denn es verhindert Muskelverletzungen. Ich beginne gern mit Sonnengrüßen aus dem Yoga, die die Muskeln behutsam fordern und gleichzeitig stretchen (siehe hier). Danach jogge ich locker einige Minuten. Vorsicht, nicht zu schnell! Man neigt dazu, zu schnell zu beginnen, aber das überfordert den Körper. Das Joggen zum Aufwärmen sollte einen nicht aus der Puste bringen. Möglich sind auch langsame Kniebeugen oder die Arme wie Windmühlenflügel kreisen zu lassen. Alle Muskelgruppen des Körpers sollten beim Aufwärmen berücksichtigt werden. Je länger das Aufwärmen dauert, desto mehr sollte die Intensität und Geschwindigkeit der Übungen erhöht werden, um die Herzfrequenz zu erhöhen. Tolle Übungen hier sind z.B. Hampelmänner oder Seilspringen (auch ohne Seil, das Prinzip zählt).
Gleichzeitig ist es wichtig, dass vor dem Workout gedehnt wird. Ich mache gerne Kniebeugen, bei denen ich die Füße mit den Händen berühre, nehme beim Aufrichten die Arme nach oben und strecke den ganzen Körper. Aber auch Stretching für den Oberschenkel und die Waden ist wichtig.
Ist das alles erledigt, kann es mit dem eigentlichen Workout los gehen!

Direkt nach dem Workout: Die Abkühlphase

Benjamin Thorn  / pixelio.de
Nach dem Sport möchte man sich einfach nur in eine Ecke fallen lassen und nichts mehr tun. Aber das ist die denkbar schlechteste Art, ein Workout zu beenden. Gerade bei Sportarten, die den Puls hoch treiben, sollte man sich zunächst ruhig auslaufen. Viele Workouts berücksichtigen das auch schon und haben am Ende weniger intensive Übungen.
Nach dem Auslaufen kommt das Dehnen. Wer dehnt, beugt Muskelkater vor, deswegen ist es so wichtig. Es sollten möglichst alle Muskeln, die während des Trainings beansprucht werden, gedehnt werden. Verschiedene Dehnübungen findet man hier.

Die Dusche danach

Wenn ich bei einem Workout ordentlich ins Schwitzen komme, gibt es nichts Schöneres als die kalte Dusche danach. Aber auch hier sollte man das ein oder andere beachten. Natürlich macht die Dusche erst Sinn, wenn man nicht mehr schwitzt. Gerade bei Männern kann das durchaus länger dauern.
Wer Muskelkater vorbeugen will, sollte die beanspruchten Muskeln mit kaltem Wasser abduschen. Auch wenn es Überwindung kostet, es wirkt! Ich benutze dabei am liebsten noch die Massageeinstellung des Duschkopfs. Wichtig ist, dass man von den Extremitäten langsam zum Herz geht - also von den Füßen langsam die Beine nach oben und von den Händen zu den Schultern.
Nach dem Duschen beugen Massagen und Franzbranntwein Muskelkater vor.

Essen nach dem Workout

Gisela Peter / pixelio.de
Nach dem Workout steht erst einmal nicht das Essen im Vordergrund, sondern das Trinken. Besonders bei Ausdauersportarten verliert der Körper viel Wasser und Mineralien durch das Schwitzen, deswegen muss jetzt viel getrunken werden. Isotonische Getränke brauchen Hobbysportler nicht, auch wenn die Werbung uns anderes erzählt, es reichen Wasser und Fruchtschorlen (möglichst nichts zu Zuckerhaltiges).
Bei der Mahlzeit nach dem Sport kommt es darauf an, ob Ausdauer- oder Krafttraining gemacht wurde. Wer die Ausdauer trainiert hat, muss jetzt seine Kohlenhydratspeicher auffüllen. Toll sind Früchte und Gemüse. Wer mag kann daraus auch einen Smoothie machen.
Wenn ihr ein Krafttraining absolviert habt, braucht euer Körper zusätzlich noch Eiweiß zum Muskelaufbau und zur Muskelregeneration. Toll sind Eiweißshake, aber nicht aus Pulver oder rohen Eiern: Schon ein bisschen Quark und Beeren ergeben eine tolle Kombination. Wer keinen Eiweißshake mag, kann zum Beispiel zu fettarmem Fleisch oder Fisch oder Joghurt greifen.
Wichtig ist der Zeitpunkt: Die nächste Mahlzeit sollte nur 30 Minuten bis zu einer Stunde nach dem Workout folgen, damit der Körper die Beanspruchung der Muskeln kompensieren kann.

Natürlich muss man nicht alle Tipps umsetzen, um Sport zu treiben. Nicht jeder verträgt außerdem alles. Aber durch Probieren kann man seine optimale Versorgung vor und nach dem Sport herausfinden. Niemals sollte man hingegen das Aufwärmen und Dehnen auslassen, sie sind wichtig, um Verletzungen vorzubeugen!

Dienstag, 23. April 2013

Good morning, fitness!

Der frühe Vogel fängt den Wurm, Morgenstund hat Gold im Mund... Alles blöde Sprüche, die ich  morgens nicht hören will, wenn ich mich mit noch geschlossenen Augen im Schlafanzug durchs Haus wanke. Das ändert aber nichts daran, dass sie stimmen: Wenn ich morgens zu spät aufstehe, die Dusche nicht heiß wird, mein Lieblingsmüsli alle ist und ich dann auch noch  meine Straßenbahn verpasse - dann ist nicht nur der Morgen, sondern schon der ganze Tag gelaufen und jeder, der mich anspricht, sollte sich das zweimal überlegen.
Was für das Leben gilt, gilt selbstverständlich auch für unsere Gesundheit und unsere Fitness. Und deshalb gibt es jetzt ein paar Dinge, die man beachten sollte, damit der Körper schon morgens alles bekommt, was er braucht und im Gegenzug straff und fit bleibt.

Aufstehen und los!

Nach dem Aufstehen direkt ein bisschen sportliche Betätigung. Klingt furchtbar? Regt aber den Kreislauf an! Ich mache gern direkt nach dem Aufstehen einen Sonnengruß B, den ich beim Yoga gelernt habe (den findet man u.a. hier). Dabei stretche ich die wichtigsten Muskeln z.B. in den Oberschenkeln (super, um herauszufinden, wo man heute Muskelkater hat), strenge schon morgens fast alle Muskeln meines Körpers an und nehme eine kleine Ruhepause, bevor der Alltag beginnt.
Natürlich ist auch jede andere sportliche Betätigung am Morgen gut, z.B. zehn Kniebeugen, Liegestütz oder Situps.

Sportlich, sportlich

Wann nun der richtige Zeitpunkt für ein Workout ist, daran scheiden sich die Geister. Die einen trainieren lieber abends, die anderen schnüren lieber morgens die Laufschuhe. 


Jakub Sproski  / pixelio.de
Fakt ist jedenfalls: Wer morgens Sport treibt, der kurbelt den Stoffwechsel an. Diese erhöhte Stoffwechselleistung hält den ganzen Tag über an, sodass mehr Kalorien verbrannt werden. Außerdem muss der Körper, wenn Kalorien verbrannt werden, ohne dass etwas im Magen ist, auf die Reserven, sprich die Fettpolster, zurückgreifen. Und natürlich ist es sehr befreiend, wenn man in den Alltag startet und weiß, dass man den Sport schon hinter sich gebracht hat und nach Feierabend nichts mehr tun muss.

Auf der anderen Seite gibt es beim Sport auch viele Morgenmuffel wie mich. Direkt nach dem Aufstehen ein Pilatesworkout oder eine Laufrunde anzufangen, fällt mir doppelt schwer. Und auch mein Kreislauf findet das meist gar nicht so lustig. Zudem habe ich auch den Eindruck, dass ich nicht so leistungsfähig bin, wie wenn ich nachmittags Sport treibe.

Eine perfekte Lösung habe ich noch nicht gefunden. Ab und zu raffe ich mich auf und treibe morgens Sport - einfach weil ich merke, dass es effektiv ist, den Appetit zügelt und viel verbrennt. Aber ich nehme dann nur leichtere Workouts und behalte mir die schweren für nachmittags vor.

Die wichtigste Mahlzeit des Tages

 Frühstück ist eine der wichtigsten Mahlzeiten am Tag. Der Körper erhält neue Energie und außerdem schon ein Zeichen dafür, wie er den Rest des Tages arbeiten muss. Deswegen hier ein paar Tipps:

  • Auf leeren Magen einen halben Liter Wasser trinken. Das kurbelt den Stoffwechsel an.
  • Kaffee ist erlaubt, der kurbelt auch den Stoffwechsel an. Nur Vorsicht, dass diese Wirkung nicht durch viel Vollfettmilch und Zucker zerstört wird!
  • Auch wenn es viele Menschen gibt, die morgens nichts runterbekommen - ihr solltet es noch einmal versuchen. Denn wer morgens kontrolliert frühstückt, der hat den ganzen Tag mehr Kontrolle über sich selbst und weniger Gelüste.

Ein optimales Frühstück sollte Kohlenhydrate und Proteine enthalten. Wichtig ist, dass man Polysaccharide, also langkettige Kohlenhydrate, zu sich nimmt, denn sie machen lange satt. Polysaccharide findet man vor allem in Vollkornprodukten.
Meine Varianten für ein gesundes Frühstück sind:
Harry Hautumm  / pixelio.de
  • Wenn es wenig Kalorien sein sollen: Cornflakes mit fettreduzierter Milch. Cornflakes haben zwar ungefähr 380 kcal/100 g, aber wisst ihr, wie leicht Cornflakes sind? Eine Schüssel Cornflakes sind ca. 50 g, also nur 240 kcal. Damit wird auch das Auge ausgetrickst und das "gut gefrühstückt"-Gefühl setzt schnell ein.
  • Lang satt macht ein ballaststoffreiches Müsli. Dem sind meistens Kerne und Nüsse zugesetzt und halten lange satt. Trockenfrüchte wie Rosinen, Cranberries, Aprikosen, Feigen, Datteln usw. machen das ganze auch für Süße attraktiv.
  • Frisch, fruchtig und macht satt: Ein Joghurt mit Haferflocken zum Frühstück ist toll! Hier aber auf den Zucker- und Fettgehalt des Joghurts achten oder gleich zu Naturjoghurt greifen - vor allem (!) wenn der Joghurt als zucker- oder fettreduziert angepriesen wird!
  • Wer ein warmes Frühstück mag, isst Porridge. Dafür werden einfach Haferflocken mit Wasser aufgekocht, bis ein Brei entstanden ist und dann Milch untergerührt. Pur ist es der Spitzenreiter beim Kalorienvergleich - mein Porridge hat gerade mal 165 kcal, doch die Portion ist mir persönlich schon zu groß. Verfeinern kann man Porridge mit Kakao, Zimt und Früchten.
  • Wer früh schon aktiv war, setzt beim Frühstück vor allem auf Proteine. Ideal ist da ein Rührei oder Spiegeleier und Vollkornbrot mit (selbstgemachtem) Kräuterquark.
  • Für Frischefanatiker gibt es natürlich noch die Variante, den Tag nur mit rohem Gemüse oder Obst zu beginnen. Mich persönlich macht das nur in Kombination mit Haferflocken lang genug satt. Wenn es mal aber mal schnell gehen soll oder für solche, die normalerweise kein Frühstück runterkriegen, sind Smoothies ideal. 
Am Wochenende fällt mein Frühstück natürlich auch gern mal größer aus... Aber ich merke deutlich, dass es mir dann auch den ganzen Tag über schwerer fällt. Das zu meinem idealen Morgen. Und eurer?

Samstag, 20. April 2013

Wanted: Ingwer

Noch vor wenigen Monaten kannte ich Ingwer allenfalls als exotisches Gewürz für asiatisches Essen. Ingwerwurzeln im Supermarkt sahen für mich aus wie braune, versteinerte Würmer. Mittlerweile habe ich immer eine Ingwerwurzel zuhause. Ingwer ist fester Bestandteil meiner Küche und Hausapotheke geworden. Ein Tag ohne Ingwer ist ein verlorener Tag. Woher dieser Wandel? Weil Ingwer ein echter Allrounder ist!


Was ist drin?


Für das scharfe Aroma des Ingwers sind die Stoffe Gingerol und Shoragol verantwortlich. Ingwer enthält außerdem 2-3% ätherische Öle, Zingiberen, Zingiberol und Diarylheptanoide. Ingwer besteht zu 50% aus Stärke. In Ingwer enthaltene Wirkstoffe sind außerdem Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium und Phosphor.

Warum Ingwer?


Bild mit mehreren Ingwerwurzeln. Ingwer hat einen aromatischen Geruch und enthält ätherisches Öl. Ausserdem enthält der Ingwer Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor, Kalium und Calcium und natürlich Vitamin C.
Bild von http://www.oldskoolman.de
Ingwer werden eine Vielzahl von Wirkungen nachgesagt. So soll Ingwer gegen Übelkeit, gegen Entzündungen wie Rheuma und Arthrose und gegen Grauen Star bei Diabetikern helfen. Äußerlich angewandt beschleunigt Ingwer die Wundheilung. Dazu stärkt Ingwer das Immunsystem und ist auch bei akuten Erkältungen als Unterstützung einsetzbar. Durch die enthaltenen Antioxidantien beugt Ingwer außerdem der Hautalterun vor.


Die wohl beste Wirkung des Ingwers ist, dass es den Stoffwechsel anregt. Ingwer regt den Kreislauf an und sorgt für eine bessere Durchblutung der Haut. Außerdem wird die Verdauung gefördert, weil Ingwer die Magensaft-, Gallen- und Speichelbildung, sowie die Darmbewegung anregt.

Wie wird Ingwer eingesetzt?

Ingwer kann sehr vielfältig eingesetzt werden. In getrockneter, pulverisierter Form wird es vor allem beim Backen eingesetzt.
Besser als der getrocknete Ingwer wirkt allerdings der frische Ingwer. Ich nehme Ingwer gern als Gewürz in Currys oder Gemüsepfannen. Einfach ein Stück Ingwer abschneiden und schälen. Dann wird der Ingwer zusammen mit den Zwiebeln, Knoblauch usw. angebraten und schmort mit. Vor dem Essen entferne ich den Ingwer, weil es mir sonst zu scharf ist, er kann aber auch drin bleiben (dann sollte man das Stück noch kleiner schneiden). Besonders wirksam gegen Übelkeit ist Ingwer übrigens in Kombination mit Hähnchenfleisch.

Eine weitere Möglichkeit ist Ingwertee oder -wasser. Für eine Kanne schneide ich etwa drei Scheiben in Ein-Euro-Größe ab und schäle sie. Achtung, es kommt nicht auf die Dicke des Ingwers, sondern auf die Fläche an, es lohnt sich also, sehr dünne Scheiben zu schneiden. Die Ingwerscheiben kommen dann in einen Teefilter und werden mit Wasser übergossen. Für Ingwertee (also mit kochendem Wasser) lasse ich das Ganze 8-10 Minuten ziehen, bei Ingwerwasser (also mit kalten Wasser) darf es auch länger sein (15-20 Minuten). Nach dem Ziehen wird der Ingwer entfernt. Ich gebe gern noch einen großzügigen Spritzer Zitrone dazu (das ist vor allem bei Erkältungen ein Vitamin-Booster). Man kann den Tee auch noch süßen, aber ich mag den Geschmack gern pur.

Übrigens

Ingwer wächst in den Tropen und Subtropen. Die größten Anbaugebiete befinden sich in Nigeria und Asien. Die wertvollen Inhaltsstoffe sind in der Wurzel der Ingwerpflanze enthalten.

Ingwerwurzeln sollte man kühl und dunkel lagern. Ich lagere meine immer im Kühlschrank. Bei einem schon angeschnittenen Stück Ingwer, sollte man zunächst eine dünne Scheibe abschneiden und nicht verwenden (wie bei Gurken).

Ingwer ist nicht für Menschen mit empfindlichen Magen oder Gallensteinen geeignet. Zwar wird Ingwer auch gegen Schwangerschaftsübelkeit eingesetzt, jedoch kann er auch Wehen auslösen, hier ist also Vorsicht geboten.

Donnerstag, 18. April 2013

Bücherwurm: "Voll auf Zucker"

Es gibt tausendundein Bücher über gesunde Ernährung. Eines davon ist "Voll auf Zucker! - Wie Sie die Sucht nach Süßem überwinden" von Martina Fontana.

Warum dieses Buch?

Was hat mich bewogen, dieses Buch in die Hand zu nehmen? Natürlich zunächst der Titel. Zucker mag wohl jeder von uns und ich bin da keine Ausnahme. Und auch wenn man nicht schwanger ist - Heißhungerattacken auf Süßes kennt wohl jeder von uns. Gleichzeitig prasselt von allen Seiten auf uns ein, wie schädlich Zucker ist - Karies, Diabetes, Fettleibigkeit und so weiter und so fort.
Ich versuche schon lange mein Verlangen nach Süßigkeiten zu regulieren und von diesem Buch erhoffte ich mir Informationen und Hilfe dazu.


Bild dir deine Meinung!

Das erste, was einem auffällt, wenn man das Buch in die Hand nimmt, ist wie pink es ist. Das Cover ist komplett pink, nur ein Lollipop in Weiß und Babyblau bietet einen Hintergrund für die pinke Schrift. Das setzt sich dann im Inneren des Buchs fort, wo Erfahrungsberichte, Überschriften und Kästen allesamt in Pink gehalten sind. Und nicht nur das lässt einen vermuten, dass Frau Fontana das Buch vor allem für weibliche Leser geschrieben hat - nicht nur, weil Fonatana sich dank des klassischen Rollenbilds meist auf die Hausfrau bezieht. Die Krönung war für mich der Kasten mit der Überschrift "Verfügen Frauen über mehr Gesundheitskompetenz als Männer?". Selbst wenn es stimmen sollte (was ich nicht denke) - warum prangert man dann an, statt Tipps zu geben, wie es besser geht?


Anprangern ist überhaupt etwas, dass Martina Fontana sehr gut kann. Da wird das Bild des bösen Zuckerteufels gemalt und die fast schon mafiöse Lebensmittelindustrie will und auf ewig an sich knechten. Mit Ausrufezeichen geht die Autorin sehr verschwenderisch um und es ist bei dem angeschlagenen Ton schon ein Wunder, dass sie wichtige Informationen nur fett und nicht in Großbuchstaben hervorhebt.

Die breite, Zucker konsumierende Masse (aus der ja übrigens auch die Leser stammen...) wird als Junkie bezeichnet, der Supermarkt ist entsprechend der Dealer. Und auch der Selbsttest, für den die Autorin sich vermutlich von der Bravo inspirieren ließ, wirkt eher niedlich als seriös. Auch bei den Erfahrungsberichten, die zwischendurch passend eingebaut sind, bin ich mir nicht sicher, ob sie echt sind oder ob sie der Fantasie der Autorin entspringen und deswegen immer wie die Faust auf's Auge passen... Aber ich will ja niemandem etwas unterstellen.

Was ja nicht ist, kann ja noch werden

Der Aufbau des Buchs ist ziemlich einfach: Es gibt vier große Kapitel mit jeweils kleinen Unterkapiteln. Das Schöne ist, dass sich die einzelnen Unterkapitel sehr schnell lesen lassen und das Buch sich somit "für zwischendurch" eignet. Am Ende jedes Unterkapitels fasst ein Kasten die Erläuterungen noch einmal zusammen - besonders zum Nachschlagen sehr effektiv (und auch so gedacht). Zwischendurch wird der Text durch die eben schon erwähnten Erfahrungsberichte aufgelockert - für mich hätten sie nicht sein müssen, aber sie machen das ganze Leseerlebnis relativ kurzweilig und nicht zu schwer.

Der Inhalt des Buchs hat mich zunächst nicht überzeugt. Fontana erklärt zunächst lang und breit, in welchem Ausmaß wir alle zuckersüchtig sind und welche Folgen das hat bzw. haben wird (Karies, Diabetes, Fettleibigkeit und so weiter und so fort). Dann werden die Schuldigen angeprangert - insgesamt die Lebensmittelindustrie und die Politik, die das ganze noch begünstigt. Fontana prangert sehr leidenschaftlich an, allerdings sind die Informationen, die sie bietet, gut aufbereitet - nur leider für jeden halbwegs gebildeten Menschen nichts Neues. Diese erste Hälfte des Buchs hätte man auch gut weglassen oder auf ein Viertel kürzen können - das Buch hätte dadurch nichts verloren.

Dementsprechend niedrig waren meine Erwartungen, als es endlich zu den Wegen aus der Zuckersucht kam. Doch hier wurde ich positiv überrascht. Fontana nutzt hier keine Klischees und abgenutzte Phrasen mehr, sondern hat tatsächlich eine Strategie entwickelt, die zwar auch nicht die Erfindung des Rads ist, aber eine gute Vorgehensweise für jeden. Kurz gesagt geht es darum, dass man die Zuckersucht in vier Schritten besiegt: Selbsterkenntnis, Findung einer individuellen Strategie zur Zuckervermeidung, Schutz vor Manipulation der Lebensmittelindustrie und ein Weg zum eigenen Wohlbefinden. Begleiten soll man das Ganze mit einem "Lebensveränderungs-Notizbuch".
Sehr lobenswert ist, dass Fontana trotz ihrer rigorosen Meinung zuvor nicht darauf besteht, dass man von heute auf morgen auf Zucker verzichtet, sondern dass sie Spielräume lässt. Auf eigenen Erfahrungen basierend spricht sie von Heißhungerattacken und gibt Tipps um diese zu Überstehen, genauso wie eine Taktik, um Süßes langfristig unattraktiver zu machen. Diese Tipps sind allesamt mit wenig Aufwand umsetzbar und mit der nötigen Selbstdisziplin (die bei mir leider gerade bei Süßigkeiten wankt) kann ich mir vorstellen, dass man von der Zuckersucht loskommt. Ausprobieren werde ich es definitiv.

Fazit: Wer sich mit gesunder Ernährung beschäftigt, wird in diesem Buch wohl kaum neue Information und allenfalls unterstützende Fakten finden. Interessant wird das Buch erst ab der zweiten Hälfte, wenn Fontana praktische Tipps und Strategien erläutert. Ich hoffe also, dass sich auch Männer von der pinken, dezent männerfeindlichen Aufmachung nicht abschrecken lassen und dem Buch eine Chance geben - denn das ist es wert.

Dienstag, 16. April 2013

Der erste Versuch

Da ist er also, mein erster Post. Was erwartet man in so einem Post? Vermutlich eine Erklärung, was man hier in Zukunft finden kann. Weshalb es sich lohnt, noch einmal hier her zu kommen. Warum ich hier Zeit investiere und warum ihr das auch tun solltet.

Was ist das Thema dieses Blogs?

Ich werde hier über Ernährung und Sport bloggen, Themen, die mir seit einiger Zeit sehr am Herzen liegen. Hier wird man in Zukunft günstige und schnelle, aber gleichzeitig gesunde Rezepte finden, Tipps zur Ernährung und zum Abnehmen, alles zu Bewegung und Sport und natürlich meine persönlichen Erfahrungen.

Was unterscheidet diesen Blog von anderen?

Als ich mich zum ersten Mal mit dem Thema Ernährung und Sport beschäftigt habe, habe ich in der deutschen Blogger- und Vloggerszene nichts gefunden, was mich wirklich zufrieden gestellt hat. Das mag daran liegen, dass ich auf der einen Seite sehr anspruchsvoll bin, aber auch wenig Geduld mitbringe. Ich hoffe, dass ich hier demnächst nicht nur meinen eigenen Ansprüchen gerecht werde, sondern auch euren.
Außerdem versuche ich vor allem auf die spezielle Situation von Schülern und Studenten einzugehen. Menschen, die über gesunde Ernährung und Sport berichten, scheinen ein utopisch gesundes Leben zu führen. Das ist meiner Meinung nach für einen normalen Menschen kaum durchzuhalten, es fehlen Zeit oder Geld oder beides. Ich möchte angepasste Tipps und Tricks verraten, die einfach und trotzdem effektiv sind, um das eigene Leben gesünder zu machen.

Wer bin ich?

Ich bin Abiturientin und Bald-Studentin und pendele derzeit zwischen Düsseldorf, wo ich (noch) eine eigene Wohnung habe und Aachen, wo ich bald wieder bei meinen Eltern einziehen werde, bevor ich dann zum Studium wieder allein wohnen werde.
Seit etwa einem Jahr beschäftige ich mich mit Ernährung und Sport. Dabei probiere ich nicht nur aus, was meiner eigenen Figur und Gesundheit gut tut, sondern beschäftige mich auch gern mit der Theorie.
Wenn ich nicht damit beschäftigt bin, treffe ich mich gern mit Freunden zum Monopoly spielen, Bowlen oder um ins Kino zu gehen, verbringe Zeit mit meiner Familie oder widme mich der großen Leidenschaft in meinem Leben, dem Schreiben.

So viel zu mir und diesem Blog. Und nun hoffe ich, dass ich euch nicht mehr mit solchen Beschreibungen langweilen muss, ihr hier bald interessante und wertvolle Beiträge findet. Schaut wieder rein, es lohnt sich!